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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 8

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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IRI
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Durch Ibn Hazm erfahren wir, wer der Urheber jener sonderbaren Ansicht war, dass die Träume Wirklichkeit seien, auf die Sa'adja in seinen erkenntnisstheoretischen Ausführungen anspielt1). Es ist dies ein Schüler al-Mzzäms, Sälilj Kubba, von dein wir sonst sehr wenig wissen. / Der Versuch Sa'adjas, die Speculation der Mu'taziliten im Judenthume zur Geltung zu bringen wird wohl bei seinen Zeitgenossen einem Widerspruch begegnet sein, wie dies aus folgender Stelle2) hervorgeht: „Wenn aber Jemand sagt: ... die Leute verwerfen ja diese Kunst (der Speculation) und es heisst bei ihnen, dass die Speculation zum Unglauben leite und zur Ketzerei hinausführe; darauf antwortete ich, dies sei nur bei ihrem Pöbel der Fall, wie du denn auch siehst, dass der grosse Haufe dieser Stadt glaubt, jeder der nach Indien reist, werde reich und wie man sagt, dass manche von den Ungebildeten unserer Gemeinschaft glauben, dass ein dem Drachen ähnliches esen den Mond verschlinge und daher stamme die Mondfinsterniss.w Man berief sich also ohne Zweifel auf die Muhammedaner, von welchen die MutakaEimün verketzert wurden3) und dem gegenüber meint Sa'adja, dies thäte nur der grosse Haufe, der auch sonstigen abergläubischen Vorstellungen huldigt. Schon in der Einleitung giebt Sa'adja zu verstehen, dass er der mu'tazilitischen Schule angehöre, denn in der Bezeichnung ^aXs^JI *cL>:> liegt eine Anspielung auf Mu'taziliten, was zu erhärten wir noch Gelegenheit haben werden. Auch manche Ausdrücke und Beispiele4) zeigten es seinen Zeitgenossen in unmissverständlicher Weise, dass die Schrift die eines Mu'taziliten ist. Das. 149 a. uJU ^Iao* Kiy> jJLstit ^J. xj*^l *il ^e.-j y+x* 0<J3 Fark 61b. ^w*^Üt (j^fi* J^^j' xSj^vit qLj iüjä (j+Zx+ti y£j C5^) ^^»^ q>> xÄuiaftitj dy> Lvp. C5iüit (J\ ^\ a/> w «£ys\jü j^äÄ a3ü5 ^Jäji c,üCJ\ \ ^\ 0>XJr [jo\f&\ SLii sL&s j»| j.3> J^> X5^>dt ^Ji iJLä 0j.diJC*jt v-äIäsJj \**fti ^J> jP+ ^J> vX^-j-J L£il *5^>Üi Ci^ä. ^J> <Jo\jS^&\ QrA^ v^sJb^j jtf^dt 0\ j'ö a* ^3 rUhJt ^Lä auj ^JuiJt 4^1 \ JJiJüÖ 0üCJ5 JuJvii Ij^j C)üUii <y D^ A3< L^l ^LÜ! DlXJi <y r^ J> J^oäS itf^Jt ^Lä ^jx.£$\ ^j! LLs^ii Jlä iujtj ^ju^fÜJs 0üCJt <y ius (J>^i es* -^-5 ^r*^5 <y a^ Uäx>5 .^jsjjy? *) Amänat 16 Z. 6. Müal, Bl. II 175 a (I. x*js) a^ö gJ«*> w^>J Jv^-s^ j-^ S^s L»3jÄ r^LXH (JmJjo^ü jP» KJ?\) O** CS* ^->^ ^5jJ p'^^ ^*+^> .^^uaJb u>äJt vj5üJ **y>t &Üt ^li gälit Kubba wird auch Fark, Bl. 40 a erwähnt. Heber die Frage vgl. auch Masa'il, Bl. 79a. 2) Amänat 2. 3) Mit den Worten iüjwVjJl ^jl ^-^J^ ^5 {$3y£ Jö^> (*ÄXÄ.ej werden Aeusserungen über den Kaläm gemeint, wie diejenigen der ältesten Iniäme, Ober welche s. Zur Gesch. des As'aritenthums S. 84 ff. Fachr al-Din Büzi, Mafätäh al-Gejb ed. Büläk I 264. ^.Ooji oujü JoJj kXfl» JOLcj Küt al-Kulüb I S. 137. j^Jojj c^ÜGb {Xxl\ ^Sh ouyj ji\ »lö ^1% SÄ3Üj j.^LXJt JJ>t pUlc J^-^l Al-'ikd al-farid, I S. 213. XäJüJt fjL^o Ää^JUib croJi 4) Oi-^J^ £Jotil Jjcij» S. 13 vJjJ^Ji ^jL^cää^^ JJ^» Jafli ^Uöbl \ JJic La *jg> OcX^Jt ^.l*.2äjw[5 Bemerkenswerth ist der Ausdruck jüä*l\ üeLUo S. 1; 20; 38. Sonst wird der Kalam mit jjlfc ^^XX*«^ /^äJI bezeichnet. So ist auch bei Josef Kimchi npin '0 S. 12 für Snon hm näiS« a^y zu lesen.

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