Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 66)
- Language
- German
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— 07 — Unrechts und von der Güte des Rechts nicht auf das Gebot Gottes sich stützt, ferner, dass die Beurtheilung des Schlechten, das von uns und von Gott ausgeht, gleich ist. Nun geht Jesehu'a zur Beweisführung über, welche dazu dienen soll, festzustellen, dass die Werke Gottes gut seien. Wir heben aus derselben Folgendes hervor: Gott hat mit seinen Werken eine Absicht verfolgt, denn ein Thun ohne Absicht ist nichtig, also schlecht.. Mit der Schöpfung der Welt hat also Gott einen Zweck gehabt, der kein egoistischer sein kann, da er über Lust und Schmerz erhaben ist. Somit kann dieser Zweck nur im Wohlergehen seiner Geschöpfe gesucht werden. In Folge dieser absoluten Güte hat man auch gesagt, dass es gut sei, dass Gott auch an denjenigen sein Gebot ergehen lässt, von dem er weiss, dass er ungläubig sein wird, wenn auch etwas ähnliches unter uns (Menschen) nicht vorkommt. „Dies geben wir allerdings nicht zu, behaupten vielmehr, dass auch einer von uns in dieser Welt den Verirrten auf den richtigen Weg führt, von seinem Vermögen Almosen giebt nur um des Guten willen, ohne dass er an einen Nutzen oder an eine Abwehr des Uebels denken würde. Hierher gehört der Dahri, der dies thut, der von der Belohnung des Guten und von der Strafe des Bösen nichts weiss.1)" ... „Wer die Wahl hat die Wahrheit zu sagen, oder zu lügen, wo der Nutzen bei beiden gleich ist, wird den Weg der Wahrheit betreten und wird es thun nur um des Guten willen, da doch der Nutzen, den er durch die Wahrheit erlangt, nicht £rnwr ist, als derjenige bei der Lüge, sodass er wegen des Ucbcrschusses (an Nutzen) sich dahin geneigt hätte. Damit ist bewiesen, dass Gott die Welt nur um des Guten willen geschaffen habe."2) Wii tuiben es für nützlich gehalten, diesen mu'tazilitischen „Hymnus von Syllogismen" auf die Allgewalt des sittlich Guten wiederzugeben, weil er uns ahnen lässt, dass der Mu'tazilisraus mit Becht die Weltanschauung der aufstrebenden Cultur des östlichen 1) Bl. 70 a. cht;xnca n»n» »a jh* *ä"k »a uvs rrapn p wa» »a laxa mb\ nw naa cSiyrt nta uaa wxn »a -.ck: bzn m c»tea xS 'a *r; x»va man nw xS renn [w] n^jin-w ra»a ivsyt? r,b\t naSa nns-a1? owax1? uiaaa nuna \m njpnn .yi b\o* *b\ aus lar *b jm» wxs» cy m n»y» chvn /nix im irx n»n niai .ym 2) BL 70b bat nc» rwa nna nxann ao pai nax naA pa ina» icx o Tiyi wx3n by epu »b naxa vuun »a uca naSa wwaS wx rayn nnna h* '* yn newr-n bba roo nw» "5? «aa. j