Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 13.1895
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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— 38 — es zwischen zwei Substanzen keine Entfernung gibt, im entgegengesetzten Falle ist er in aufgelösten Zustande1). Bevor nun Ibn Ezra zur Anwendung dieser Prämissen übergeht, um mit ihrer Hülfe das Dasein des Schöpfers zu erweisen, hält er es für nothwendig zu bemerken, dass der Prophet zwar die Wahrheit verkündet und diese durch Wunder bestätigt hat, es sei jedoch nothwendig zu erkennen, wer den Propheten gesandt, wer dieser sei, was seine Beweise und welcher Art seine Verkündigungen sein müssen. Darum ist es auch nothwendig zu untersuchen, ob die Welt einen Schöpfer hat, den wir aber durch seine Werke erkennen können2). Hier folgen Ausführungen, welche mit denen Josef al-Basir's noch mehr als die bisherigen übereinstimmen. — Wenn ich sehe, heisst es bei Ibn Ezra, dass der zusammenhängende Körper in den Zustand der Auflösung übergeht, so weiss ich, dass er seine Eigenschaft aus irgend einem Grunde verändert haben muss8). Denn er ist zusammenhängend entweder seinem Wesen nach, oder wegen seiner Existenz, oder wegen seiner Nichtexistenz, oder wegen der Nichtexistenz irgend eines Dinges, oder wegen eines Agens, oder wegen der Existenz irgend eines Dinges4). Wenn der Körper nun seinem Wesen nach zusammenhängend wäre, so würde er seine Eigenschaft (des Zusammenhanges) nicht verlieren, denn diese Eigenschaft gehört zu seinem Wesen, und mit ihrem Aufhören müsste zugleich sein Wesen aufhören5). So ist z. B. die Substanz eine solche ihrem Wesen nach, daher kann sie nicht aufhören Substanz zu sein. Da aber der Körper in einen aufgelösten Zustand übergeht, wissen wir, dass er nicht seinem Wesen nach zusammengesetzt ist. — Der Körper kann auch seiner Existenz nach nicht zusammenhängend sein, da er sich auflöst und doch existirt6). Er kann nicht wegen der Nichtexistenz zusammenhängend sein, da er sich auflöst und vorhanden, also nicht nichtexistirend ist.7) Auch die Nichtexistenz eines Dinges ausser dem Körper kann nicht die Ursache des Zusammenhanges sein, denn da er gegenwärtig nicht wegen der Nichtexistenz eines Dinges im Zustande der Auflösung ist, so müsste daraus folgen, dass ein Körper im selben Augenblicke im Zustande des Zusammenhanges J) Das. 4 a. *ipy pim nnwa p« ntrtt cp^n kv ^a nanom .pim an»a»a nia'nn »ntt> ^a «in Tiaiom 2) Das. 1. jjnen fiaye ny ^b» hvs nßiai nwa nnio'on jnin minn »a jn .na "po» hpni njnn nan b» -pisa iyc? *cn rntra m» nrwa rujraa inSiti n"j> wasn »a »3bd lim» «Sa. Im ganzen Capitel wird ausgeführt, dass der Glaube an die Propheten den Glauben an Gott, an seine "Weisheit und Gerechtigkeit voraussetzt, die aus der Thatsache der Schöpfung erwiesen werden können. 3) Muhtawi la. «£15 ' f^ZzA °M5 (Jy&l t^^5 USOoJ ^-jXj jJ ^«jL>Ü5 w\>b \*o\^x£>\ v-^jl j*\ "3^ p*^?^ .y>^S5 i5j*a>\Jb 4) Das. Ib. p«-^ £ &*Xc ^\ **>y>2 »t . . . tf* y*^t u5üJ _Jli=U ^li Jaitt q^Ij (jäJjü^I o^o (^'»^Ji LST* Üüajl Uli ^rt^ J^cLsJ J CS* 5) vn Tin» mpn. Der Satz ist entweder so aufzufassen, dann heisst es: „Für ihn gibt es ein Gesetz: dass er getödtet werde" (Esther 4.11), das heisst von dem mit dieser Eigenschaft zusammenhängenden Wesen gilt es, dass es mit dem Aufhören der Eigenschaft aufhört zu sein oder dass es dafür nur ein Gesetz gilt, d. h., es muss immer in demselben Zustande bleiben. Das. Ib. Vjj-s. a\ . , . *Oj>^ &**äJÜ U+&$Lo qj^J q! (jJ^ u^Ju <JN*% O"* CS* Ü^V^ «^-Is i-*r%*x=>3i Ug.«*äij L**£>U vJ^ääj |.L»o^t .ö^JJ \S$J&* (3L^\J|» öy^* ^-*^^s> ^äao L^Jb" ^Lw.>^i taDiyiw! »—«»^j u£i<3 *) Das. v^l^ÜI ij^3 ^Jt Ju»L» 0"bl (L**Ä^U) &aX*J Lau^ua 0_>£j gI \ .O^-yi iüOoü J-^S^J «£JiXÖ vjjb \5jJ».^Ü &aX*J ,<t+Äf>U jj^i uJo