Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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— 42 — zeichnet wird, so antworten wir, dass wir den einfachen Sinn der Schrift nur in Folge eines Beweises verlassen, wenn aber der Engel „Elohira" genannt wird, so ist das nur metaphorisch zu verstehen und es ist besser, das Wort im buchstäblichen Sinne zu nehmen, wenn ein Hinderniss vorliegt1)." „Wenn gefragt wird1;, ob wir einen Vernunftbeweis hierfür (für die Schöpfung ohne Mittel wesenl haben, so antworten wir: Gewiss! Denn wenn ein Anderer als Gott die Welt geschaffen hätte, so müsste jener geschaffen sein, da es doch unmöglich ist, dass ein zweites Wesen neben Gott existiren könne, und weil ja schon der Anfang der Frage auf das Gcgenthcil hinweist. Dieser Schöpfer kann auch kein Nichtseiendes sein aus Gründen, die wir schon früher dargelegt, und weil das Nichtsein einen Zusammenhang ausschüesst. Also können wir nur annehmen, dass dieses Wesen geschaffen sei, dann muss es aber körperlich oder unkörperiich sein. Ein Körper kann es nicht sein, weil die Körper von einem ihnen ähnlichen Körper ebensowenig geschaffen sein können, wie von uns selbst. Es kann auch nicht allmächtig seinem Wesen nach sein, weil es dann ein Genosse Gottes sein müsste, ebenso wie wir es sein müssten, die ebenso Körper sind, wie jenes Wesen3). Es ist aber nicht möglich, dass es allmächtig sei aus Gründen, die anderswo auseinandergesetzt sind, und so kann es nur ein wegen einer Ursache Macht besitzendes Wesen sein. Es ist aber nicht möglich, dass durch jene bestimmte Ursache Körper entstehen, weil auch unsere Fähigkeiten, die wohl unter einander verschieden sind, unmöglich dazu hinreichen, mit ihrer Hülfe Körper zu schaffen; es ist aber nicht möglich, dass der Unterschied zwischen jeher Ursache und unseren Fähigkeiten ein grösserer sei, als der Unterschied innerhalb der letzteren ist, daraus folgt, dass durch jene ebenfalls keino Körper geschaffen werden können.u nGegen eine solche Annahme spricht auch, dass die anfängliche Schöpfung nicht innerhalb des Bereiches der menschlichen Fähig- ') D. Ii. wenn wir eiiicii Grund haben, beim wörtlichen Sinn zu bleiben. 2) Bl. 72b. 3) Ebenda. avnSi 'pn cy lernen avn^ weaS Sna n»rw nuy* vh o bbm nbita naw ncruV ^rro vivnb nisy» nh\ meurt mm wuk icm ^nnirnS p unw nawpn K*nn nS'i'st? rocun nb'c: ^no»i nS»yV bra iro»n nh» ihm mSi cipon n» w rvnwy *>tti?» nSi neun r."ffj? cna ^na* moSnna cner cy u»n&«* »3 »:bo »wryS na on» kSs? a«nn» m cnspsS onspo nA'no wnAo»^ noSino nS»yn iwun. '