Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 13.1895
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2273546-2273571--0469-2274237- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 17 — 2. Feuer; '6. Luft; 4. eine aus zwei Theilen bestehende Kraft, von denen der eine, der denkende, ewige, und der andere der thierische ist; 5. die Seele besteht aus zwei luftigen Substanzen, von denen die eine innerhalb, die andere ausserhalb des Körpers ist; 6. die Anschauung Anan ben Davids, nach welcher die Seele das Blut sei; die siebente ist die eigene Anschauung des Sa'adja auf die wir noch zurückkommen werden. Durch Ibn Hazm1) wissen wir nun, dass der Mu'tazilit Abü Bekr b. Abdalrahmän b. Kejsan al-Asamm die Existenz der Seele überhaupt leugnete, Abü-l-Hudejl al-'AUaf sich der Anschauung des Galenus anschless, nach welcher die Seele ein Accidens sei, nur meinte Abu-1- Hufjejl, die Seele sei ein Accidens, wie andere Accidenzen des Körpers, während Galenus die Seele als ein Product der Säfte des Körpers betrachtete. Nach der Ansicht des Abü ßekr al-Bäkilani und anderer As'ariten ist die Seele der Athem, den der Mensch ausuud einathmet. Ibn Hazm erwähnt auch die Ansicht, nach welcher die Seele eine untheilbare geistige Substanz sei und die der meisten muhammedanischen Sccten, nach welchen die Seele ein Körper wäre. Aus diesen Bemerkungen Ibn Hazms, denen er seine Widerlegung anschliesst, folgt, dass Sa'adja nicht nur die Anschauungen alter griechischer Denker, sondern auch solche muhammedanischer Theologen vor Augen hatte. Die siebente Ansicht, welcher Sa'adja eine Erklärung von Koh. 3,21 vorausschickt2) hält er für die richtige. Nach ihr ist die Seele eine feine Substanz, die noch höher steht an Reinheit, als die der Sphäre3), deren Wesen durchaus nicht den Sinnen entstammt. ') Mild II 204b. ^1 /Si 0-^ÜI Js ^iJÜi sjA+sA Jm^/> JjJn^ ^wj-lJLs- ^Läj ^Jj^su »syjsLü Lo v3j» ^w^aiit JJJA ^^Jl Q^-*t^ Qf JsJ^^ü (j^JLJuä- UJjC>l (jo)f$\ (jfcys ,j~äJÜ5 O^lxJl JoJ\^it ^yi J^>U J^>U ,313 p**&S\ {jo\jtt\ ij&jSi ^5? Jo>A^Ji .31% Jw>üt Jaül>f cy* ^. JJsÜtj J^>|jJt ^»-y*UJl [jp 0w«-ä-Uii üäjLb «oJLij autiJj v^äii t-ÄS1 KjjS \ja** ^Jt ^w^juJu^d ^yO ÄJtAJ (^^^M i^jj Ij^j y-Äijt jfS. JiÄ5 SLc^-St j% {JOjS. ^.yfj ^Us y^ÄÜI ^«^üJU ^5 ^> ^JLtx. (jcjii i3ji? LgJ IxOjC bl_5 oj»*jJ £>y>- ^w-ÄjJt XäjLb c^J-äj Xjyt^f J**" ^5 iW* 4^ oLmJ^! <^rV W3 ^äaj 0UC*. (jöJjC o"***^ O* s/-*^ fbL^I I ^S>\ yLw v-^^ Xj^ÄJfc3 J-b«ft ^JlxJl ^5 XiyaXÄ üliLe L^ii ^1 t^-IvX^ ^L*>-i^)| o**^ ^XmO>JÜ ÄÄj_*a^a Sj£*/> X^5>- qLCo OÜ L$Lul*3 ^s>fj c^*^ Ö^!*** {J-*-^ ^' O-**^ o') LT*^ Js-^^va jLä oUUäI^ "Wie in der Begründung der hier an erster Stelle erwähnten Ansicht heisstes auch Aniänät 189. ^ä^j. Iä^j Cv? j^iXÄ 0t 2) Amänat S. 192 Z. 3 v. u. ist zu lesen: f>\ pfifft ^J<c. ^L-Ö^l? 0-ÄJÜ Jwc=ä JJ5 0f 3) Die Ansicht des Sa'adja steht der al-Nazzäms am nächsten, wie dies aus folgenden Bemerkungen 'Ahd al-Kähir al-Bagdadi's erhellt: Fark 50b. p^>- j?*, ^LmÖ^! ^uia SLuüif 'i^Ux^äi^. ^J) Ki\ je3 J^^>Ü? LV^i KxjU!mJI »U^üt ^> ^.^yt &Jjä v_Ä,y^i5 j»*äJ| JsJ>\jö v-Ä-^bi 5 oUaÄxi oJjCj^wfl ^xi. Jo>^ ^y>- Xiji-'^xJI ^JLc Jo*c^ÜI Dass hier die Seele mit bezeichnet wird, darf uns nicht beirren, denn den orthodoxen Verfassern der Sectengeschichten kam es auf die Anzahl der Ketzereien und nicht auf die Genauigkeit des Ausdrucks an. Bei Ibn Hazm an der oben A. 1 angeführten Stelle wird in der Darlegung derselben Ansicht auch der Ausdruck j^?- gebraucht. "Wahrscheinlich eine Abweisung eines Punktes in der Ansicht al-Nazzams enthält die Bemerkung Amänat 190 JbLö^ iÄXäXcf UaJ Jaii- ^J>y .tgjüfjs^j L^XxAjj (j*#5j-S=Ut 3