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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1900-01-01 · 18.1900 · page 36

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
18.1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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IRI
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— 37 — Dauernde nur wegen eines Dinges sich verändern kann. Dies vorausgesetzt, ist noch zu beachten, dass dasjenige, was die Veränderung (der Atome) bewirkt, dies entweder wegen seines Entstehens oder wegen seines Aufhörens thut. Im ersteren Falle ist es notwendig, dass ihr Bestand von Ewigkeit her die Folge des Nichtseins der Ursache ist, im zweiten Falle ist ihr Zustand von Ewigkeit her die Folge des Bestehens der Ursache, wir haben aber schon erwiesen, dass das Ewige nie eine Folge sein kann, woraus nun nothwendig zu schliessen ist, dass die Atome geschaffen sind. Das ist ebenfalls ein richtiger Beweis. Der fünfte Beweis. Wir wissen, dass die Farben entstehen, z. B. in den Haaren des Bartes u. dgl.1). Eine Uebcrtragung ist hierbei ausgeschlossen, daraus folgt, dass yic geschaffen worden. Wenn sie aber geschaffen sind, so müssen sie seinen Schöpfer haben. Dieser kann aber kein Körper sein, denn sonst würden wir ja ebenfalls im Stande sein, Farben zu schaffen. Dies zugegeben, so würden bei der Annahme, dass die Atome ewig sind, diese neben dem unkörperlichen Schöpfer der Farben existiren und da müssten wir annehmen, dass die Atome ebenfalls unkörperlich, lebend und mit Macht begabt sind, was unmöglich ist, woraus aber ihr Geschaffensein folgt. Wie denn nicht, da es doch feststeht, dass es von Ewigkeit her neben Gott nichts gegeben hat und dass kein ewiges Wesen neben ihm existirt? Das sind die Beweise für die Schöpfung der Körper. Trotz der Berührung dieser Beweise mit einzelnen Bemerkungen des Maimonidcs und mit Beweisen, die wir in Kalamwcrkcn finden, müssen wir doch feststellen, dass sie mit den bisher bekannten Beweisen nicht identificirt werden können. Wie wir aus den Andeutungen Ihn Mattawejhis und Josef al-Ba$irs wissen, waren manche Punkte, insbesondere der, dass Manche in ihrer Beweisführung von der Existenz der Atome an einem betimmten Orte im Räume ausgingen, nicht aber von den primitivon Scinszuständen, ") Dass man sich derartiger Beispiele bei dor Beweisführung bediente, zeigt auch folgende Erzählung Ibn Abi 'A!ün, 100b unten: (ja*>i t3lä c^aJuj L^äJLssa ^jXJ! ü^«l lyuÄ Sä filo ^J*. A^XxJl U ^aJÄjI Ul «5^5 Jäi 0j&> 0t (j***? *J *}üö U b^u m J Vjti * gfcSiVa isXft*J aöj cslc AwJj Juu gka

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