Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 13.1895
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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— 23 — während Dirär b. 'Amr und die orthodoxen Theologen mit Berufung auf die Worte des Korans angenommen haben, dass wohl nach dem Wesen Gottes geforscht werden könne. Das Leben, Wissen, Sehen, und Hören Gottes, setzt fort David ha-Babli, ist nicht von der Art des menschlichen Eigenschatten, die wir mit diesen Worten zu bezeichnen pflegen. Denn das Leben des Menschen hat einen Anfang und ein Ende, das Wissen muss er sich aneignen und mit seinem Tode verschwindet es, überdies ist es beschränkt, dem Irrthum und der Vergessenheit unterworfen, was bei dem Wissen Gottes nicht der Fall ist. Das Sehen und Hören Gottes geschieht nicht mittelst der Sinne. Freilich kann jemand den Einwurf erheben, dass wir dann unter Leben, Wissen, Sehen und Hören mit Bezug auf Gott etwas ganz anderes verstehen als im gewöhnlichen Sprachgebrauche, aber dieser Gebrauch der betreffenden Ausdrücke ist doch berechtigt, denn die Eigenschaften Gottes unterscheiden sich in dem Masse von den menschlichen, wie der Schöpfer vom Geschöpfe sich unterscheidet. Um das Verhältniss Gottes zu seinen Attributen, die wir von ihm aussagen, zu verstehen, müssen wir Folgendes erwägen. Entweder wir nehmen an, dass Gott lebt durch das Leben, d. h. dass das Leben ein von seinem Wesen verschiedenes Attribut sei, oder wir sagen, dass er lebt, aber nicht durch das Leben, was besagen will, dass das Leben eine mit seinem Wesen identische, von diesem nicht verschiedene Eigenschaft sei. Die erstere Annahme führt zur Ketzerei, denn wir werden durch sie gezwungen, ausser Gott ein von Ewigkeit her Seiendes anzunehmen, wie dies in der That die Christen thun, welche behaupten, dass Gott lebe durch das Leben, dass dieses Leben eine besondere Eigenschaft sei und der „heilige Geist" heisse, und dass er lebe durch die Weisheit und dies sei „der Sohn". Zu solchen Annahmen werden wir aber im ersteren Falle hingeführt, da wir erwägen müssen, dass das Leben entweder endlich, oder ewig sei, die Anschauung aber von der Endlichkeit des Lebens Gottes von allen Parteien einstimmig verworfen wird. Wir werden also die Annahme als richtig anerkennen müssen, dass Gott lebt, aber nicht durch eine besondere Eigenschaft des Lebens, sondern dass das Leben zu seinem Wesen gehöre, und wie sein Wesen ewig sei1). Dies können wir von Gott ebenso aussagen, wie von der Seele, die durch sich selbst, ihrem Wesen nach, an sich lebt, während der Körper des Menschen nur durch etwas anderes lebt, oder wie. Xjö ü5üö Die iLoUil LjLr^Uot wurden auch von Josef al-Basir widerlegt. Muhtawi 53 a heisst es: V-Ws* wäi' ^gilsü y? Uißxi ^1 K.si/o aj 5~Coi iLoLJI OLs^ot dys Lülbjt ÄÄJ^bJl o^X^Jj . vX=»| J»y q/j ^Xci s-w-sLu iol /*-~^ Frankl meinte, Kjjj'^Ü sei die Bezeichnung einer Secte. S. Ein mu'tazüitischer Kaläm S. 26. x) Diese Ausführungen des Ibn al-Mikraäs werden durch folgende Aeusserungen Ibn Hazm's als nnrtazilitische erwiesen: Milal I BL 141b. je *JJ fJUJt ,j£Lbl *Jj**+ftJ jj-r^r* aXtt ^J> <j*UJl ^Jt)^>) (*3 ^) U.Le £-j aJU LrLXJ\ ^Jw^w. Jjü ' J^äj O" iüt aUaw Uijj KäjJi5> ty-*?** j& Uii P^jI^Va^Ij äj,**^ua ^jj &L'I Jvac ^jJ vX».^.^ ^X^Ü5 ^LkPj o^**3 ^.z>- jjä s^yP v_£jU>5 p$ 1;L>U ... nJlc ^LijbLjj sU^JLs- ^6 Uju— v_^j.Lsui c>._\.r?wo «j* jsJCf ^s. yP «j* aJUI ^JLä <J äJUJ jJU JOaJI Jo?i a<o Uuyb d£* äJUJ y% J «JL5f ^JLc iuiÄsfg v-^UJj JuJ^iJ »iti yP *s X aJÜl yP ^j)J>\a dß Das. 151b. Jus ' äLcSÜI p^LO A%-(J?^Üi £5j ^■3iA^ül. JUftK ^> 0i ^JO^K D? ^JUlä JLS ^sii ^" t\j '=^i?Jf vs**Jf ^y* JoüJl Jwbj " Uli ^^s» jJtfla . äU^U ^> Jo o3J^*^ ^5 {jr>~ C5^^" J^5 O*4"^ ^y? S. auch Goldziher,, die IJähiriten S. 155 A. 4. -