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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 36

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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IRI
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— 35 — Mu'tazilitischen Ursprunges sind bei Hadassi aach die Lehren" von der Wesenseinheit der Attribute Gottes1), von der Vergeltung der Kinder und Thiere2), von der Abwegung der Thaten der Menschen3) und den 10 Classen des Gerechten*). Abraham Ibn Ezra Abraham ben Meir Ibn Ezra's philosophische Anschauungen stehen zumeist unter dem Einflüsse arabischer Aristoteliker und NeupJatoniker, aber es wird ihm auch ein Schriftchen zugeschrieben5), welches einige Hauptsätze des mu'tazüitischen Kalams enthält und in Reimprosa geschrieben ist. Nachman Krochmal hat den Zusammenhang der Schrift mit dem Kaläm schon hervorgehoben und festgestellt, dass die Ansichten, welche in ihm zum Ausdrucke gelangen, mit den anderswoher bekannten Anschauungen Ibn Ezra's nicht übereinstimmen und hat daher die Vermuthung ausgesprochen,, dass Ibn Ezra dieses Schriftchen in seiner Jugend abgefasst haben wird, oder er wollte während seiner Wanderung auf Wunsch eines" Freundes die Lehrsätze des Kalams zusammenstellen. In Folge der von Krochmal hervorgehobenen Momente ist die Echtheit des Schriftchens angezweifelt worden, uns scheinen aber diese Zweifel nicht begründet zu sein. Der Widerspruch zwischen den hier ausgesprochenen und anderswoher bekannten Ansichten Ibn Ezra's fällt nicht ins Gewicht, denn Ibn Ezra war-nicht der Mann eines geschlossenen Systems und weil auch das möglich ist, dass er gar nicht die Absicht hatte, im Schriftchen die eigenen Anschauungen zu Ausdruck zu bringen. Die Sprache des Schriftchens zeugt eher für die Autorschaft Ibn Ezras, als gegen dieselbe, denn die Terminologie ist weder die der Tibboniden, noch aber stimmt sie mit derjenigen der karäischen Uebersetzer überein. Nachdem Ibn Ezra augenscheinlich rau'tazilitische Ansichten vorträgt, und er derartige Anschauungen wohl schon in Spanien kennen gelernt hat, wollen wir hier Einiges über die Stellung des Mu'tazilismus in Spanien mittheilen, und dann über das Schriftchen einige erläuternde Bemerkungen machen. Averroes hat eine Notiz, nach welcher die Schriften der Mu'tazüiten in Spanien unbekannt geblieben sind, diese muss aber nicht sehr strenge genommen werden. Denn wenn auch die fanatischen Muhammedaner Spaniens den Mu'tazilismus und anfänglich auch die Lehre al-As'ari's verabscheut haben, so ist es doch unwahrscheinlich, dass ein Werk, wie Ibn Hazms Kitäb al-milal wa-l-nihal ohne die Kenntniss auch nur eines einzigen mu'tazüitischen Kalämwerkes hätte zur Stande kommen können6) wie er denn in der That solche benutzt hat. Zum Ueberfluss erfahren wir auch durch denselben, dass es in Spanien Vertreter kadaritischer Anschauungen gegeben hat. Er erzählt nämlich7), es habe in 0 Nr. 28. yaaa idbm' »b"\ ib d'Dibk vn nh »a Saa mwaS p «»« vyv """INI ihn Sa an vssih inso» mit?« n»y WBib »m vsresb »inxb \&Bib WBib nan Hin »a by . . . bsn. Aul' eine Meinungsverschiedenheit inntazilitischer Theologen wird angespielt im Folgenden, wo es heisst: nnai« nnspai bzvn »fya nxpa njna unjpaaa "yan na an» q'buh iaa ■ueSiya '»treaan n>pma. üeber die Meinungsverschiedenheit s. oben S. 10. Juda Hadassi ist gegen die Atomistiker. -) Nr. 30. n»n> dtiSk non n«n 'tya niva Sj?i . . . p pma» »Sa p iaa manai nvn nrvai p n»ao ruva piat '«i pts« nniKi aa'cv inj? pai na*i* uyahv *ia»i ,p« nava« oa'p»i. Zu den zehn Bedingungen der Busse in Nr. 31—32 vgl. Ez chajjim Cap. 113. 3) Nr. 33. 4) Nr. 34. 5) Kerem chemed IV, S. 1—5. Das Schriftchen führt den^Titel: natan mnsn naann runjr. °) Milal II 144 a. *J (J> -&>u>UJ v^j^, ') Milal II 146 a. «JLSf Ju^cUJ *J i5Uu f^AX* vj'läoI jS\ ^\ ^\ sJLSjö^ ö^>ß ^^«laäijf »OuxjJ! <y ^j^Xi^uJl qX> 0Lyj ciö^Jj y>U*> (^Äjtt U-o ^L<5 (^a\s-'S\ aOOflpU ^U" jjL* ^j} iüijyLÜ, *$\yi\ ÖJo! »Äi't üül iüc jfX \it liXit kXS> g*£>s Ja» e^jtxJ Uil bu) 'S OU*»SK 0i äüyi öJo-t

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