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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 13

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273571--0464-2274232
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— 12 — Sa'adja an seine Attributenlehre die Polemik gegen die Lehre von der Trinität und seine Angaben stimmen vollkommen mit dem überein, was die muhammedanischen Theologen von der Auffassung der Trinitätslehre mittheilen1). Diese erwähnen nämlich ebenfalls die Anschauung mancher Christen, nach welchen unter der Person des Sohnes das Wort, das Wissen Gottes und unter dem heiligen Geiste das Leben zu verstehen sei. Auch in seiner Erklärung der anthropomorphistischen Ausdrücke der Schrift iässt sich der Eänfluss der Mu'taziliten nachweisen. Von Abü-l-Kasim al-Ka'bi berichtet 'Abd al-Kähir al-Bagdädia), er habe gegenüber den Mu'taziliten von Basra behauptet, Gott sehe nicht die Dinge, sondern kennt sie, während jene behaupteten, Gott sehe zwar sich selbst nicht, aber wohl die Dinge. Ebenso meinte al-Ka'bi, Gott höre nicht, aber er weiss Alles, was gehört wird. Er leugnete mit al-Nazzäm den Willen Gottes und erklärte die Stellen des Korans, wo vom Willen Gottes die Rede ist, es sei damit das Thun und das Gebot Gottes gemeint. Mehrere Beispiele dafür, wie anthropomorphistische Aeusserungen von muhammedanischen Theologen8) aufgefasst wurden, finden wir bei al-Guwejni. Nachdem dieser As'arite ist, v_^SÖ oU*aM v_^S>iXJ! ti*-S> i5L3 . . . oiOj>j_«Ji jjL* ÜIäj Xj! La yi&ü . cki^ii Js^>U (JoiX^ft S. auch Kaufmann, Attr. S. 309. Irsäd 17b. i^äil ^ic JUjJü^it bLläÄ &J Joya jS\ä ^J'Lc Lg)M <~*£>j** oU*aiLa ^JLaüf oLol ^5 f&zty c^äJUi>t oliäJt pjj^blf ^y» iUjJsJiJl ä^vXsJjj fJJü»if rJ^»i|5 acXS5 Liüä ^cy>! »jLü j-*^} ^*JLc ^> iol q^^jLä ^Us olft^ail ü5Ulj» aj'lftAS iJLo ^^le 2Ü^Xi okxJU ^jIx^ÜI qj! ^Läj a*wäÜ aJ XäjU* (.LXo^if {j^'i-Ji c,i ola^nii oÜü o-^5^ V^^J V^S .ä^mäxJ JJjü jOlä ^JLc ^> ^Jy& In welchem Masse die Anschauungen des Sa'adja jüdische Schriftsteller beeinflusst haben, sehen wir am Beispiele des Kajruwäner Talmudgelehrten, Nissini b. Jakob, der in der Einleitung zu seinem* me^nn '^ipa ho nneo sagt: „gelobt sei der Gott Israels, der seinem Wesen nach weise ist und seine Weisheit ist nicht Etwas ausser ihm, der allwissend ist und seine Allwissenheit ist nicht erworben". Auch die folgenden Sätze enthalten mu'tazilitische Anschauungen. Er schliesst: „der keine Gebote erlässt ohne früher (dem Menschen) Kraft verliehen zu haben (sie zu erfüllen)." Das ist ein regelrechtes mu'tazilitisches Glaubensbekenntniss. Der Einfluss des Sa'adja gibt sich auch kund in einer Erklärung, die er zu Berächöth 82 b gibt, wie auch in einem Responsum dogmatischen Inhalts, mitgetheilt in Heilberg's moyi 'jjos 16 a ff. Das. 16 b ist für »To1?»» vhyh zu 1. nnäte vhyh*. *) Irsäd, IIa. XS^S v-^JLj ^y>- ^s. ^Lsüj &iLsWw ^uil ^LsuJl v^^Jj v_^U Oj.>J5 cm*** f^*^5 SW^% fA^t Jj*>> 0lr ,.^L<3i iUbüu oy«J % (j^^-äii ^.3JJ älx^Üi O-Jj*"^ O*^ fJL*Jl ^jjlc s-auch Gutfcmann'a-a- °- s-107 ff- 2) Fark 71b. jdtt {*£J0a qaJjaoJI LgJL* s^J^ ^^»1 jü^CjtJf ^yi ^^^AjjXiJi v^JL>j 0t ^^3! Dt Uf *~J6 ci j^lj ^^Ij rU^^I| £>' idit &Jj5 j.L^JÜt j-öj »j-oüj Ä»M^äJb a-*ic c^** t öj!^ ^5 c5jrf ^» c>^*uJ l?-*-*^ o*^^ cr51^ ^H^W^'Iji pUoJÜ|$ ^5^*^! ^J"^.....XüjJi^ÜI ^JLc Lil zJLjcs züi »Usui äLü ^y» oy Jw^ j_c äJÜI 0i JoJi aoi Xä-üj^Üt Sjy jdü .xj »y«! *ii »Lot^ ^Us »JkJLt ö\J *J5 iölj S. auch Kaufmann a. a. 0. S. 62, 150. 3) Ueber die Aeusserungen Ibn Hazm's s. Goldziher, Die Zähmten S. 143 ff.

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