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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1895-01-01 · 13.1895 · page 6

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
13.1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Sa'adja b. Josef al-Fajjümi. Al-Mas'üdi1) und eine angeblich von Maimonides herrührende Notiz2) erwähnen eine ganze Reihe jüdischer Mutakallimün, welche es so recht anschaulich macht, dass der Gaon Sa'adja Vorgänger und Zeitgenossen hatte, welche sich mit denselben theologischen Problemen beschäftigen, wie er. Sie zeigt aber auch, dass Sa'adja mit seinen Schriften einem tief empfundenen Bedürfhisse entgegen*, gekommen sein muss, was seinen ausserordentlichen Einfluss erklärt. Es ist nicht meine Absicht hier «ine neue Darstellung der Anschauungen des Sa'adja zu geben, sondern nur diejenigen Ansichten hervorzuheben, welche den Einfluss des Kaläm zeigen und manche seiner Andeutungen zu beleuchten. Im Jeziracommentar des Sa'adja begegnen wir nicht dem Einflüsse des Kaläms, es sind durchweg philosophische Anschauungen, die hier bei ihm zur Geltung gelangen. Vielleicht ist der Grund davon darin zu suchen, dass Sa'adja erst im Irak in die theologischen Bewegungen des Islams eingezogen wurde. In umso grösserem Masse ist aber dies der Fall bei seinem religionsphilosophischen Werke. Im Grossen und Ganzen folgt Sa'adja wie dies schon bemerkt wurde3), auch in der Anordnung seines religionsphilosophischen Werkes den muhammedanischen Dogmatikern. Es werden diejenigen Capitel vorangestellt, welche vom „tauhid" handeln, diesen lässt er dann die mit der Frage von der Gerechtigkeit Gottes im Zusammenhange stehenden Capitel folgen4). Zum Theil thun dies auch die As'ariten5) bis auf al-Gazäli. Auch darin folgt Sa'adja den Mutakallimün, dass er in der Einleitung seines Werkes gleichsam die erkenntnisstheoretischen Voraussetzungen seiner Glaubensansichten behandelt6). Manche seiner Bemerkungen lassen sich hier mit Hülfe der uns zu Gebote stehenden J) Kitäb al-tanbih in Prairies d'or IX S. 369. In der Ausgabe von de Goeje S. 113 u. ff. -) Münk, Guide des Egares I S. 624. S. auch desselben Melanges sur la Philosophie juive et arabe, S. 462 ff. 3) Guttmann a. a. 0. S. 133. ') Maginü' BL 5 a u. ff. lieber den Rahmen eines nm'tazilitischen Kalänvwerkes gibt am besten Aufschluss dasselbe Werk 12 a. (.jL U 3jt Ul*> u»LJt!jj> JöJ> t ^iP^y^ L-y-^ LgJ Jo oL&XäJJ a\ ^UJlj £J tSS\ (J\ vJüjIatt oLSi l^i iö**^> £yo\ iOjyw ^sKJt yn sjjz awkäi ufu L> ^jtjiJj *i v-^ij ^dl oLäaoJI övX^uJl \Ss> aüL^oUu La v^JL^ öj^u> | CKZ>\ ^.5 oU*oit a<3c? ^J> aüi ^-^aL^ÜIj (O^IL^Jt fjsxJ ijS} ^J> iuJLc ol 9j,o1\ *^J! Ljlotj Läi ,j> ^Liu Das. 118a. JJ" *JLt j^Xj Lo KJUs* ^J> vjü ' ^3JoeJt ^J» oJSJ Dl Lais «V-Jt^l Zxjß A^JäXXc ^5 Vj*?^ er* g/^» V1*? J^Oj U, obLoüt w &JLÄ vXxjüj Lq ^J> Lo^ir Oyo 0« Lq|j i3Us3t rüG>! <y L&r 0yCJ D* U, y£Ji (jiaxJ JwiO Ua^j ^-*2J^ La_^ (^JUäj iJUl oLüj U>3 Lo^ qj^J Lafj y£J 3o « i^Jotib jS> (j»^jJ La ^Uä^L aJLaJ^ i^j Jota ynjti 5) Z. B. al-Gnwejni im Irsäd s. das Verzeichniss der Capitel in Cat. Lugd. IV S. 237. 6) Ueber die erkenntnisstheoretischen Anschauungen der Mu'tazihten s. ZDMG XLII S. 607 und Masä'il BL 155 b. ff. Auch bei späteren Mutakallimün begegnen wir den drei Quellen der Erkenntniss; j-t-^js JJütify^^dt so bei Fachr al-Din Räzi, s. Schmölders, Essai sur les ecoles philosophiques chez lez Arabes, S. 140. Die Definition von

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