Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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— 39 — Abhängigkeit beweist, ist die Thatsache des Geschaffenseins, denn ihr Nichtsein und ihre Eigenschaften bedürfen keines Schöpfers. Ist aber die Ursache ihrer Abhängigkeit von uns ihr Gcschalfenscin, so ist zu beachten, dass sie dies mit den Körpern genieinsam haben, dass sie eine Ursache haben. Daraus folgt aber, dass sie das Merkmal der Ursache ebenfalls haben müssen, dass sie nämlich eines Schöpfers bedürfen".1) 3. Die Beweise für die Unkörpcrlichkeit Gottes. 1. Wir haben schon das Geschaffenseiii der Körper erkannt, wenn also Gott ein Körper wäre, so müsstc er ebenfalls geschaffen sein, wie diese, was aber absurd ist2). 2. Ferner wird die Unkörperliehkcit Gottes dadurch bewiesen, dass wenn er ein körperliches Wesen wäre, so würde er den Körpern ebensowenig Existenz verleihen können, wie wir. Denn wir können deshalb keine Körper ins Dasein rufen, weil wir selber Körper und ebenso Gegenstand einer Macht sind, wie anderer Wenn Gott ein Körper wäre, so müssten wir die Ursache mit der Folge als richtig anerkennen, die Ursache wäre nämlich, seine Körperlichkeit, die Folge aber, dass er nicht der Schöpfer sein kann. Es kann aber dem gegenüber nicht eingewendet werden, (dass wohl ein Körper einen anderen schaffen kann) dass wir nur desshalb nicht im Stande sind Körper zu schaffen, weil dem irgend ein Hinderniss entgegensteht und wenn dieses nicht vorhanden wäre, so würden wir wohl Körper schaffen können, denn dies führt zu einer grossen Albernheit. Wenn nämlich dies richtig wäre und wir durch ein Hinderniss davon abgehalten würden, so würden wir davon Kcnntuiss haben, so wie wir wissen, dass wir durch Fesseln oder ein Aehnliches am Gehen gehindert werden. Dies gegen diejenigen, welche behaupten, dass wir zur Schöpfung von Körpern irgend eines Instrumentes bedürften, das uns fehlt3). Nach dem Kitftb al-tamjiz des Josef al-Baslr, das in der hebr. Uebers. den Titel vsb r.Q'ana führt, gründet sich der Beweis für das Dasein des Schöpfers auf folgende vier Sätze: cod. Warn. 41 Bl. 108b. onan t?» o 'Kn Donsia cn miayat? nSyn »3 'am cvmh -j* ct?nn hj u»Sk c»awa on o «am x»»in a»m trnna cey nanna fpan »a 'im c»»in cn »a jyaS D'enn cm»n H'n u^k »ina b* "pex» Hin ca ~p ,enns 'tk co-ma enr naa •>•» c-:na Hh y.wa cay ^ann»» Prämisse 2. ist zu übersetzen: „Sie bedürfen unser wegen ihres Geschaffeuaeins.1* 2) Bl. 71 ff. Vgl Ez Chajim, S. 42. Cap. 15 II Beweis. 3> »jic no»ano 113 b c»cun nryt? pn» n»n vh s\u n»n A. »*n» >*» o jn t