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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1894-01-01 · 12.1894 · page 47

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
12.1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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IRI
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- 46 — An L. v. Lämel, 2. Juni 35. Prag. Als Organ des löbl. Vereins haben Sie den Wunsch ausgesprochen, ich möchte Ihnen mich betreffende Atteste und Empfehlungen, sowie Exemplare der von mir herausgegebenen Schriften zusenden. Durch Gegenwärtiges beehre ich mich, Ihrem Befehle nachzukommen, indem ich beifolgend Documente, gedruckte und -geschriebene, 92l) an der Zahl, im Original überschicke, mit der ergebenen aber dringenden Bitte, ungeachtet des etwanigen Gebrauches, mir selbige gütigst unversehrt aufbewahren zu wollen, da ich von den meisten keine Abschrift habe und mehrerer wohl noch in der Zukunft bedürftig sein könnte. Das Verzeicbniss liegt dabei, von welchem Sie gütigst für den Verein und für mich Abschriften wollen nehmen lassen, im Fall Sie solches irgendwie einer höheren Behörde zu übergeben hätten. Angefügt habe ich die Angabe anderer Werke (29) sowie der Stellen, in denen ich genannt werde. Bei dieser Gelegenheit etc. etc. An L. v. Lämel in Prag. 25. Juni 35. In Bezug auf mein Schreiben d. d. 2. huj. übersende ich Documente: N. 93, das Wohlverhaltungsattcst, das ich heute erhalten; 94, das gedruckte Circular aus Krefeld.2) Ich hoffe auf baldige schriftliche Mittheilung vom Vereine. — Bitte um Aufbewahrung der Documente. ' An L. Pollak in Prag (für den Vereins-Ausschusss). 6. Juli 35. Aus einem gestern erhaltenen Schreiben des Herrn v. Lämel habe ich entnommen, dass Nichts unterlassen wird, um die Bestätigung der hohen Stellen zu erwirken. Kaum bedarf es meinerseits der Erinnerung, dass mir die Gewissheit hierüber binnen kurzer Zeit sehr nöthig ist, schon um meine Wohnung zu noch möglicher Frist aufkündigen zu können, welches übrigens am 1. d. Monats hätte geschehen müssen. Gleichergestalt bin ich über den Transport meiner Sachen in Verlegenheit, diese werden nämlich bestehen in: Büchern,- Betten, Wäsche und Kleidungsstücken, Silber u. Küchengeräthe u. varia—: die grossen Möbel werde ich hier verkaufen. Nicht nur, dass hierzu noch keine Anstalt getroffen werden kann, sondern ich muss auch, um nicht in zu grossen Schaden zu kommen, alles etwanigen Eingangszolles enthoben sein. Der löbl. Verein wird mir daher wohl folgendes einräumen: a) mich sofort zu benachrichtigen, ob und binnen wann die Bestätigung zu erwarten; b) es zu erwirken, dass ich die angeführten Gegenstande zollfrei einführe, oder aber auch mich dafür zu entschädigen; c) dafür zu sorgen, dass ich ungehindert in dem Besitze meiner Bibliothek bleibe und solche einpassire; d) für mich vom 1. Sept. d. J. ab eine möblirte Wohnung bereit zu haben, indem ich ohne Möbel und ehe die mir bestimmte Wohnung fertig ist, in Prag eintreffen werde. Indem ich eine baldige Antwort erbitte, ergreife ich die Gelegenheit, mich Ihnen zu empfehlen und Sie meiner besonderen Hochachtung zu versichern. Sr. Wohlgeboren Herrn Dr. Zunz, Berlin. Insonders geehrter Herr Doctor! Nicht blos die Beantwortung Ihres wt. Schreibens vom fi. sondern auch die Anderweitige Verspätung der erforderlichen Schritt« bei der Regierung in Betreff Ihrer Anstellung muss durch meine längere Abwesenheit entschuldigt werden Sowie ich aber anlangte, war Ihre Angelegenheit die erste vor Allen, die mich interessirte-, und so besorgte ich auch das Einschreiten bei dem hohen Landespräsidium, (wovon ich Ihnen eine Abschrift vorlege)3), das icli in dieser Art abzufassen für gut fand, weil ich so ziemlich die Ansichten der Regierung kenne. Es ist bereits eingebracht und ich erwarte den besten Erfolg, welcher jedoch (ich muss es unverhohlen sagen) sehr von dem Einflüsse abhängt, den die Herren Lämel und Jerusalem daraufnehmen werden. Da ich so eben wieder auf 3—1 Wochen verreise und mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass so lang a ich Alles hübsch in statu quo bleiben werde, was mich eigentlich am meisten schmerzt; so finde ich es ratlisam, dass sie gütigst bei Anlangen dieser Zeilen die Herren Lämel und Jerusalem jeden ins Besondere auffordern, dahin zu wirken, dass die Sache zur Erledigung komme, damit Sie wissen, woran Sie sind. Ich bitte, ihnen sehr J) So wünschten es die Prager;.sie wollten der Behörde auch durch die Fülle der Zeugnisse imponieren. 2) In welchem er zum Nachfolger des Consistorialrabbiners Löb Carl bürg in Krefeld vorgeschlagen wurde. 3) Die hier als nächstes Stück folgen soll.

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