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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 19

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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IRI
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— 18 — Sa'adja bespricht auch die Frage, ob Lohn und Strafe den Körper, oder den Geist treffen werden, „Wir sehen, heisst es, bei ihm, dass die Leute in Betreff dieses Gapitels viel zweifeln. Der eine meint, dass Lohn und Strafe nur die Seele treffen, ein anderer wieder, dass dies nur mit dem Körper geschehen wird, ein dritter und das ist Benjamin al-Nehäwendi, denkt gar, dies werde bei den Knochen der Fall sein. Trotzdem, dass Sa'adja Schriftstellen anführt, welche allen diesen Ansichten zur Stütze dienten, so steht es doch ausser allem Zweifel, dass es sich hier um Anschauungen muhammedaniseher Schriftsteller handelt, welche dann unter den Juden Anhänger gefunden haben mögen. Es war nämlich eine von den Mutakallimün viel besprochene Frage1), ob das Wort „Mensch" nur den Körper, nur die Seele, oder beide beisammen bezeichnet. Die erste Ansicht vertrat Abu-l-Hudhejl al-'Alläf, die zweite Al-Nazzäm und auch die dritte Anschauung hatte Anhänger. Es ist klar, dass dieser Streit dogmatische Folgen hatte. Je nachdem, wie der Gebrauch des Wortes „Mensch" als richtig anerkannt wurde, ist auch die dogmatische Frage entschieden worden, ob der Körper oder der Geist das Object der Belohnung und der Strafe sei. Auch die Frage, ob das Lebensalter (Jo^t) des Menschen nach Massgabe seiner Thaten von Gott verlängert oder verkürzt werden kann, wird von Sa'adja untersucht2) und auf Grund biblischer Erzählungen entschieden. Die Frage wird in den meisten Kalämwerken ebenso behandelt3). *) Milal II 200a. Uil aüt XäSlLj c>^ÄXs £Üj JJ [U] yjjjf <_äJlXi>i 4 0U*o"b5l £k£>\ fjtJüäS csJle <cS>j u*jJ i>3\ KsjJd v^A5. c_sU*Jt J^A^ (ji*> &ß g**^! Jo~.>\Ji (_J^. £.SÜ y\ £ßj ^iJl ^JaXßiS' Law 'U^jjU ^s'j iwi( KälJa u^öj j»L£uJt fi?^ & 0^ 1 \jua (jaLyJtj oj»-»*Ji Nachdem Iba Hazm die Beweisstellen für diese Ansichten aus dem Koran und aus der Tradition angeführt, schliesst er: Löj! ^üjj J^-^Jl ^.c> (j*-aiJf js'j ^LvJ^II c^xS .Xfis CJLw^J^i itX? C5ä3! bj&Xz ^^ot^jc^b« U&JS U=jI j^üJt O5o jw-^>üt pxjjj} ä^'k-Ji^ V5"^*^ qUmJ^I LT^j J>w*C>- L-^L*Jl ti\£ oywc4.JÜ •3$-ßi5 ^jJr&iiiAj UiÄS Ijlä ' .Xam^J^ (j^äJJ ^Jlc £»J ^5 \it Jli Lcjj Jo*^\Jl 0+J> (j^ftJt (^"^ O^SÜt q_jJ> y^äiif (j*»a^l ^,3^ LJ^c ^Lwo^i LzaS ^yLtt o^aJÜt aüjfli < ULi^xji äJU-j» S. auch auch al-Gazäli, Tabäfut al-faläsifa S. 87. Mafatih V 643 ff. werden die hierauf bezüglichen Ansichten in eingehender Weise besprochen. Von der Ansicht, nach welcher die Seele ein Accidens sei, welche der Zusammensetzung der Elemente zukommt, heisst es hier 646. .tlsb ^c^w^ ^L-btäM jj?.»> t^js 4 Xj^otjj ^CjjäJI ^^*vw>ÜI i3j3» (j^aXlt Die meisten Sejche der Mu'taziliten waren nach Fachr al-Din Bäzi der Ansicht, dass die Bezeichnung „Mensch" bestimmten Körpern zukomme, welche die Eigenschaften der Macht, des Wissens und des Lebens besitzen, das Leben ist aber ein Accidens. Sie leugneten also die Existenz des Geistes und der Seele. Die meisten Philosophen sind nach ihm der Ansicht, dass mit dem Worte „Mensch14 weder ein Körper, noch etwas Körperliches bezeichnet wird. Damit steht im Zusammenhange, dass sie die Existenz der Seele und eine geistige Vergeltung im Jenseits angenommen haben. Von dieser Ansicht bermerkt er dann: <—^&3$ ^3Usü$ Josls- ^\ ^Aitj ^LfcftAO^I v_cljJi ^Uit g^-iJi J^Sw* ^a*L**J! pULc ^j* »«^kg q/«» J^äUJ gwjk-CöJf p$> vAÄc «^.fi'UJf Qyflj ^-tüL-j^Jt JLc j+jw üLjüt+Jl -cLOsi' ^y8j *JJt U^=>^ Kr-U> i^yalj^J! Bemerkenswerth ist noch die Ansicht des Thäbit b. Kmra: (j—äjJi *y> c^jIS" qI^j vJ^^Ij öj^b oLwaJS» ülj^ »^»iU-w jüüjtÄ^ l^ii .^JyJÜ äjfXxi y-^ftiit »ü^i^ o^y*^ KjjUs» qjJCj 2) Ajn. S. 2, 3. ") Josef al-Basir, Muhtawi 165 a. g*sj Aä. ä.j^> ^Loj ^>**Si\ ^>-\ ,^äi! ij^Jj

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