Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 13.1895
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
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43 — Für die Stellung der Ejjübiden zur Lehre der As'ariten1) ist die folgende Erzählung Ibn al-Subki's2) sehr charakteristisch. Der Säfi'it 'Abd al-'Aziz b. 'Abd al-Salam al-Sulami, (geb. im J. d. H. 578) der ein so grosses Ansehen genoss, dass er der „Sultan der Gelehrten" genannt wurde, ist von den Hanbaliten wegen seines as'aritischen Glaubensbekenntnisses angefeindet worden. Diesen ist es gelungen, al-Malik al-Asraf, der zu jener Zeit in Damaskus herrschte, von der Wahrheit ihrer Lehre zu überzeugen, so dass er die As'ariten als Ketzer betrachtete. Sie suchten ihn auch gegen den „Sultan al-ulamä/" einzunehmen, indem sie ihn darauf aufmerksam machten, er wäre ein As'arit, der die Lehre vom Ungeschaffensein der Buchstaben und Laute des Korans als eine Ketzerei betrachtet und der sich zur unsinnigen Lehre des As'ari bekennt, dass das ßrod nicht sättige, das Wasser den Durst nicht stille und das Feuer nicht versenge3). Sie schrieben Fetwa's in dieser Frage, welche dann den 'Abd al-'Aziz al-Sulami dazu veranlassten, ein Glaubensbekenntniss zu schreiben. Dies scheint ihm aber nicht viel genützt zu haben, bis einmal der hanafitische Sejch Gamal al-Din al-Husejri den Malik al- Asraf besuchte. Als dieser dem Sultan vorhielt, dass, wenn ein Gelehrter wie 'Abd al-Aziz irgendwoin Indien oder am Ende der Welt sich aulhielte, so müsste der Fürst die grössten Anstrengungen machen, zum Segen und zum Ruhme desselben, ihn in sein Land zu bringen, antwortete ihm der Sultan, er habe in Betreff seines Glaubensbekenntnisses mit ihm eine Affaire gehabt und zeigte ihm die Akida des 'Abd al-'Aziz. Gamal al-Din las sie zu Ende und sagte: „Das ist ja das Glaubensbekenntniss der Muslime, der Schlachtruf der Frommen, die Seele der Gläubigen! Alles was in den zwei Blättern steht, ist richtig, wer aber entgegengesetzter Meinung und der Ansicht der Gegner ist in Betreff der Buchstaben und Laute, der ist ein Esel"4). In fcoige dieser Aeusserung bereute der Sultan sein bisheriges Verhalten und überschüttete den 'Abd al-'Aziz mit den Zeichen seiner Gnade. Die Hanbaliten aber setzten den Streit mit den As'ariten fort, wenn sie untereinander waren, gab es immer Gezanke und Schlägereien, bis es vom Sultan beiden Parteien verboten wurde, über die „Mas'alat al-kaläm" zu sprechen. Vollständig wurde der Sieg der As'ariten, als al-Malik al-Kamil einmal aus Aegypten nach Damaskus kam. Ibn al-Subki berichtet nach dem Sohne des 'Abd al-'Aziz5), dass >) S. M. v. Berchem in ZDPV XVI S. 94 ff. 2) Bd. II S. 363 ff. :f) Die As'ariten lehrten, dass die Atome und die Aecidenzen in einem jeden Augenblick von Gott geschaffen werden» Die Dinge besitzen also ihrer Natur nach überhaupt keine Eigenschaften, nur diejenigen, welche von Gott geschaffen werden. 4) Das Gespräch scheint für die Stellung der Gelehrten gegenüber den Fürsten charakteristisch zu sein, S. 371. 3\ J^üt ^55 0iS lVs>-j \SS> p^LJt JsAt ^\ ^jjj ^>-yJ g^^Jl (Oy^U .iSJULi) &j ^Läa y^Uftjj »O^b ^Jlcj *X>j} »«-^b aüJj* ^J> (3*^ ^IhLJi (^stAjü LüJsJf Vl*^ L*i2^ *j=>-=>3 ^Jt «jläxcb ü-lu>- ^ü->L*Jf $3 *äjl*Jl yu*. ^Ic aa U^Jlc ^_Ä3fci ^LLjJuJI j*z=£>\ »-J-Oj C5^? (J^&ti o^^J '*■■»£.4r- ^-^ip *^ gwc>vo U^a U ^jj>jJi\ qmäjj, ^jA^uUaii jUjäj ^JL^Ji olüXc! L\s> ^Lä» l*sy>t ^yl u^fyi» ,^'u^> j.^> Ojj^üUj v_iy>iJl OLoi ^vas^Ü? ^iwi La ^ii i+l;.} La v^sJi3- ^x». 5) II S. 372. JwaUii ünJU? 0'LbJLJ5 SyOj oiÄjf c,i w£JJ vJL^df ^^waxXjt j£>2 L^U^W? sOLJLÄ^ci ^.yj^ "*JyaJt j^p^ v_Ä£-a-3 ^Jh *Üt ^J> ^y>- La JJj ÄJj*a«-ft Jrt^ [372] oLäXcSK ^9 idit S*=*~j y^ftäSS 8lXS> UFt?" <Lfi *^ **** V^2' fSZs-S^ ^jj^JLi £U£5*-^' |»^L1 &lL*-a oLÄsXO- Ka^JÜI d*} J^f^f i<3^ ij* aL»U£j nJÜ5 ü^^-j ^5^|s CS^9'^ U=ääw> K^rÄSJ ^yibJI y<iJUjl ^UaJlA-Jt E**^ CS^^ >^ iyJ^ ^-»^55 v»>Jo JwxSj uiä L5y>5. 6*