Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2273546-2273581--0685-2274458- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Basra 1× ep/1044138
OCR text
— 14 — „Der Gläubige sieht seine Sünden, als würde er unter einem Berge sitzen und furchtet, dass er auf ihn fällt, der Bösewicht sieht aber seine Sünden, als wären sie eine Fliege, die an seiner Nase vorüberÜie^^5) Eine andere Tradition, die in einem jeden asketischen Werke, im Capitel über die Bekehrung angeführt wird, lautet: n^er Yon den Sünden zurückkehrt, ist so, als ob er keine Sünde hätte."2) Diese Beispiele mögen genügen, um zu beweisen, dass Elemente der Aga'da in den ersten Jahrhunderten des Islams nicht aufgehört haben in die Traditionsliteratur und in die Zuhd-Schriften einzudringen 3). Dass in Basra, wo die Asketen besonders zahlreich gewesen zu sein scheinen,4) die Berührung mit der jüdischen Bevölkerung eine häufige gewesen sein wird, ist von vornherein anzunehmen. Und hier wird nicht nur die Kadar-Tradition, auf die ich schon zu wiederholten Malen hingewiesen habe,5) von den Muslimen aufgenommen worden sein, sondern auch manche andere agadische Aeusserung, welche mit dem I'tizal noch mehr übereinstimmt. Wir wissen, welchem Widerwillen wir schon in der tannaitischen Agada gegenüber der Vorstellung von den zweien Mächten (nran w) begegnen. Dazu kommen noch Aeusserungen, wie z. B. die des R. onan rosa o»aua nn?j?o »^yai min 'Sya nni? otk »33;na »» ton»» ia oyo ia nna jw min 'Sj?a jna w» *»n&» -p n*n na jw dj?b na 0» man na hxva* >vn o»aio D'»yo. J) Al-Buchart, Al-da«wät, 3. „ *) Al-Kusejri, Risäla, S. 68. Vgl. dazu Joma 86b. a) Herr Sam. Fuchs theilt mir folgende Stelle aus der Einleitung Ibn Kutejba's zu seinem Muchtalif al-hadith, cod. Leiden, S. 6mit: jJUsä* oiLläj» Vj CS* iS*f^k ^*X*k L5Aju1=>i ^\ f&kß JL> ^Xß cr^Jl jtJoJI cr-^f J^Jb yUJlj cx5UJi y-jäi'. Die Tradition entspricht dem Ausspruche Akiba's: n«iraS »nuaoa hk» mvn H'Dion «B-na Kpaio Kpnya appn. Die Stellen s. bei Bacher, ebenda, S. 289. 4) Die Basrensischen SCuTs werden angefahrt, Kut al-kulttb I 147. Z. 6 v. u. 129 Z. 16, 162 Z. 9 v. u. II S. 60 Z. 4; ») KJL. S. 4 Ä. 5 u. 6Küt al-kulüb II S. 13 Z. 3flf. lesen wir den Anfang der Talmudstelle und hier ist der Schlu33, der voir der Willensfreiheit spricht, 'ebenfalls fortgelassen. Dogmatische Traditionen, die mit unserem Gegenstande im Zusammenhang stehen, findet man aus alten Quellen angeführt bei ai-Balawi, AIif-b& II S. 60£