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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 49

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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IRI
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— 48 — Farbe, des Geschmackes, der Rahe und Bewegung, des Zusammenhanges und der Auflösung. Findet sich auf einer Substanz das Accidens des Lebens, so müssen sich auch Accidenzen anderer Art anihr finden, wie diejenige des Wissens und der Unwissenheit1), der Wille oder sein Gegentheil2), die- Macht oder die Schwäche3), die Erkenntniss oder eines ihrer Gegensätze, überhaupt alle Accidenzen, welche einem lebendem. Wesen zukommen können, oder ihre Gegensätze. Der Hauptsache nach besagt die fünfte Prämisse, dass die Accidenzen, die den Atomen notwendigerweise zukommen, einem jeden einzelnen Atom anhaften müssen, so dass ein Accidens nicht nur die Eigenschaft des ganzen Körpers, sondern auch dasjenige eines jeden Atomes ist. Die weisse Farbe ist das Accidens eines jeden Schneeatomes, die Bewegung findet nicht nur auf der äusseren Fläche des sich bewegenden Körpers statt4), sondern auch bei den Atomen im Inneren des Körpers.. Das Leben, die Empfindung, die Vernunft, das Wissen sind Accidenzen derselben Art5). Die dogmatische Bedeutung dieser Prämissen zeigt sich in der Folgenden, nach welcher kein Accidens während zweier Zeiteinheiten existiren kann, woraus dann folgt, dass die Accidenzen, also mit ihnen auch die Atome in einem jeden Augenblick von Neuem geschaffen werden müssen. Maim. erläutert dies an einzelnen Beispielen, die wir aber hier übergehen können. — Die Anschauung ist schon von al-Nazzäm ausgesprochen worden6) und fand sogar die Billigung Ibn Hazms. Bei Abu Rasid al-Nisabüri begegnen wir den Meinungsverschiedenheiten der Mu'taziliten in Betreff dieses Punctes. Der Bagdäder Al-Chajjät und Abu Hafs al-Karmisini sind der Ansicht, dass keine Substanz aus irgend einer Ursache, ausser dem Willen Gottes, fortbestehen kann, während Abü-l-Käsim al-Ka'bi solches wohl für möglich hält7). Ausser dieser Frage wurde auch die, ob die Accidenzen von sich selbst 0? 3_^\j 3 o^Jt 0I ^äit (^Züt (^Aii 4 OjÄiJf «fdt 0t j>>^ o^Jl * 8^j.>5 ^J* *Jl^U> ytf \ gL*-2^ \<5*-*~A biAÄc g^^^f», 2kA+j?U5 Xjuü £/s t -X^j Die Anschauung also, welche Maim. wiedergiebt, ist die der Bagdäder Mu'taziliten, von denen sie wohl durch die As'ariten herübergenommen wurde. *) Masä'il 175a. «obueij _>L£\j jj-^.l q5 2) Das. 204a. IäXäc* »jpJt jL&u CJt j_j.^J ÜA>i CJl ^J> 3) Das. 137b. ^Jcäit J>>^ es^f 4) Masa'il 87b. Damit hängt wohl zusammen die Frage: *6j&ä *6.s>& \6\ äJ£w*/s ^äii iJL^Uci i5iäj &it>J3 v^'Jb «bj^'i Kit f**^JJ 0\ U3-^£ v_^PJ * vj*\hj tjJsLi5.Xj (^lXJ»», i^j^ l-*^»Ji *X=£UäaO L»jJ _~»J>\J$ Sj&VLtj] JOl_>lo5 v«Äiu=> Ux5 otiL5\/> Juvä^Lj Jo L$\X>-i Ik^yfJ^ v_^?J La X^Uo .u^^üJI »jÄJb t5'i-^y i3L> 0I v^>us J**3 U^s ^j'l/ (^ül äiJL^uJJ ^£ 5) Auch dies ist nur die Ansicht der As'ariten, während nach den Mu'taziliten das Leben und das Wissen nur dem ganzen Wesen, aber nicht jedem einzelnen Atom zukommen. S. Maf. IV 74. 6) Milal II El. 195b. vjUs> La Jj" Qt iVs aüj pckül ,X«^a Jl3 i5jä UPwP pLaiJf JUj>U y\ JLS JwPt (jiuu Jj.äJf L\P yüjj iwJou 0? 0 .J c^Ä. JJ" . g.ii gv^^.O 7) Masa'il 28 b. Ui^Ä q-o v_5^Ls> ^1 6 XJlxi L*5.j qj^H j>^^ ^J^^ &Jüwi v3ä, _bU^Ü5 t:j;o*w>üi Lls=uä ü5Jt>j i5lä Jcä^ ^-Läa-j Uäb 0j^>. 0\ j>>^ f»^>üi C)i ^'^Jt ^-i^w^äJI (jö«> vJ'iSj iw«tJvji5 ^olä ^«jü (*J^ä55 v-äUäj CJo £>y>^\ C)Lf

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