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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1894-01-01 · 12.1894 · page 26

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
12.1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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— 25 — Frankfurt, den 14. Octob. 1833. Hochgeehrtester Herr und Freund! Der II. Stadtrath Posen zu Offenbach sagte mir gestern, dass er Nachrichten von Darmstadt erhalten, welche günstig für Sie lauten, aber der Vorstand fände sich genöthigt — das Ansinnen an Sie zu stellen, auf Kosten der Gemeinde die Reise hierher zu unternehmen,. und dann die leidige um der Schwachen willen. — H. Posen fordert mich auf, Sie zu bitten, dass Sie in diese Bedingungen einwilligen möchten, da doch die Stelle mit der Zeit sehr bedeutend und viel einträglicher werde, und also wohl verdiene, dass man einiges wage und aufopfre. Selbst jetzt schon, sagt er, hätten sie den Gehalt bereits um hundert Gulden erhöht. Ich stimme hierin seiner Ansicht und Meynung bei: vermuthe aber, dass mein gegenw. Schreiben entweder überflüssig oder zu spät kommt, denn wahrscheinlich haben Ihnen die Vorsteher bereits selbst geschrieben, und Sie vielleicht Ihren Entschluss schon gefasst und darauf geantwortet. — Indessen thue ich das Meinige und lebe der Hoffnung, Sie bald selbst hier zu sehen und Ihnen mündlich nähern Aufschluss über Manches zu geben. — Unterm 4. d. schrieb mir der H. Ministeriair, v. Kuder: „Das Werk des H. Dr. Zunz' „Gottesdienstliche Vorträge" habe ich theilweise gelesen, und darin Ihre Schilderung von ihm vollkommen bestätigt gefunden. Trägt der Vorstand auf ihn an, so hoffe ich, dass es mir gelingen werde, ihn auf die Stelle zu bringen." . ............ Ihrer gefälligen Antwort entgegensehend, verharre unter freundlicher Begrüssung Ihr ergebenster Freund J. Johlson. An Oberrabbiner Chorin in Arad, jetzt in Wien (per Adresse des I. Chorin, Stadt, Salzgries No. 212). 15. October 33. Ich bin jetzt ohne Amt, aber nun bietet sich anderwärts eins dar; man wünscht, dass ich miö sei, und ich frage: 1. ob dies wesentlich nöthig, wenn man sonst Ruf und Zutrauen geniesst? 2. Bin ich dessen würdig, oder bedarf es grösserer talmudischer Kenntnisse? 3. Wollen Sie mir diesen Titel ertheilen? Ich wünsche gewissenhafte und baldige Antwort; er solle nichts davon sagen aber mit Rath beistehen, ntf TPSWl D*TEÖ3 W3 nStfÖCl |VT DTWT "33 TW& rflffl ,D»1 1133 Tr^BP ."OT *1J? ottS« rhm m*ön \nSro. Mein Buch Ssit^ ro:3 ist ganz übersetzt.1) ................... An Dr. Johlson in Frankfurt a. M. 15. Oct. 33. Dass ich am 7. tl. M. an Riesser geschrieben. Anbei die Abschriften des Briefes des Darmstädter Vorstandes vom!). d. und meiner Antwort von heute. Abmahnuugsschreiben habe ich bis heute nicht erhalten und begreife nichts davon. Ich bin grade. Ich habe die Probereise abgelehnt, glaube nicht, dass Dr. Wolff nach Copenhagen eine solche hat machen müssen. Dies ganze christlichen Anstellungen abgeborgte System istbei Besetzungen jüdischer Rabbinerstellen durchaus unzulässig: die Bewerber und die Versorgungen sind weder in der Weise vorräthig, noch die beurtheilenden Oberbehörden. Dass dies im Schreiben an Herrn v. K. bemerkt wurde. Ueber das Gehalt. Dass die Casualien nicht alle zulässig sein könnten; ich bin ein schlechter Geld-Einforderer. Ich selber hatte als Prediger 12G0 Fl., der hiesige |rn- 2100, die mir parallelen Beamten in Berlin, Copenhagen Hamburg und Wien 2800, 3G00, 4000 Fl. Die Regierung sollte etwas zulegen, und die reicheren Juden einen Oberrabbiner wenigstens wie einen Handelscommis halten. Er solle mir Rath, ertheilen. Dank für die Zuschickung seiner Werke. Herrn Dr. Zunz Wohlgeboren, in Berlin. Frankfurt, d. 22. Octob. 1833. Hochgeschätzter Freund! Für die gütige Mittheilung Ihrer Correspondenz danke ich Ihnen herzlich; sie hat mir viele Freude gemacht. Ihre Antwort nach D. war ganz in der Ordnung, und Ihr Enschluss recht brav, wie er seyn sollte. Ich habe es längst bereuet, dass ich auf dringende Bitte des guten H. Posen Ihnen anders gerathen hatte, und muss Sie desshalb um Verzeihung bitten. An die Juden schreibe ich nicht; wenn diese nicht mich aufsuchen wollen, bleiben wir geschieden. Wahrscheinlich wird H. Dr. Riesser es gethan haben, und dann ists genug. Sein Brief und der meinige an den H. v. Kuder, den ich Ihnen hier abschriftlich beifüge, werden wohl die Wirkung nicht verfehlen. Wegen des Resultats müssen Sie sich ') Die njnVT.fPrn» die Z. von Aron Chorin erhielt, war in deutscher Sprache abgefasst und ist von G. Wolf in Wien abgedruckt worden in Kayserling's Bibliothek jud. Kanzelredner, Homiletische Beilage S. 10. 4

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