Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 13.1895
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 63)
- Language
- German
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— 62 — Anhang. Zur Geschichte der Lehre von der Seelenwanderung. Die muhammedanischen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte des Islams sind mit der Lehre von der Seelen Wanderung einerseits durch den Verkehr mit Indien1), andererseits durch das Studium der griechischen Philosophen bekannt geworden2). Den heidnischen Arabern und Muhammed war sie gewiss unbekannt und es war nur folgerichtig, wenn sie vom grössten Theile der muhammedanischen Welt abgewiesen wurde und wenn die rechtgläubigen Muslime ihren Anhängern gegenüber sich auf das „Igmä" der Gläubigen beriefen. — Wir werden es natürlich finden, dass bei weitem der grösste Theil der Anhänger dieser Lehre persischer Abstammung war und und dass sie besonders unter den Anschauungen si'itischer Secten anzutreffen ist. Sie hat aber auch unter den Mu'taziliten Vertreter gehabt. Diese Thatsache lässt sich daraus erklären, dass das Denken der Mu'taziliten vom Gedanken der gerechten Weltregierung Gottes derart beherrscht wurde, dass sie einen jeden Gedanken, der das Problem zu lösen schien, mit Freuden aufgegriffen haben. Wegen der Rolle, welche die Lehre von der Seelenwanderung bei den Si'iten und bei einigen Mu'taziliten spielt, beschäftigen sich alle Schriften über muhammedanische- Sectengeschichte und alle Kalämwerke mit ihr, von deren Angaben wir einiges hier mittheilen wollen, da sie geeignet sind, auf manche Aeusserungen der in dieser Arbeit behandelten jüdischen Schriftsteller lieht zu werfen. Ibn Hazm3) spricht von zwei Parteien unter den Anhängern der Seelen Wanderung. Nach der einen kann die Seele, wenn sie den Körper verlässt, in einen anderen Körper kommen, welcher Art immer dieser sei. Die Seele des Menschen kann also in den Körper irgend eines Thieres gerathen. Die Wanderung J) Ueber indische Anschauungen von der Seelenwanderung, welche den Muhammedanern bekannt geworden, sind, s. al-Sar. Haarbrücker II, S. 362. 2) Vielleicht haben auch die Lehren gnostischer Secten dazu beigetragen, dass diese Anschauungen unter den Mohammedanern bekannt geworden sind. S. al-Sar. I, S. 297, wo von den Ansichten der Kejnawijja und Sijämijja die Bede ist. 3) Müal 136. cUpK gwJJÜÜ o3JLaÜÜr ^yöt _oi v3üä 4 £ß\ gwJjüü Jjs q|j j=>\ oL*c5-t oL*>^lt LjXäjLä* Jou JJüwu **äjt£? v^SÖo CS^1 jJL*us ^jj, *X£+k» y^jiti ^\ lX*^ Jsul> q3 CS^S>\ J^ä ti\S^ vjjöjtS OLwO-^l ^y* ^JCj J^s y>5 ^3^1 (k&i fr"9*& es* v***3^ \s$^ *Mj*3 ü* ^^^s ^»»\jSP& ijy*aZ+l\ oL*=^t Q-t fk?^ UG-tA^ü C_s-J! &it ^l^i (Jcjl: [S$j& ^yA gJÖ jL> L«J goöwJjj JJCäib tält qL*J^5 '^yaX*^\ Xa+a^JI S^aJb g^LXÜ a\ ^\ styP y-**^ J^Jj 3b ü'iit^ ^LcO l*/ vX*ä« i5L25 ä*J! qJjaäK . gJt Vlr^!? iKw—