Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 10.1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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— 13 — Da der KI. K. diese siebenTugenden schon früher erwähnt hat, so handelt er hier ausführlieh von den guten Werken und von den vornehmsten Tugenden, „so man Cardinales nennt," der Klugheit, Gerechtigkeit, Massigkeit, Starkmütigkeit. .1. aber knüpft an die Aufzählung der sieben Tugenden die Bemerkung, dass der Bussfertige auch dann, wenn seine »Seele die goldene Mitte der Gesittung wieder lieben gelernt hat, norh nicht sicher sei, dass «ler böse Trieb nicht früher oder später in ihm erwacht und einen liöYkfall in die alte Verderbnis* herbeiführt. Darum bedürfe der Itassfertige neben der eigenen Anstrengung noch der besonderen Gnadengaben Gottes, die die Seele stark machen, damit sie dem Srheol nicht zur Beut«- werde.') Diese durch Gebet. Läuterung des Herzens und gute Werke zu gewinnenden Gnaden gaben, welche in dem Bussfertigen den obengenannten sieben Sünden entgegenwirken, .stimmen nun wiederum mit den ..Gaben des heiligen Geistes" überein, welche Canisius in diesem Capitel zwar anführt, ohne sie aber wie J. zu den sieben Sünden in irgend welche Beziehung zu bringen: A. J. fol. Hb. Kl. K.. S. 9*2. ,rüizz~% nys?n -;;z vyn vt:;1iT «vn .... Fr. Welche werden die Gaben des heil. ^I""" (rr.x:r( pvz^vr. irwv Geistes genannt? ,w>rr, u:: r.r:n ,r..ir. r-;:z~n r^r:n A. Jene sieben, welche auf Christo geruhet .(srsc:pn ~bc~n ,n:scpn ~c:z nsyn zu haben der Prophet bezeuget, und welche von ihm. als von dem Brunnen aller Gnaden in andere ausgegossen werden: nämlich die Gabe der Weisheit, die Gabe des Verstandes, des Rates, der Wissenschaft, der Stärke, der Gottseligkeit und der Furcht Gottes. .1. kommt nun zum Schlüsse, indem ermm noch ausführt, dass der mit diesen gottlichen Gnadeiigaben Ausgestattete gegen jede Aufrichtung der Sünde gefeit ist und schon im Diesseits die Seligkeit des jenseitigen Lebens kostet, dadurch zumal, dass ihm auch die Frücht«' jener göttlichen Gnadengalien zu teil werden.') Auch diese „Früchte" weisen auf den Kl. K. als auf den Boden hin, daraus sie hervorgewachsen. denn auch dieser spricht hier, wenn auch nicht in so systematischem Zusammenhange wie J., von den „Früchten des heiligen Geistes": A. J. fol. 14b. < Kl. K. S. 9-2.?™r.i p^ren r.in sers -1 . Fr. Welche sind die Früchte des heiligen .rvpzr, ,r.w"\n ,ci,irn ,rir.e;rri ,ri2ns."s *n Geistes? r,N"vrs ,"i;yr. ,r.m-pn ,r*Z'^z~ .mrrjn A. Der heilige Apostel erzählet sie also: rc:r: r:zrc\ r'*" rbm r^zrc rvc^sn Liebe, Freude. Friede, Geduld, Langmütig- "Ci (42*"pri rv. ^"ClTl ,Pl~'lcr,r. ^;,:,ni keit, Gültigkeit, Freundlichkeit, Sanftmut, Glaube, Fingezogenheit, Mässigkeit, , Keuschheit. anders al> im Kl. K. aufgeführt. Ein Theil dieser Tugenden .stimmt freilich auch mit den Beispielen des Maimonides a. a. O. überrin. ') Kol. i4ü: r£c rz *.rc; nbr *.--;jr *.:m r> -icn -ra»". Diese Guadengabeu stimmen hier in Hezeiehung und Anordnung mit dem Kl. K. nicht ganz überein; der letztere hat .Gottseligkeit-, wofür J. -rkzrr hat. lebrigens hat yuch der Kl. K. nicht mehr die ursprüngliche Anordnung von .tes. II,*.--. diese-« udet sieh aber noch in De Summa Doctrinae etc. S. C-iu: „Ea septem apud Esaiam Prophetam et Eeclesiae Patres inveniuntur: Spiritus sapientiae, inteilectus, consilii, fortitudinis, seientiae, pietatis, ac demum Spiritus timoris Doniini." Auch hier ist bereits, um die Siebenzahl herauszubringen, die pietas eingeschoben, oder es wurde r> rST V°Q Jesnv' mitgerechnet. Die Abweichung bei J. wurde offenbar durch die systematische Verknüpfung der Guadeugaben mit den sieben Sünden veranlasst. Warum er hzm statt r>T uud.ry statt ,v.';j; setzt? Vielleicht gerade um die jesaiauisehc Quelle zu verdecken, wo doch nur sechs Ausstralungen des Gottesgeistes erwähnt werden. ••) Fol. 14 b: ztn F"V2 njn rarn SrS nc-.-r. mzsb^vveb p2.r,r^r^n^itei •lr, r>.- cMna iS*cs tt,,:-r. .r.Se»r. L'prna. *) Hier stimmt zunächst die Zahl, die in De Summa doctrinae etc.S. 018 ausdrücklich als .duodccim" angegebeu ist. Sodann stimmen auch die ersten drei .Früchter in beiden Schriften überein. Die übrigen neuu hat J. wörtlich aus der Mischna Sota, 15 Ende, entlehnt, nur dass er r*-"Cn rar statt des dortigen ^£,1 r«T