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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 54

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 54)
Language
German
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IRI
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— 53 — Von einem siebenten Beweise berichtet Maimonides: „Einer von den Neueren meinte, er könne die Schöpfung der Welt mittelst dessen beweisen, was die Philosophen von der Unsterblichkeit der Seele lehren." Dieser sagte nämlich, dass wenn die Welt ewig wäre, so müsste die Anzahl der Seelen wie die der Menschen, die geboren werden und sterben, unendlich sein, da nun alle zur selben Zeit existiren müssen. Maim. äussert sein Befremden darüber, dass damit eine dunkle Frage mittelst einer noch dunkleren gelöst werden soll, und fugt hinzu: „Wenn aber die Absicht jenes Mutakallims war, einen Einwurf gegen seinen Gegner zu erheben, der an die Ewigkeit der Welt glaubt, trotzdem er die Unsterblichkeit der Seele annimmt, so würde dieser Einwurf richtig sein, wenn der Gegner die Unsterblichkeit der Seele sich ebenso vorstellen würde, wie der Urheber des Einwurfes. Aber die späteren Philosophen lösen diesen Zweifel, indem sie sagen, dass die unsterblichen Seelen keine Körper seien, dass sie eines Raumes und einer Lage bedürften, was ihre Unendlichkeit allerdings unmöglich machen würde." Die separaten Intellecte aber, meint Maim, sind weder Körper, noch Kräfte in Körpern, daher ist bei ihnen auch keine Vielheit denkbar, ausgenommen, wenn der eine Intellect die Ursache des anderen wäre, was aber nicht der Fall ist. Sie bilden daher alle eine Einheit, wie dies von Abu Bekr Ibn al-Säi'g und von anderen, die von diesen tiefen Problemen gesprochen haben, ausgeführt wurde. — Der spätere Mutakallim, den Maim. hier im kuge hat, scheint al-Gazäli zu sein, der gegen die Philosophen, welche die Ewigkeit der Welt behaupten, und Gott als die erste Ursache betrachten, weil sie eine unendliche Reihe von Ursachen nicht annehmen wollen, die Einwendung erhebt, dass sobald sie etwas Unendliches annehmen, sie auch eine unendliche Reihe von Ursachen annehmen können. Unendlich muss aber nach den Philosophen die Zahl der unsterblichen Seelen sein. Es muss aber bemerkt werden, dass al-Gazäli auch des Einwandes, welchem wir bei Maimüm begegnen, Erwähnung thut und ihn in seiner Weise zu widerlegen sucht1). Die Frage von der Einheit der separaten Intellecte wurde von Abu Bekr Ibn Baga in einem besonderen Schriftchen (fi-l-ittisäl) behandelt, welches auf uns gekommen ist2). für sehr klar und für unwiderleglich hält, wass auch den Bemerkungen des Mahn, entspricht, dass der Urheber dieses Beweises diesen für den besten hielt. "Wenn er nicht von al-Sar. ist, so ist es wohl möglich, dass dieser die Lobeserhebungen sammt dem Beweis einem älteren Kalamwerke entlehnt hat. — Maim. wird sich wohl eben aus dem ■Grunde mit der Widerlegung dieses Beweises beschäftigt haben, weil er unter den Mutakallimün als unwiderlegbar galt. Vgl. auch Tahäfut al-faläsifa S. 35. x) Tahäfut al-faläsifa S. 34. 2) Nach Ibn Bäga cod. "Wetzst. 187, Fol. 172b ff. giebt es drei Stufen, welche die Menschenseele nach Massgabe •der Erkenntniss, welcher sie theilhaftig wurde, einnehmen kann. Bl. 177 b. Kiiliil i^Jy^ >oöLS' Uii ^xÄx'ijJi ü5vL' ^Ji g^jJu iüJ^L^il j.'L**^>^l ^Ji *J ^jCi Ju Lr+iÜi ^-ye ^Ji Je>*J ^jt cs^?^ ^^J^ J*** kXS1 Latj u* x^-jj ^j^J* jJb "^^5 vX=>|j Jaäi ^jJi*->j*Ji ^\ &-o^|_j^tJ{ s\^J«$\ äjJI o-j^JZ ÜjJ^l^gii vJU*ö (^XÜ vj^j^ ^AxJb IlXs*^ 0b>jil j^UJJj j.^\üÄ4Jt qj^J »JOj kXg£ >X*-li i}b Jo Ja*)* ^/ oy £o ^buJS jts. pXäxJf oyb DLT ^JSA y UiJo ^Jb y>UJi <y J^ä yj> i^äij kXgj Qb Jüis 6 ^Jö y*J ß^i üt a~ä k\% ^^LsüU ^^.♦il jo^äJ} ^Jlx*s\ Jc^xil Jw+5"i ä^jJI ü5üo oA*iu bes^ jkXäzJ^ Äi5>äJI k\3> ^5 3ÜvX*aä U y5üJ3 lua Ju3LEsK «SJtf L5°W <y ^=hi Die von Ibn Falaquera S. 65 aus einer Schrift des naa pK (1.12k) angeführte Stelle findet sich in der Bisälat al-ittisäl •des Ibn Bäga, Bl. 174b derselben Hs. die ich hierhersetze: u5sL£l&R3 AXxIb J^>tj JJic bP ^b" ^13 .y^Jo ü5^a5 ^ft-ÄJ Ä^ftÄjj (j^bjOi/a j^*" O _J Ui" OOoeiu sX=>lj ^»^b' t^Äsei? f<A5> ^JLn ^aXJI

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