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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1894-01-01 · 12.1894 · page 43

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
12.1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 43)
Language
German
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IRI
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— 42 - d) Die oben genannten sind die Verlasslichsten. Vielleicht habe ich Einige vergessen. Ich kenne persönlich nur wenige. Mit dem Vorstande der Gemeinde dürfen Sie sich nicht einlassen, denn die sind in Prag „bezahlte Beamten": es ist das mors kein Ehrenamt in Prag. e) lieber Orthodoxie habe ich meine Meinung gesagt. Meine Frau trägt ihr eigenes Haar, und ich rasiere mich, und gehe mit einem Kappel, wenn mich friert, sonst nicht. Sie sind kein 371. Grad geht es zu Ende, ich schliesse also kurz abgebrochen. Grüsse herzlich und freundlich Ihre Frau. Wünsche Ihnen Glück und Segen. Ihr Freund Mannheimer. a. t. Donnerstag war die grosse Festlichkeit in der Altschule, wo Dr. Frankel aus Töplitz eine Predigt gehalten. An Ludwig Pollak in Prag. 22. Februar 35. Dank für die Beförderung der Briefe; ihm empfehle ich die Beschleunigung der Angelegenheit. Er werde gewiss Kenntniss nehmen von meinem heutigen Briefe an P. Beer; der Vorstand des Vereins, von dem ich noch keine Mittheilung erhalten habe, wird die aufgestellten Punkte in Erwägung ziehen. — Baldige Nachricht, wie weit man beiderseits im Einverständnisse vorgerückt, und wo etwa noch ein Missverständnis oder ein Hindernis obwalte. Alles kommt auf Inhalt und Form des zu schliessenden Contraktes an, da ich ohne solche Sicherheit an meinen hiesigen Verhältnissen nicht rütteln und kaum reisen darf. N. S. Vielleicht übersenden Sie mir einen Entwurf des Contraktes. Euer Wohlgeboren! Der Herr Professor Beer hatte die Güte dem Vereine zur Verbesserung d«s Cultus hier Ihren Brief vorzulegen. Nach reiflicher Überlegung findet sich derselbe überzeugt, dass nur eine mündliche Verhandlung zum gewünschten gegenseitigen Verstandnisse führen kann. Wäre es dalier Ew. Wohlgeboren möglich die Reise nach Prag zu unternehmen, so wollte der Verein gern die Kosten derselben tragen und Ihnen die Zeit dafür bestimmen. Eine Gast-Predigt während Hires Aufenthaltes hier würde gewiss nicht wenig dazu beitragen, Ihnen den Dank des Vereius und die Gemüther der Gemeinde zu gewinnen. Ihrer Antwort entgegen sehend mit Hochachtung Prag, am 8. März 1835. M. J. Landau, Salo.mon Lövy Kuh, Nathan Dormitzer, Jur. & Philos. Dr. W. Wessely, S. Dormitzer, Ludwig Pollak, Sekretär. Dr. H. Wohle, Jos. J. Pollak. Sr. Wohlgeboren Herrn Dr. Zunz in Berlin. An den Ausscnuss des Vereins zur Einführung eines verbesserten Israelitischen Cultus in Prag. 22. März 35. Wolügeborene, Hochzuehrende Herren! In Ihrem geehrten Schreiben vom 8. d, welches ich am 19. erhalten, finde ich eine Aufforderung, mich in Ihre Nähe zu begeben. Ihre Überzeugung, dass nur eine mündliche Verhandlung zum gewünschten gegenseitigen Verständnisse führen kanu, ändert allerdings das Sachverhältniss, wie mir selbiges, nach früheren Briefen erschienen war, einigermassen. Wenn ich daher auch in meiner Stellung zu einer vorläufigen Entfernung von hier nicht vorbereitet bin, so möchte ich eine so ehrenvolle Einladung doch nicht ablehnen. Demnach bin ich bei-eit nach dem 21. künftigen. Monats, zu einer Zeit, die Euer Wohlgeb. mir zuvor gütigst bestimmen wollen, mich auf 2 bis 3 Wochen nach Prag zu begeben. Sollte dieser mein persönlicher Aufenthalt eine endliche Erledigung herbeiführen, so dürfen Euer Wohlgeb. sich von meinem eifrigen Willen überzeugt halten, nichts zu verabsäumen, um dem Gedanken, den ich vertrete, die Gemüther der Gemeinde zu gewinnen. Ihrer Antwort entgegensehend, verharre ich mit besonderer etc. etc. 1835. 22. März. An Ludwig Pollak in Prag. Indem ich Sie ersuche, beiliegendes Schreiben dem löbl. Vereine zu überreichen, fühle ich mich zu dem lebhaftesten Danke gedrungen, für die Ausführlichkeit, mit der Sie mir auf meinen kurzen Brief geantwortet und für jede Auskunft, die Sie mir so freimüthig über das dortige Sachverhältniss gegeben

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