Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 68)
- Language
- German
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— 69 — Trotzdom ein Zusammentreffen 'Anan's mit Abu Hanifa chronologisch sehr wohl möglich ist, so trage ich doch Bedenken, die Erzählung vom Auftreten 'Anan's fiir historisch zu halten. Aber wie immer dem sei, von Sahl b. Mazliach ab sind die Anschauungen der karäischen Gcsetzcslehrcr von der islamischen Theologie immer mehr beeinflusst, wie dies schon vielfach hervorgehoben wurdo1). Nachdem die Karäcr die talmudäschc Tradition verwarfen, blieb ihnen nichts übrig, um den Forderungen des Lebens genügen zu können, als zur muslimischen Wissenschaft von den usül al-fikh Zuflucht zu nehmen. In der Zeit Jeschu'a's ist der Zusammenhang zwischon den Prinzipien der karäischen Gcsetzeskundo und der Wissenschaft von den usül al-fikh so gross, wie derjenige zwischen dem karäischen und islamischen Kaläm. Dies zeigt uns besonders die Einleitung Jeschu'a's' zu seinem religionsgcsetzlichcn Werke, die ich im Anhang2) vollständig zum Abdruck bringe. Ihre Bedeutung wird noch durch den folgenden Umstand erhöht. Wie wir aus dem Berichte Ibn Chaldün's über die Geschichte der usül al-fikh wissen, haben sich die Mutakallimün der von al-Säfi'i begründeten Disziplin bemächtigt und als die besten Werke auf diesem Gebiete werden von lbn Chaldün erwähnt: das Kitäb al-Burhän des Imam al-Haramcjn3), das Kitäb al-Musta$fi von al-Gax^FrJvon Seiten der A§'ariten, das Kitäb al-'Ahd von 'Abd al-6abbär und das Kitäb al-Mu'tamad von Abu al-llusejn al-Basri von Seiten der Mu'taziliten. Von den as'aritischen Usülwcrken der älteren Zeit ist das Buch von al-Gazäli auf uns gekommen, die Ansichten der Mu'tar Die betreffend© Stele bat er in Woschod, 1898 Februar-Heft, S.9A.4 mitgetheilt. Da diese Zeitschrift nur den weiligsten Lesern dieser Abhandlung zugänglich sein dürfte, setze ich die Stelle hierher: q^JJJJ fl*l 'S-*3* ^Ujüji XäxÄs» ^j! (j^^*» j^*aÄ4jt äs^L> ^Uj «*Ju* |vsf ^3« py 0üS »;^^ rp j^aJI rt«b)i wf?3«n yym »JU^ xJU> ^X>\ Jj"t ^cixx^ly>3 d wai* »^^> ' ^^wytil (^»-iM^ cs^yj \Sf£*j\ i>A***»!j |'8\)3 >*?^5 ') Grätz V 3141 f. Frankl in Ersch nnd Gruber's Encyklop. Sect II 38, S. 16. 2) Ich gebe den Text nur nach cod. Warn. 41. Cod. Warn. 26 bietet nur sehr wenige und uuhedeutende Varianten. *) S. darüber ZDMG, LH, 493: