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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1900-01-01 · 18.1900 · page 14

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
18.1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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IRI
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c - 15 — Akiba: „Was Gott thut ist wohlgethan.«1) R. Pappus hat Hiob 23, 13 die Worte: „Er ist einzig, niemand kann ihm antworten, was er will das thut er", erklärt: „Er richtet allein die Bewohner der Welt und es ist keiner ji&^er ihm crwiedern könnte. Diese Auslegung war dem R. Akioa anstössig und er gab dann folgende Erklärung: „Man kann nicht antworten auf die Worte dessen, der durch sein Wort die Welt geschaffen hat, sondern er richtet Alles mit Wahrheit, Alles mit Gerechtigkeit".1) Ich hebe diese Stelle nicht nur deshalb hervor, weil sie mit dem I'tizal verwandte Ansichten enthält, sondern auch, weil sie uns zeigt, dass die Reflexion über biblische Auschauungen vom Walten Gottes, unbeeinflusst von der griechischen Philosophie zu zwei entgegengesetzten Meinungen geführt hat, von denen die eine auf die Allmacht Gottes, die andere auf seine Gerechtigkeit das Gewicht legte. Wir können nun aus dem ganzen Culturkreis, der bei Entlehnungen der asketischen Schulen in Basra in Betracht kommt, keine andere Literatur namhaft machen, in welcher die Einheit und Gerechtigkeit Gottes, so wie die Lehre von der Willensfreiheit so nachdrücklich eingeschärft wird, wie in der jüdischen. Es ist auch zu beachten, dass schon in alten Quellen3) von der „Schöpfung der Tora" gesprochen wird, so dass es, wie ich dies *) Die Stellen s. bei Bacher, Ag. d. Tan. I 282. Vgi. auch das Fragmententargnin zu Gen. 4.8. Wohl auf diese Ansicht Akiba's ist folgende Erscheinung zurückzuführen. SiM, ed. Weiss lila wird aus Jes. 45,7 gefolgert, dass der Friede dem Ganzen Weltall gleichwertig sei. Der Erklärer hat für jn K-nai - San fiK tnoi gelesen, welcher Ausdruck auch in die Liturgie aufgenommen wurde. Dieses Tikkun soferim ist aber nicht durchgedrungen, wahrscheinlich, weil es zu spät gemacht worden ist Es ist eine merkwürdige Analogie zur mu'tazilitischen ■ Korauauslegung bei Goldziher, Muh. Stud. II «240. *) Vgl. Bacher, ebenda, S. 326. Vgl auch die anonymen Bemerkungen Sifrö zu Deut. 32,3 ed. Friedmann 137 b. 3) Im Kitab al-hejda, HS. Wetzstein II No. 382. BL 49b heisst es vom Worte jojJLjuäj in Sure 6, 91. aJjüli=ü' fJji*^> LS^i 0\ f*/ £i aJÜI rW OiJli* 'jjjjäk Otis* Ql <^ JOc, «JU* V wj, *JÜi ->t^ o* C*? u£J3 0^*5 <$V3 Das KiJäb al-hejda mag wohl eine Fälschung sein, aber sein Alter wird durch den Fihrist bezeugt Diese Stelle zeigt uns aber jedenfalls dass die Vorstellung vom „Geschaffensein der Tora" mit derjenigen vom Geschaffensein des Korans im Zusammenhange steht i

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