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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1900-01-01 · 18.1900 · page 25

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
18.1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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IRI
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— 26 - jenigen des Kitäb al-mulitawi, dass man annehmen möchte, es wäre Tobi[ja b. Mose. Dagegen spricht aber der Umstand, dass der Ucbersctzer sich niemals griechischer Ausdrücke bedient, denen wir bei Tobija so häufig begegnen. Seine Terminologie bietet solche Schwierigkeiten, dass man viellach den Inhalt des Textes aus anderen Quellen schon kennen muss, um die Absicht des Verfassers und Ucbersetzers errathen zu können. Von grammatischer Richtigkeit ist bei ihm keine Rede, er konstruirt häufig nach seiner Vorlage, also nach den Regeln der arabischen Syntax. Er scheint auch manchmal das Original nicht gut verstanden zu haben. So' übersetzt er manchmal % für M mit dem hebr. s1?« was natürlich sofort den Sinn verdunkelt. Wenn es ihm einfällt, nimmt er arabische Wörter herüber in seine Uebersetzung, die er schon häufig richtig wiedergegeben hat, manchmal nimmt er. sogar ganze Sätze unübersetzt herüber. Vielleicht ist daraus zu schliessen, dass die uns vorliegende Uebersetzung nur der Entwurf einer beabsichtigten vollständigen Uebersetzung des grossen Commcntars von Jeschu'a ist. Aber die Uebersetzung hat den späteren Karäern in dieser Form vorgelegen und ihre Terminologie beinilusst. Ueberdies gehören diese hebräischen Ucbersetzungen zu den ältesten, die wir aus dem Mittelalter besitzen und auch dieser Umstand mag die vorliegende Arbeit rechtfertigen. Ich gebe nun hier eine Uebersetzung bez. eine Analyse der wichtigsten und schwierigsten Capitel des Buches nebst Erläuterungen, deren StolF der verwandten jüdischen und islamischen Literatur entnommen ist. , 1. Die Schöpfung der Welt. Jeschu'a beginnt jeden grösseren Abschnitt und so auch den ersten mit einigen Schriftstellen, welche mit dem Gegenstande, den er behandeln will, im Zusammenhange stehen. In der Einleitung des Buches spricht er sich darüber aus, wie er seine' Aufgabe zu lösen gedenkt, dass er, da er wenig Müsse hat, uud auch körperlich schwach sei, sich zumeist kurz fassen werde. *« Ebenso wie Josef al- Basir und alle Mutakallimün, die Amanten nicht ausgenommen, führt er aus, dass man aus der Schrift keine sichere Erkenntniss von der Schöpfung der Welt und vom Dasein Gottes erlangen könne, vielmehr muss man zu diesen durch Speku-

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