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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1899-01-01 · 17.1899 · page 18

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
17.1899
Date
1899-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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…/2273546-2273579--0639-2274411
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— 47 — uud Winkel AEF 65° 35' ß,6G", wofür er rund 65Vi Grad an-iebt1). Albattaui setzt Bogen, FSH 183° 5G' 12* und daher FL - 1° 58' G"; ferner FS - 92« W 10" (sie!) und daher SM «- 0° 16! 4"; demnach wäre log tug AEF 8,5358lJ0G — 7,ßG9G503 O,8t>024O3 und Winkel AEF 82° 15' 5", wofür er sehr ungenau 82° 17* hat. Die Beobachtungen, auf die sich seine Berechnung stützt, hat Albattaui i. .T. 1194 der Seh-uzidenära (883) angestellt.2) Vergleicht mau diese beiden Ergebnisse mit einander, so findet man, dass das Apogäum in der Zwischenzeit um etwa 16 V* Grad vorgerückt ist. Wir haben auf diese Thatsache schon in der Einleitung (S. 23) kurz hingewiesen und zugleich angedeutet, dass diese Wanderung der Apsiden keine gleichmässige ist. Ihr gegenwärtiger Werth beträgt 61,7277", wovon jedoch nur 11,464" auf eigene Bewegung kommen, der Kost auf Rechnung der Präzession zu setzen ist. Das Apogäum wird nämlich, wie wir gesehen haben, vom Frühlingspuukte aus gemessen, und es liegt auf der Hand, dass dasselbe, auch wenn es keine eigene Bewegung hätte, infolge des fortwährenden Zuruckweicheus jenes Punktes in stets wachsender Entfernung zurückbleiben niüsste. Gleichwohl hat Ptolemäus von diesem Vorgänge keine Ahnuug gehabt. Es erklärt sich das aus der falschen Vorstellung, die er sich von der Präzession gebildet hatte. Er glaubte nicht au ein Zurückweichen der Ae<jiiinoktialpuukte, sondern au ein Vorrücken der Gestirne, und mit einer solchen Auffassung verträgt sich allerdings die Annahme, dass die Apsidenlinie fest und unverrückbar ewig in derselben Lage zu den Aequinuktialpimkten beharrt. Möglich auch, dass das Verhältniss umgekehrt ist. Weil er das Apogäum auf Grund mangelhafter Beobachtungen noch an derselben Stelle fand, an welcher es drei Jahrhunderte früher Hipparch gefunden hatte, gelaugte er zu der falschen' Auffassung der Präzessiou. Es wäre doch sonst zu seltsam, dass er bei der Sonne eine Ausnahme macht, während er eine Bewegung der Apsiden genau im Betrage der Präzession in den Bahnen der fünf Planeten wohl bemerkt hat. Ausdrücklich sagt er von diesen im 9. Buche des Almagest, dass ihre Apogäen und ihre Perigäen gleich der Fixsternsphäre in je 100 Jahren um einen Grad vorrücken3) und ebenso deutlich giebt er im 3. Buche desselben Werkes seine Ansicht zu erkennen, dass das Apogäum der Sonne weder jemals seiueu Ort geändert hat, noch je denselben ändern wird.4) *) Almagest ß. III Kap. 4, ed. Halma Bd. I S. 187t De scientia stellarum C. 28, ed. Bologna, S. 68—72. Es finden sich daselbst ausser etlichen offenbaren Druckfehlern auch einige theils scheinbare, theils wirkliche Irrthümer. So heisst es gleich zu Anfang: „Auf Grund möglichst sorgfältiger, viele Jahre hindurch fortgesetzter Beobachtungen fanden wir, dass die Sonne vom Herbst zum Frühlingspunkte in 178d 14h 300 gelangte, von diesem aber zu jenem in längerer Zeit u. z. wie wir durch mühsame Beobachtung festgestellt haben, in 186 Tagen und ungefähr l4s/4 Stunden." Demnach hätte das trop. Jahr nur 365* 6h 15m, als» 31m 24« weniger als im 27. Kap. angegeben wurde. Das erklärt sich durch die unvermeidlichen Instrumentalfehler (s. oben S. 33). Albaltani giebt hier in seiner Gewissenhaftigkeit die Ergebnisse seiner Beobachtungen genau so, wie er aie gefunden; den richtigem Werth für das trop. Jahr gab er im vorangehenden Kapitel auf Grund der Vergieichung seiner eigenen Beobachtungen mit dem von Ptolemäus gefundeneu Werthe. Wenn ferner die mittlere Bewegung in 934 14> um 16* zu niedrig angegeben wird, so liegt die Erklärung dafür vielleicht in dem Wörtchea „fere", welches der Stundenzahl beigefugt ist Vermuthlich betrug die Dauer des Frühlings nur etwa 93* 13»» 63,5™ in welcher Zeit die Sonne allerdings nur 92" 14' 10" nach Albattani zurücklegt. Der Irrthura endlich, der das Endergebnis verunstaltet, beruht allem Anscheine nach auf einem Fehler in seinen trigonometrischen Tafeln. Sin FL ist aemlich genau auf ^^"berechnet (log 8.5358916)' daSe°'en ist der Werth fur sia SM za nicdri£ gegriffen; derselbe betragt nicht wie dort zu lesen ist, sondern (log 1009,5 - log 216000 7,6696525),. *) "Enwu tö filv InlniSov olov iuahSs eis *« enopiw i<5y fcwT/wv ifttfih TZtQiayta^ai thqI rb x(vr(>oVr fiaaßißaCov tä xt &n6ytta xul xa ntQtytta M itäiv ö uoTgav fttav (K?p. 6) . . . Soqv (jitulßuOiv) xal $ tm> &n)Mvüv a<f*iQtt xuriaijmai noiovftivti (Kap. 6, ed. Halma Bd. II 8. 160 u. 168). ') Kap. 6 (ed. Halma Bd. IS. 203 0: Das mit grösster Genauigkeit (ixpßtoiara) im 17. Jahre des Kaisers- Hadrian am 7 Atbyr 2 Uhr Nm. beobachtete Herbstägmnoktium ergab als Abstand der Sonne vom Apogäum 116" 40' in mitflerer Bewegung auf dem exzentrischen Kreise. Seit dem Beginne des 1. Jahres des Nabonassar waren bis. dabin 879 egyptische Jahre 66 Tage und 2 Stunden verflossen, in denen die Sonne ausser den vollen Umläufen noch ungefähr 211« 26' durchlaufen hatte. Mithin ist der mittlere Ort der Sonne in der Epoche (L Thot AJ. U Na-

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