Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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- 13 - 2. Jh. d. H. hatten gewiss keine solche Kenntuisse in kirchlichen Dingen, wie sie später z. B. al-Mas*üdi besessen hat1) Als Reaktion gegen jüdische und christliche Einwirkungen ist die Aeusserung in einem Hadith aufzufassen: „Es gibt Gelehrte, welche die Reden der Juden und Christen vortragen, damit ihre Gelehrsamkeit reicher erscheinen solle, die sind schon auf der fünften Stufe der Hölle."2) Welcher Art diese Entlehnungen waren, dafür mögen hier einige Beispiele angeführt werden, wobei wir uns auf ethische Anschauungen beschränken, die in der asketischen Literatur eine grosse Bedeutung haben mussten. Einer modificirteu Form der zehn Gebote begegnen wir zu wiederholten Malen.8) Midrasch - Erzählungen werden unverändert, oder mit Fortlassung des eigcathümlich Jüdischen aufgenommen.4) Charakteristisch sind folgende Beispiele: „Die Räbi'a wurde befragt, wann der Mensch als Gott liebend betrachtet werden könne. Darauf antwortete sie: Wenn das Unglück ihn so erfreut, wie das. Wohlergehen.6) „Abu Müsa al-AS'ari theilte mit im Namen des Propheten, Gott segne und begrüsse ihn: „Der Gläubige, der den Koran liest, ist wie die Citrone, deren Geruch angenehm und deren Geschmack angenehm ist, der Gläubige, der den Koran nicht liest, ist, wie die Dattel, die einen angenehmen Geschmack, aber keinen Geruch hat, der Bösewicht, der den Koran liest, ist wie die Myrthe, die einen angenehmen Geruch, aber einen bitteren Geschmack hat, der Bösewicht, der den Koran nicht liest, ist wie die Coloquinthe, deren Geschmack bitter ist und die keinen Geruch hat"6.) Eine häufig angeführte Tradition ist die folgende: J) Darum können wir auch nicht annehmen, dass der Hu'tazUismus unter dem Einflass der kirchlichen Theologie, in welcher die Lehre von der "Willensfreiheit bis auf dieser Zeit schon viele Wandlungen durchgemacht hatte (vgl. Harnack, Dogmengeschichte II* S. 128. 153f.; entstanden ist *) Abft Talib al-Mekki, Küt alkulüb I 144. ») Al-Samarkandi, Tanbih al-gafiiln S. 138. Auch bei al-Tirnüd! II 122. Tha'labI, Arä'is S. W4f. *) Tanbih al-gafitin S. 144 findet sich die Legende von Moses, Schemoth rabba 2,2. *) Al-Kusejri, S. 116. Die in Betracht kommenden Aussprüche der Agada s. bei Bacher, die Agada der Tannaiten I S. 32a •) Al-Samarkandi, Bustan aP&rifin, S. 207. Der Verf. fugt noch hinzu _ * i Ijfn-k 0yCJ ^LääJI J^l i^>y1 Pesiktha des Rabbi Kahana, ed. Buber 185 a wn nn u »» m Jvwk no Am»» £k tot jy no **n