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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1894-01-01 · 12.1894 · page 57

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
12.1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 57)
Language
German
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IRI
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— 56 — im August dieses begonnenen Jahres 1836 aufgelöst sein. Ueber diesen Termin hinaus wird jedoch meine Theilnahnie an dem Gedeihen Ihrer Anstalt reicheo, so wie die Hochachtang und die freundschaftliche Gesinnung, mit der ich mich zeichne Ew. ergebenster. Diese Aufkündigung sandte er an den Vorsitzenden L. v. Lämel mit folgendem Begleitschreiben: An L. v. Lämel, eod. die. Euer Wohlgeboren werden aus beifolgendem an den Ausschuss des Vereins gerichteten Aufkündigungsschreiben ersehen, dass ich mein Verhältniss zu dem Vereine aufgelöst, so dass dasselbe in 8 Monaten seine Endschaft erreichen werde. Ich kann nicht umhin, Euer Wohlgeb. ganz besonders für die Theilnahme für mich zu danken, indem Ihre Wirksamkeit hauptsächlich es war, der ich den ehrenvollen Ruf hierher schuldig bin. Sachen Sie also nicht in dem Betragen irgend eines Einzelneu und in Persönlichkeiten irgendwie die Motive meines in der Tiefe meines Gemüthes begründeten Verfahrens, die allerdings in den 4 Moutaen, die ich hier verlebte, ihre Reife erhalten hahen. Da ich nie so eitel war, mich für unentbehrlich, ja auch nur für nöthig zu halten, und nie zu irgend einem Amte mich hingedrängt habe, so fürchte ich nicht, dass Ihre wohlgemeinten Bestrebungen für Israels Beste darunter leiden, und daher auch nicht, dass ich in der Achtung guter Menschen verlieren dürfte. Auch unter anderen Verhältnissen bitte ich also, dass Euer Wohlgeb. mir weder Ihre Achtung noch Ihr Wohlwollen versagen wollen. Begreiflicherweise waren die Leiter des Vereins über diese Aufkündigung Z'. sehr aufgebracht; sie konnten es nicht begreifen, wie man eine Stellung in Prag aufgeben könne, besonders wenn man noch keine andere habe. Das Verhältnis zu den Leitern des Vereins gestaltete sich daher für Z. recht unleidlich, es wurde von ihnen viel Falsches über die Ursache des Bruches verbreitet, und Z. sah sich veranlasst, in einem Briefe an Abraham Geiger vom 3. Februar vor den Berichten von P. Beer, M.Landau, L. Pollack etc. zu warnen1). Dass Z. unter solchen Verhältnissen die Kandidatur Dr. M. Sachs' nicht direkt befürworten konnte, ist selbstverständlich. Ascher, der ihn um die Empfehlung dieser Kandidatur ersuchte, antwortete er darum am 28. Januar 1836: .... für Niemanden, der hier mein Nachfolger werden will, kann ich einen Schritt thun. Damit, dass ich hier nach 4 Monaten aufgekündigt, habe ich deutlich genug gesprochen, und ich darf weder den Hiesigen einen Prediger noch einem Bewerber Prag empfehlen, v. L. ist gegenwärtig Director, L. P. Sekretär des Vereins: hierin besteht Alles, was ich zu sagen habe......" und aus einem Briefe an M. Sachs selbst vom 6. März notierte er das folgende: Heute nur das Notwendigste. Dass er sich hierher melden möge, darauf habe ich gewissermassen schon d. d. 19. Nov. [1835] angespielt. Nie kann und habe ich Nachtheiliges über ihn gesagt, und meine günstige Ansicht vielmehr bekannt. Auch andere haben sich gemeldet. Nur wenn es durchaus des Menschen Wille ist, hierher zu kommen, inuss ich ihm sagen, dass er sich mit dem ersten Vorsteher Landau zu verhalten hat...................... ..........Hier geht alles langsam, man hält noch beim Successionskriege. — Ueber die Uebersetzung ein anderes Mal. Da nun M. Sachs, der auf die Einladung des Herrn v. Lämel nach dein Pessachfeste in Prag eingetroffen war, vom Verein zum Prediger gewählt wurde8), so glaubte Z. nunmehr den Vereins-Ausschuss willf ährig zu finden für die Erfüllung der Bitte, die er an denselben in dem nachfolgenden Schreiben lichtete: ') In einem humoristischen Briefe, den er aus Franzensbad am 22. Juni an W e s s e 1 y schrieb,. bezeichnet er auch Lämel und Ephraim Wehle als seine Gegner. 2) Schon am 1. Mai schreibt Z. an Herzfeld, dass Dr. Sachs sein Nachfolger in Prag wird; dasselbe berichtet er eodem die an S. M. und Dr. Ph. Ehrenberg.

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