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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 31

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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IRI
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— 30 — gemacht wurden. Josef al-Basir erwähnt die verschiedenen Ansichten, welche er kennen gelernt hat. „In Betreff der Leiden, heisst es bei ihmx), sind die Leute verschiedener Meinung. Die Dualisten meinen, dass der Schmerz immer böse (unberechtigt) ist und dies führte sie dahin, die Existenz böser Mächte anzunehmen, von welchen er bewirkt wird. Die Magier stimmen hierin mit ihnen überein und schreiben ihn dem Sejtän zu. Die Mugbira behaupten, das Leiden sei berechtigt und führen seinen Ursprung nach ihrer Weise auf Gott zurück. Die Anhänger der Lehre von der Seelenwanderung behaupten ebenfalls seine Berechtigung, indem sie ihn als verdient hinstellen, leugnen aber, dass dafür eine Vergeltung stattfinden werde. Die Bakrija leugnen die Wirklichkeit des Schmerzes und meinen, dass das Kind b eim Schlagen oder in der Krankheit keine Schmerzen fühle, während 'Abbäd al-Dejmari der Ansicht ist, dass der Zweck der Schmerzen sei, den Unterschied zwischen den vernünftigen und unvernünftigen Wesen festzustellen2). Die richtige Ansicht ist nach Josef al-Basir, dass die unschuldig Leidenden für ihre Schmerzen entschädigt werden. Denn ebenso wie die Züchtigung der Kinder nur deshalb keine Ungerechtigkeit ist, weil sie zu ihrem Nutzen stattfindet, also sind die Leiden der Kinder und Thiere nur dann zu rechtfertigen, wenn sie einst von Gott entschädigt werden. Von den Ansichten, welche Josef al-Basir erwähnt, wollen wir hier nur die der Bakrija hervorheben3). Josef al-Ba§ir macht die interessante Bemerkung, dass Bakrija keine ganze Schule bezeichnet, sondern nur die Ansicht eines gewissen Bekr. Es ist aber Sitte der Mutakallimün, eine jede Ansicht ausführlich zu behandeln, wenn auch die Unrichtigkeit der Ansicht im Vorhinein sicher ist, wie sie dies auch mit der Ansicht der Sophisten und der Samanijja zu thun pflegen. Aus anderen Schriften erfahren wir, dass die Anschauung, von welcher Josef al-Basir handelt, die des Bekr, des Schwestersohnes des 4Abd al-Wähid b. Zejd war4). Er huldigte der Ansicht des Ibrahim al-Nazzam, dass das Wort „Mensch" nur den Geist, aber nicht den Körper bezeichne. Mit den As'ariten behauptete er, dass die Schmerzen beim Schlagen von Gott erschaffen würden, and hielt es demzufolge mit diesen für möglich, dass bei Schlägen die Schmerzen wegbleiben5). Unter seinen ketzerischen Irrthümern wird erwähnt, dass die Thiere und die Kinder in der Wiege keine Schmerzen fühlen6). Josef al-Basir macht dagegen >) Muht. 87 b. 3t g*JC: 3 «it ^ji XjjJSJIj <-A* <J> u*Ui! 0\ ^Jlclj gjA^Uii» 0Lb;uCcJi «^sLoli üIsäc^I L\S> u*j^*% oLol y5üJ ^LcJj \£*jp* i-y^ iJ-wJ> |^J<JLäJ5 UjLs^oi», ii£X»-K ^5 ^Xs'jya £j a^Ltotj. K.i.**^> »»vXßiCci j»Ä*»Jb ^» vjyaaJb jjuo 3 J*Lx!i ^1 ]y*£Z> \J-*a iüyLJjj Lä3j Lä^Ua«^) ^.Jjf .l£>_L-i LLoj v_^5|lXJ5 «AP f£\ ^J^. UiOj JsJij aUlä U g^wj^ xj-f& (^) ^W^S 2) Ueber die Ansicht 'Abbäd's s. mein Zur Gesch. des As'aritenthunis, S. 88. 3) Muht. 92 a ff. wird den Bakrija ein besonderes Capitel gewidmet. 4) Fark 85b ff. Irsäd 60b. Houtsma a. a. 0. S. 136. 5) Fark das. »UfO ^Jz plkü! oüUj qLS" «Ajj Ool^Ji Jy^i qj! jJjXSii 3*äJt iSUm! LoL^uaf Oj3|*J5 ^.^jSt s^i (^jJi jwww^fd! O»o 0L*Jb$t 0\ Lm»j £$225 ^Jf &y\s*~ q» S-y2^ ^f0^ (J^U yCj^uJl jS> £j 0i 0t *.bU*Jt KjS OJU. U UojI aö^Xi? ^2 lüjSif o^ü»aj OjftiL, LbÄof «5Jj -IM!>2jS>js ]ythä 0^ o^**"^ »M*^ CS* v3Läb^t Ohne Zweifel sind die D'ntta bei Jehuda Hadassi, Esköl Nr. 96, deren Ansichten mit denen der Sophisten und Samanijja zusammen angeführt werden, mit den Bakrija identisch. G) Irsad, das. *Xjj Joi^Jt o^>( 0^jwJÜL/> ^5 *jyCJl o^Äij Jy>i JJäüu j^xLs yiibu ^ÖJI u5ÜÄ^ Xoi (Ja V ^LiJt D^

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