Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 13.1895
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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angeführt. Nach zwei anderen Anführungen ähnlichen Inhalts wird die Frage behandelt, ob der Körper oder der Geist des Menschen des Lohnes und der Strafe theilhaftig wird und in ähnlichem Sinne wie bei Sa'adja entschieden. Trotz der Berührungen mit Sa'adja ist es auf Grund des vorliegenden Materials doch schwer zu entscheiden, ob David ha-Babli seinen Schriften etwas entlehnt, oder mit ihm verkehrt hat, da sie auch aus gemeinsamen Quellen geschöpft haben können. Baehja Ibn Pakuda Unter den Erzeugnissen der arabischen Literatur, welche auf den Verfasser der „Herzenspflichten" von Einfluss waren1), ist bisher ein Theil derselben unberücksichtigt geblieben, der für die Entstehung der „Herzenspflichten" von besonderer Wichtigkeit gewesen zu sein scheint und von "welchem Baehja vielleicht die erste Anregung zur Abfassung seines Werkes empfangen hat. Es sind dies die muhammedaoischen ascetiseben (al-zuhd) Schriften. Wenn wir auf die Schriften, welche uns auf diesem Gebiete zugänglich sind, einen Blick werfen, so finden wir, dass in diesen Werken, welche zur sufistischen Literatur gezählt werden, aber von den sufistischen Schriften vom Schlage derjenigen des Ibn 'Arubi, oder al-Sa'rawi wohl zu unterscheiden sind, vielfach dieselben Gegenstände behandelt werden, wie in den „Herzenspflichten". In der Risala des Abü-l-Kasim al-Kusejri (st. i. J. 465), in den Schriften des Abu al-Lejth al-Samarkandi, im Manazil al-säirin des Harawi finden sich einzelne Capitel über dieselben Gegenstände2), mit welchen sich auch Baehja beschäftigt. Die Annahme, dass das Buch der „Herzenspflichten" nur eine hebräische Uebersetzung des Kut al-kulüb sei, vou welchem wir nun eine orientalische Ausgabe besitzen, hat sich zwar als unrichtig erwiesen, aber eine Verwandtschaft zwischen dem Inhalte dieser Schriften ist doch vorhanden3]. Auel] dieses ascetische Werk zeigt manche BerührungsjjS j»f yto w*3i3 vXc SJ> ^Läj Uao^ Jsl\ J^>Jo ^1 XirpJf ^ys «ilä J*>Js *£^~S ob'Ls/j jLüf ^xld=\j Jlw-J! .^cj ^JL«./) p& y& kAz. oLa 0'3 pX*^ -^i^u * ÄijÄX*Jfj *) S. Kaufmann, die Theologie des Baehja Ibn Pakada S. 5ff. 2) Al-Kusejri, Ed. der Othmänijja 1304, S. 57. Uj S. 98. UV5^5 vjLa S. 187. X*^WÄ ^Jix AI Harawi, Manazil, HS. der kön. Eibl, zu Berlin, cod. Sprenger 875, Bl. 8a. ÄJ^iit Uu 9b. S^L^jt 10b. j£süj\ LJu 20a. J^ift VW l^b. V'W 27a. £*o\yL'->\ . Von einzelnen auch ascetischeu Werken entlehnten Sprüchen erwähnen wir, Baehja IX 2. cnSxn p mit:» na bi ran? nrensn "ick» 'a cna Al-Kus. S. 72. aJUl JoLüj U OsS>ß\ ^Jj^l] qU.*L« j}\ viläj c«ixan -repi nSiya oixa rwnsn in» na«-» Al-Kus. das. jxaä jS> uii LÖJJ^ ^Ji «A^Jt . . . ^jUs-* (3ü5 Die Eintheilung der Asceten in drei Classen Baehja IX 3 findet sich bei Al-Kus. S. 73. rlr^ ^V*=>t Jöj taSji' siüJii^ ^^.^vit <_\^ jä>2 (nnnion w>p Sa naaa n«tn nan nposi) i5^>u5 t^üäi» ^LÜf^ f!**^ (n»nf?«n p mnu*ts> na bs »ipn . . nwnsn vua wSn» d'smk) Q*s,lxi| «APj jJ^ &1J$ ^.s *x>jüt d-*^ L* Bemerkenswerth ist, dass Baehja die Einsiedler auf die niedrigste Stufe der Enthaltsamkeit stellt. 3) I 75 (j^ä^'t X**»itÄ* jfö S. 245. II 2. ^.blxji ^j^f ^_s.^.; f'üw ».j-i Die Berührungen Bachja's mit al-Cxazäli stammen von den gemeinsamen Quellen. Im Auszuge des Q^LJf ijo*^ des Jäfi'i, ed. Kairo 1301, S. 41, werden folgende Verse angeführt: «£Läi oJj^t La * liß Ujt piytl» ^^jeIm _J Ls> aj^S1 ^^JU l^^J ^ä=> * ^^=5 ^^>5 j.v5 oaJj U * L> Vgl. Herzenspflichten X, 1. Ende. S. auch Kremer, die herrschenden Ideen des Islams, S. 64. 4