Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
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- 33 - nicht einwirken kann, ist aber das geschriebene Wort, das nicht weiter geändert werden kann, nachdem es niedergeschrieben ist. Davon kann aber die Ursache nur sein, dass das Wirkende auf das Dauernde nicht mehr einzuwirken vermag. Ebenso kann das Wirkende den Laut zum Befehl, oder zur Erzählung nur im Augenblick seiner Entstehung machen. Die Ursache hiervon kann ebenfalls nur sein, dass das Wirkende unmöglich auf das Dauernde einwirken kann. Wir wissen aber, dass im Laufe der Zeit, während deren der Körper besteht, eine Eigenschaft an ihm entstehen kann. IV. Aus diesen Gründen kann es (die Existenz des Körpers in einer bestimmten Richtung) nothwendigerweise nicht auf das Wirkende, sondern nur auf eine Ursache zurückgeführt werden. Diese Ursache ist geschaffen, denn wenn sie ewig wäre, würde ihr Aufhören unmöglich sein. Wir wissen aber, dass sie mit der Bewegung der Körper aufhört, denn wäre dies nicht der Fall, würde die Bewegung unmöglich sein1). Wäre aber dies2) möglich, so würde sie auf andere Körper nur aus irgend einem Grunde übergehen, was zu einem „regressus in infinitum" führen würde. Aus alledem folgt, dass] die Ursache geschaffen ist und dass wir ihr Geschaffensein durch die Bewegung des Körpers erkennen, denn wäre sie nicht geschaffen, so würde der Körper sich nie bewegen. Da aber die Bewegung beim Bestände der Ursache nicht möglich ist, so folgt daraus nothwendigerweise, dass sie (die Ursache) geschaffen ist. —■ üeberdies wissen wir, dass der Körper ohne die Ursache nicht existiren kann; denn wenn dies der Fall sein würde, so würde er auch ohne ihre Correlatc existiren können, d. h. dass er in gar keiner Richtung (des Raumes) existiren würde, dessen Unmöglichkeit klar ist, womit die Notwendigkeit des Geschaffenseins der Ursache erwiesen ist. Dieser Beweis enthält, wie Jeschu'a bemerkt, keine, „nothwendige Erkenntniss"3). Er gründet sich auf die zwei Voraussetzungen, dass, was nie des Geschaffenen bar sein kann, noth- ') D. h. "Wenn der Körper in Folge einer anfangslosen, ewigen Ursache an einer bestimmten Stelle sich befinden würde, so könnte jener niemals sich bewegen, da er durch die Ursache festgehalten würde. np»r#: <3üUif; omg-o *) Dass nämlich der Körper, trotz der Ursache, welche ihn an einem Orte festhält, sich bewegen wurde. ') Es handelt sich in diesen Ausführungen darum, ob der erste Beweis für 3