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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 25

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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— 24 — wir von den Engeln sagen, dass sie an sich selbst leben, wenn wir auch bemerken müssen, dass sie alle nicht von Ewigkeit her sind, sondern von Gott geschaffen wurden. Wenn auch Gott über eine jede Vergleichung erhaben ist, s,o können wir doch einige Gleichnisse anführen, die beweisen, dass unsere Behauptung, dass Gott lebend sei, aber nicht durch das Leben, richtig ist Wir sagen z. ß. dass die Sonne an sich leuchtet, dass ihr Licht weder erworben noch einem anderen Himmelskörper entstammt sei, wir sagen, dass der Geruch der Myrthe angenehm und gut sei, aber nicht durch einen anderen Geruch, dass das Auge für sich sieht, aber der Mensch sieht mittelst des Augesl), und so spricht die Zunge ohne die Hülfe einer anderen Zunge, aber der Mensch spricht durch die Zunge. Wenn nun Jemand fragen würde, ob wir unter dem Leben, Sehen, Hören und Wissen Gottesdem Wesen nach verschiedene Dinge verstehen, so würden wir ihm antworten dass alle diese Aussagen sich auf ein einziges Wesen beziehen2), die verschiedenen Aussagen sollen nur verschiedene UnVollkommenheiten leugnen. Nach diesen Ausführungen folgt bei David Hababli die Polemik gegen die Dualisten, Christen Mugassima, Musabbiha. Von den letzteren erwähnt er drei Anschauungen. Nach der ersten hat Gott einen Körper aus Stoff und Form, nach der zweiten einen solchen ähnlich dem menschlichen, nach der dritten ist Gott ein Stoff ohne Form3). Das zehnte Capitel, behandelt die Frage, ob die Kategorie der Qualität auf Gott angewendet werden dürfe oder nicht. Ibn al-Mikmäs verneint diese Frage, denn er ist der Ansicht, dass von Gott keine Accidenzen ausgesagt werden können. Ausgenommen die Christen und Mugassima, sind auch die Bekenner anderer Religionen hierin einig. Das sechszehnte Capitel4) wird wohl den Titel pjnsm niD73 geführt haben, was dem arabischen v^lÄjtiij Vi^-N eutsprechc11 würde. Der Inhalt zeigt viele ßerührungspunete mit den Bemerkungen des Sa'adja im entsprechenden Capitel. Auch David ha-Babli ist der Ansicht, dass die Belohnung- und Bestrafung in der zukünftigen Welt von ewiger Dauer ist5). Ausser einigen einleitenden Bemerkungen hierüber besteht das ganze Capitel aus Citaten aus Schriften, bei denen es auf dem ersten Blick klar ist, dass sie von Mu'taziliten herrühren. Er erwähnt die Ansicht eines Gelehrten, dass der Lohn der Gerechten zwar ewig, aber die Strafe der Bösen wegen der Barmherzigkeit Gottes endlich sein sollte, welcher Ansicht wir auch bei Sa'adja begegnen6). Ein anderer Gelehrter machte noch lbn al-Mik. die Bemerkung, dass wenn die Strafe der Bösewichter eine endliche wärer weil sie und ihre Thaten endlich sind, so müsste auch der Lohn der Gerechten ein endlicher sein, ein Einwurf, den wir bei al-Guwejni wiederfinden7). Wir begegnen auch einer anderen Anschauung, welche, von Sa'adja mitgetheilt wird und mit der er die Ewigkeit des Lohnes und der Strafe begründet8). Aus einer mu'tazilitischen9) Schrift werden zehn Gründe für die Ewigkeit der Höllenstrafe *) S. 80 Z. 7 nach dem Worte nS nsm: scheint ungefähr Folgendes ausgefallen zu sein: nun pyn» iöiu pi nn n*»n ro nS runra «vw mrw ]»p »Sa noxpa. 2) Üeber die Stelle s. Kaufmann, a. a. 0. S. 39. 3) Al-lgi S, 17. ^Jt J-j'lÄ*^ j»^ p&l j£> J^sis iß^äs» j2> yiS K+^äJI^ Al-Sarastani-Haarbrücker, I S. 115 f£ *) S. 151. 5) S. oben S. 20 A. 6. 6) Amanät 272, Z. 2-4. Ibn al-Mik. S. 152, Z. 11—15. 7) S. oben S. 20 A. 6. 8) S. 152 Z. 19-25. Amänät 272 Z. 5—15. VgL auch David ha-Babli das. Z. 36—38. ,J) Dies geht besonders aus folgenden Worten hervor: tbim wraoa nB»m nsa^i -yh D"p «in Tnrani s*raan '3 tsmcTixa nsAi iyb -a>v pjne «aa V^sh a»n toni wo»?1 wvna Milal II 60 a. ^J>^ ^J» «A*^o yi\ JiS- ÖjjwZ ^^Jlc!ya/> ö'uo 0t ^5 K+xi jS^ ÜUfcLtj \JiS aJJÜ \jj*y* y^-J SjAxXil ^^^o ^5 i^jju ärjU? <Ji3 ji *J *j{uS 0'ii jJ^v> j^s UL*x v^»j IJIj UL^9 omj f& yUXSt.

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