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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1898-01-01 · 16.1898 · page 3

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
16.1898
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
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— IV — vertretenen Ansicht beirren Hess, als ob die Präzession mir bis zu einer gewissen Grenze Fortschritte, nm dann ia, umgekehrter Richtung wieder zurückzugehen. Die Quellen, aus denen der Verf. geschöpft hat, deutet er hier mit keinem Worte an. Ia seinem More Nebuohim erwähnter Claudius Ptolemäus, Thabit b.Korra, Abu Mohammed Dsehaberibn Aflab and Abu Bekr ibn* al-Sujeg (Ihn B-idscha). Das unter dem Namen Airnagest bekannte Werk des an erster Stelle genannten Autors kannte er aus der arabischen Uebersetzung. Wir besitzen es im griechischen Original unter dem Titel: Klavöiou ntolmufov Maawttuxit 2.vruc#(. Eiue vorzügliche kritische Ausgabe desselben mit franz. Uebersetzung (die jedoch mit Vorsicht zu benutzen ist) verdanken wir M. Halma (2 Bde. Paris 1813 u. 1816). Als fernere Quellen bat Maimonides ohne Zweifel in erster Reihe die Schriften von Albattani, Ibn J unus und Zarkali benutzt, obgleich er dieselben, nirgends nennt. Mohammed b. Dscb&bcr Albattani (Albategnius), der in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts lebte, ist der bedeutendste unter den Astronomen des Mittelalters man nennt ihn den arab. Ptolemäus. Sein Hauptwerk befindet sich handschriftlich im Escurial, liegt aber auch in einer elenden lat. Uebersetzung von Plato Tiburtiuus, der „Abrachis* (Hipparch) für einen Araber gehalten zu haben scheint, mit Zusätzen von Regioraontanus (Johannes Müller) unter dem Titel De Scientia Stellarum gedruckt vor (Nürnberg 1537 u. Bonn 15-15). Beide Ausgaben wimmeln von- Fehlern, besonders in den Zahlenangaben, und lassen die wichtigen Tafeln vermissen, auf welche in dem Werke an. vielen Stellen verwiesen wird. Abu'l Hasan 'Ali b. "Abd er-RahmAn b. Ahmed Ibn Jnnus (gew. Ibn Junis, gest. 1008),. dessen Sternwarte bei Kahira nicht weit vom Wohnorte MaimuniY entfernt war, ist der Verfasser der berühmten Hakimitischen od. grossen Tafeln ~-Jj-t—t_5+* Jf aus denen Caussin im 7. Bande seiner Noticeset Extraits (S. 50—94) Auszüge veröffentlicht hat. Ueber Zarkali endlich, den Autor der Toledanischen Tafeln, der in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts lebte und sowohl von Abraham Ibn 'Ezra als von Isaak Israeli sehr gefeiert wird, hat M. Steinschneider eine werthvolle Studie erscheinen lassen (Etudes sur Zarkali, Rom 1884). . Hinsichtlich des 3[athemat?schen in dieser Abhandlung haben wir uns angelegen sein lassen, dem Leser zu», zeigen, auf welche Weise der Verf. zu seinen Ergebnissen gelangt ist Selbstverständlich haben wir uns hierbei die Hilfsmittel der neuem Mathematik zu Nutze gemacht, aber keines Lehrsatzes uns bedient, der über den Rahmen des in deutschen Gymnasien' behandelten Stoffes hinausgeht. Die zur Anwendung kommenden Formeln bezeichnen wir der Kürze wegen mit Zahlen nach folgender Ordnung: , i 1. a sin ß b sin a. . 2. c2 — a2 -fb2 —2 a b cos r. 3. tg>M« + Ä(a-b)-lg'va(a-Ä(a + b). 4. tg2 -§- ^s=M^±_c. 5. b 2a sin '/* ß 2a cos a, wenn b die Basis eines gleichschenkeligen Dreiecks ist. Für sphärische Dreiecke: 6. +-a*-ß-~-b-*hL-*.jina j/n/^h Jj<n ct. 7. cos a cos b cos c + sia b sin c cos au 8. cos a sin ß sin y cos a — cos ß cos 9. cot a sin c cos c cos ß sin ß cot eu Für rechtwinkelige Kugeldreiecke, wenn c die Gegenseite des Rechten ist; 10. cos c cos a cos b. 11. cos c cota cotß. 12. sin a sin c sin «. 13. tg a tg c cos ß. 14. cos a cos a sin ß. 15. cot a sin b cot a. Leider war es uns nicht vergönnt, die in London aufbewahrte, von Maimonides selbst durchgesehene Handschrift des Mischno Tora für diese Ausgabe zu benutzen. Wir mussten uns mit der Vergleichung verschiedener Editionen und Ausmerzung der offenbaren Druckfehler begnügen An zweifelhaften Stellen haben wir der Berichtigung die vorgefundene Lesart in Klammern beigefügt; so z. B. in K. XII § 2, wo man statt nwo unseres Erachtens nwo (= wfci Sa) lesen muss. In der Uebersetzung haben wir uns einer möglichst treuen Wiedergabe des hebr. Originals befleissigt. In den Erklärungen sind wir von dem üblichen Verfahren abgewichen. Statt den Text mit erläuternden Anmerkungen zu begleiten, haben wir es vorgezogen, jedem Paragraphen das zum besseren Verstandnissdessclben Nothwendige in zusammenhängender Darstellung vorauszuschicken. In der Einleitunoaber (K. XI §§ 7-17) glaubten wir uns nicht auf eine blosse Beleuchtung derselben beschränken zu sollen, hielten°es vielmehr für zweck« massiger, durch eine umfassende Erörterung des ganzen den Gegenstand dieser Abhandlung bildenden Problems unsden Weg zu semer in den späteren Abschnitten folgenden Lösung zu ebnen.

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