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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1894-01-01 · 12.1894 · page 33

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
12.1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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— 32 — Abschrift und Uebersetzung eines Antwortschreibens des Rabbiners zu Berlin an den Rabbinats- Yicar A. \Vo 1 ff in Betreff des doct. Zunzcn. psb ynxn nsa *n o av pbnjn n-jn . . ♦ . am nasS p3 JWlh 12b 3T3T TP* JTT3 D1S PSif? WröK DVMSn *3 rtftt 'JJH ."ffop ">2\S DT»rt.«Mö JVTIK ^J? p*K3 nn3Vna öd» ^siv.si — o-eyis nor "jbö nx-nn mnn re^ -3 loatys 3W sim .o'mn rpnS nawfcj jnpa ropnyn pn nun "o .o-pDisi d*jm injrr o*tj?ö nr» -n*S uw um* nun narnai roVinn lan njw mya ahn ptrwn f?3 nt "3n — nns pn>Sa v-m W?:1? jnv sin es 0:1') ysbeiyopy onowi mtno tsj? -)pß> nn oaie^ no1? pn« *o uns vre» va« moiwi dsS nrritw — man ms ab rwsn u1? n^tr niaiy "öp pwb «nben qk "2 na i3n:«i — ms 71 min >ÜT 'STIO "IHÖ 31.T3 Pp 3pyv ITT ^31 0 c 11 i n g e r. Berlin, den 4. Tebet 5594 nach Erschaff, d. W. An Herrn...... Hiermit antworte ich auf Ihre geehrte Zuschrift, nämlich dass es uns sehr wundert, wie es einem solchen Manne nur einfallen kann, unter die Klasse der Rabbiner gerechnet werden zu wollen, da er selbst weiss, dass er aus vielen Gründen — zu keiner Ordination (yne) gelangen kann. Sie haheu überdies allerdings mit Sachkenntnis und Einsicht geurtheilt, dass seine Werke, welche er zu Tag gefördert, nur Excerpte sind, welche durchaus mit dem eigentlichen Studium im Talmud und den Poskim (Entscheidungs-Codexen) in keiner Berührung stehen. Besitzt er auch die Gabe sich in reiner Sprache auszudrücken, so macht das noch nicht den Mann. — Leider aber sind jezt Viele, die dem Dünkel ihres Herzens folgen, die ihrer Zunge falsche Rede lehren — und als Schriftsteller-Feder denken: unsere Zunge muss siegen, wir haben das Wort für uns, wer ist unser Herr! Gottes Lehre ist mit uns -. Lassen sie uus zu dem Allerhabenen unser Herz erheben, der da senden wird, wer da weiss das Herz der Kinder mit den Vätern zu vereinigen. Ihr ergebenster Siegel: Jacob Joseph Marx Öttinger. (Das Rabbinat der Judenschaftf\ zu Berlin. J Herr Vorsteher P f u u g s t ersucht mich umstehenden Biief in Abschrift und Uebersetzung zu besorgen an den Vorstand. Zufolge weiterer Rücksprache erklärte derselbe, dass die beiden Briefe von meinem Sohn iu Kopenhagen, in Betreff näherer Erkundigung über das religiöse Verhältnis des H. Doetoren Z u n z zu Berliu, nicht mehr bei den Akten sich befindet. In Ermangelung derselben erkläre ich pflichtmässig, da mir deren Inhalt sehr gut bekannt ist, dass dieselben im Punkte Religion nicht genügend für denselben gesprochen haben. Darmstadt, den 9ten Juli 1834. Alexander Wolff Rab. Vicar. Zunz wusste von diesen Agitationen und hatte sich allmählich mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass er die Stelle in D. nicht erhalten werde. Am 3. Juni 1834 schrieb er an S. M. Ehrenberg: „Alle bisherigen Aussichten in Darmstadt, Berlin und sonst sind schlecht . . . Man hat von hier aus gegen mich nach Darmstadt geschrieben." Am 15. Juni verwahrt er sich in einem Briefe an Johlson gegen die Annahme, als wolle er noch auf die Daimstädter Angelegenheit zurückkommen, und nachdem er bei ihm angefragt , „ob es alte D"Op3S von Märtyrern oder D*DnVö in Mainz und Worms gäbe", fährt er also fort: „Ich habe resignirt, alle Lust zu jüdischen Aemtern verloren, TVnö "HS werde ich hoffentlich hier haben, die übrige Müsse sei der Wissenschaft geweihet. Gern möchte ich eine wissenschaftliche Reise nach Paris und Oxford unternehmen, aber welcher jüdische Capitalist gäbe Gelder dazu her? Wäre ich ein Pferd, eine Sängerin oder ein grundsatzloser Heuchler etc. ..." — Die Eegierung zu Darmstadt, welcher die Gemeinde die Walü des Landes- J) Dieses Urteil ist charakteristisch für den wissenschaftlichen Standpunkt der Orthodoxie in jener Zeit.

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