Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 10.1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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- 11 — gleich iiii«*h der Aufzahlung der sieben Todsünden von der Uohciwiudinig derselben durch die Uebung der jenen entgegengesetzten sieben Tugenden spricht. .1. hält sich streng an die logische Eiiitheilung dieses Hauptstückes, welches zuerst von allen Sünden, als den Krankheiten der Seele, und sodann erst von deren Heilung, d. h. von der Fehling der Tugenden handelt. .1. kommt daher auf diese siehen Tugenden des Kl. K; erst später im Zusammenhang«; mit der Heilung der .Sünden überhaupt zusprechen. Hier aber zeigt er vorerst, wie die erwähnten sieben Bezeichnungen der Sünde bei den Propheten genau auf die sieben Todsünden passen, und er vollzieht diese Harmonisierung in so geistreicher und zugleich so ungezwungener Weise1), dass die Annahme nicht unwahrscheinlich ist, dass er neben dem genannten Verse des Spruehdiehters aus diesen sielten Bezeichnungen der Sünde bei den Propheten die Berechtigung gewonnen zu haben glaubte, sieh hier ohne Bedenk.m seiner Vorlage anzuschliessen. Wer in seinem Leichtsinn diese sieben Todsünden begeht, fahrt unser Autor fort, wird von Gott immer weiter abgelenkt, und durch den bösen Hang, den er in solcher Weise seiner Seele einprägt, wird er auch zur rebertretung der sechs Sünden verleitet, „die der Ewige hasst*, wie es ja auch heisst, wer die „sieben Gräuel* in seine Seele aufgenommen, der setzt sich auch über die „sechs Dinge hinweg, die dem Ewigen verhasst sind***). Zuletzt wird er mich jene .,vier himmelschreienden Sünden" begehen, welche die Rache Gottes auf sein Haupt herabziehen. Hiermit ist der Verfasser in wohlthätigem Gegensatz zu seiner Vorlag«' leicht und gefällig bei den anderen Kategorien der Sünden angelangt, welche mit denen des Kl. K. wiederum genau übereinstimmen: A. J. fol. 13a ff. Kl. K. S. 88. Fr. Wieviel sind Sünden in den heiligen (5 eist? A. Sechs: Vermessentlieh auf Gottes Barmherzigkeit oder Erlassuug der Strafe sündigen; verzweifeln: der erkannten Wahrheit widerstreben; seinem Bruder um der göttlichen Gnade willen neidisch sein; ein verstocktes Herz haben, und in der Unbussferligkeit verharren. Die Ausführungen J.*s. stimmen hier noch mehr mit der Summa doctrina als mit dem Kl. K. überein, und sie unterscheiden sich von beiden blos darin, dass .1. seine Definitionen mit Versen der Schrift, mit Beispielen aus der biblischen und jüdischen Geschichte belegt, sowie endlich quorundam possidet, deMderat, is cum iis, <|uae de Septem vitiis hie doeentur, couferat ca, quae de eorundem vitioruia natura Iradit Theologira .lesuitica. Poseeret illa res integrum eommentarium. Qui brevitatem aniat, consulat librum Gallicum elegantissiinum, quem su!> titulo La Murale de Jesuites seil Theoloi-ia moralis Josuitarum conscripsit Doctor quidam Sorbonieus.....So unbefangen der Verfasser in der Heurtheilung der jüd. Theologie sonst auch sein mag, hier hat den Protestanten .-eine Abneigung gegen den K atholicismus irre geführt. Die Anuahme von sieben Todsünden und jsedisJijinden wider den heil. Geist, mag ja immerhin auch in der kath. Lehr« aufSpr. r»,lG zurückgehen (Canisius citiert die.se Stellein den Testimoniis seiner Summa doetrinae S. :)92 nur ala Heleg für superbia), deunoeh ist es unzweifelhaft, dass A. J. hier den Canisius abgeschrieben; und hätte Odhclius den KI. K. Cauisii gekannt, so würde ihm diese Entlehnung so wenig wie die anderen entgangen sein. Odh. will «emlich aueh a. a. 6. S. 7:} ff. die echt christl. Definitionen von n^ES UIld }'"w2 mit dem Hinweise auf Deut. 29,3; 30,6: Ps. 51,18. Jer. .'51,1«: Ez. ll.i» rechtfertigen, freilich mit wenig Glück, was selbst die oberflächlichste Verglcichung zeigt. Man vergl. hierzu auch die Definition bei Maim. Moni I, 0. 50. >) Fol. Ha—12b. *) Fol. 12b. So deutet er Spr. 6, i.;: C»S> bjf V.2yh \2 Ci mji'V «*C33 "CMn riSPTf» JÖSW Wrt JUS» "itMt. =») Was bedeutet hier nfel rJ1^? Odhclius a. a. 0. S. 175 bezieht es auf Christus: der Autor habe sich hier absichtlich dunkel ausgedrückt?*n NX- -irx recen c~ n:*. n ■ *rb rc£> izbz zvim nvn an n:r.:\v-> ti r»i^-»sn r^sn nir>,~ ^zrz z'~*;n zxrm t, -cr.z riziz ^rhzn p^ir ,crrc cz-pzi ~;:rc~ r^vbz'____-rx stipVjcyb> ~;pr rrrh (-r^-rn mzb: r.r\x ^z~z' ^-tsn rexrs y; yz rzrb t. p:zrvtzz x;pr:n r-^z^.;z-zr. rvc"»c.-.----irraz bx rvz* "z bv bznz s;p:r cpzz frzx irsn. %' ~v?;b nsm irpyrcn \ -cw z'ct«- rveter.....cm vhy cp^-u* =]xi rcytt' xen irirs rcwn nwyb &v izbz | 4 /rNcrc nnr >2 i