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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1894-01-01 · 12.1894 · page 49

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
12.1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273569--0424-2274191
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— 48 — für die Lsraelitengemeinde zu Breslau handelte (Beilage E.) und ist ihm in letzter Zeit — Ao. 1833 — von der „israelitischen Obcrkirehenbehfirde des Königsreiehs Würtemberg" in Betreff einer ähnliehen Angelegenheit der Entwurf hierzu zur Begutachtung vorgelegt worden. (Beilage F.) AlsPrediger trat er schon im Jahre 1820 mit Erfolg auf, in welchem Jahre er das in Leipzig für den deutschen Gottesdienst errichtete Bethaus einweihte (Beilage G. iL H.) Im Jahre 1821 predigte er in dem israelitischen Tempel zu Hamburg (Beilage I.) und fungirte endlich l'iugere Zeit als Prediger an dem israraelitischen Tempel zu Berlin, wo er einige seiner Predigteu in Druck legen liess (Beilage K.) Von einem seiner jüngsten im laufenden Jahre gehaltenen Vortrage spiicht die Israeliteugemeinde zu Berlin auf eine sehr ehrende Weise (Beilage L.). Nebstbei macht er sich auch als Schulmann bemerkbar und begann in diesem Fache seine Laufbahn zu Kassel, wo er von dem dortigen Consistorio im Jahre 1810 als Lehrer an der samsonischen Freischule angestellt wurde und diesem Amte fünf Jahre vorstand. (Beilage M.) Im Jahre 1824 wurde ihm von der Israelitengemeinde Berlins der Plan zur Organisirung des Unterrichts und Schulwesens zur Begutachtung vorgelegt (Beilage N.), für welche Schule er sodann selbst den Plan ausarbeitete (Beilage 0.) und endlich bei derselben zum Direktor und Überlehrer ernannt wurde (Beilage P.), sowie er im Jahre 1820 vom k. preussischen Consistorio als „Mitglied der Kommission zur Beaufsichtigung des jüdischen Schul- und Unterrichtswesensu beseitigt wurde. (Beilage Q.) Bei der im Jahre 1829 zu Berlin kreirten Talmud-Thora-Lehranstalt, welches Institut die Bildung von Schullehrern bezweckte, wurde er angegangen, die Stelle eines Ehrenmitglieds des hiezu beauftragten Curatoriums anzunehmen (Beilage R.), und aufgefordert, die Direktion dieser Gemeindelehranstalt zu übernehmen (Beilage S.). In letzter Zeit (Ao 1834) wurde er von dem k. preussischen Ministerium der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten zu Vorlesungen über Gegenstande aus der hebräisch-jüdischen Litteratur autorisirt (Beilage T.). Als Schriftsteller machte er sich schon im Jahre 1818 bemerklich, wo er die Brochüre: „Etwas über die rabbinische Litteratur" herausgab (Beilage U.), zog aber im Jahre 1823 durch die Herausgabe der „Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums" (Beilage V.), deren Redakteur er war, und insbesondere durch seine in dieser Zeitschrift enthaltenen gelehrten Abhandlungen, so wie durch Herausgabe mehrerer kleinerer Schriften (Beilage W. No. 1. 2. 3. 4.) die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich, und erlangte durch sein letztes WTerk; „Die gottesdienstlichen Vortrage der Juden, historisch entwickelt" (Beilage X.) den Ruf eines der ersten Gelehrten Deutschlands« Die in den verschiedensten Journalen erschienenen Kritiken seiner Schriften beurtheilen dieselben mit besonderer Anerkennung ihres Wcrthes, wie es aus einigen derselben, die sub "Y. No. 1 bis 8 beiliegen, sattsam hervorgeht, so wie auch sub X. ein Verzeichniss von 30 Schriftstellern beigeht, welche in ihren Schriften, die (theils in hebräischer theils in deutscher Sprache geschrieben) alle Zweige der jüdisch theologischen Wissenschaften besprechen, seiner Werke mit vieler Auszeichnung gedenken und ihn an unzähligen Orten, zitiren. Es dürfte nicht überflüssig seyn, auch einiger Urtheilc zu gedenken, die ihm in dieser Beziehung auf privatem Wege zugekommen sind und woraus hervorgeht, welches Ansehen er in der gelehrten Welt geniesst, wenn ihn z. B. ein Bischof E y 1 e r t (Beilage A.) seiner vollkommensten Achtung versichert, ein Silvestre de Sacy (Beilage B), ein Probst H a n s t e i n (Beilage C.) ihm ihren Beifall zollen, ein Professor J. G. L. Kosegarten sich von ihm Aufklärungen erbittet (Beilage D.), oder ein Professor Theodor Hartman, lauter Heroen der theologischen Litteratur, von ihm Belehrungen verlangt (Beilage E.), der 80 jährige Konsistorialrath Beller man sogar seinen Vorlesungen beiwohnt (Beilage F.). Ebenso erfreut er sich einerseits nicht blos der Anerkennung von jüdischen Schriftstellern und Gelehrten der ersten Grösse, wie z. B. eines Bendavid (Beilage G.), eines Konsistorialpräsidenten Jacobson (Beilage IL), eines Rappoport in Lemberg (Beilage I), des Veteranen der jüdischen Gelehrten David Friedländer, der sich sogar für gelehrte Nachweisungen zu gebührendem Danke gegen ihn verpflichtet fand (Beilage K, No. 1 und 2), und wurde anderseits von Schriftstellern zur Theilnahme an der Herausgabe gelehrter Werke aufgefordert (Beilage L, No. 1. 2. 3 und 4.), sondern geniesst auch alle Achtung und Werthschätzung bei den älteren so wie den jüngeren Rabbinern aus der

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