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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1892-01-01 · 10.1892 · page 7

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
10.1892
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273565--0336-2274101
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unerschütterlichen Gottvertrauens gehören, als welche er fünf aufzahlt*): 1. Den Glauben an die Vorsehung; 2. Den Glauben an die Liehe Gottes, welche Mensehen zu Boten ihrer Barmherzigkeit macht; 3. Die Krki-nntniss, dass alle Hoffnung auf Mensrhen eitel und sündhaft ist; 4. Die vollständige Unterordnung unter das Gebot Gottes; 5. Den Glauben an die Wirksamkeit des Gebetes. Unter diesen Voraussetzungen erweisen sich freilich die 3. und ä. hei näherer Prüfung vielmehr als eine Folge denn als eine Voraussetzung der unerschütterlichen Hoffnung auf Gott; allein sie verdanken ihre Hervorhebung gerade an dieser Stelle der Bezugnahme des Verfassers auf seine Vorlage. Mit der 3. Voraussetzung polemisiert er gegen den „englischen (Jruss der jungfräulichen Mutter1* und gegen die Anrufung der Heiligen, welche Canisius au dieser Stelle behandelt*). Mit der 5. Voraussetzung alter gewinnt er die Gelegenheit, entsprechend seiner Vorlage, die hier vom Vater-Unser handelt, von dem Gebete überhaupt zu sprechen, von der Pflicht, wenigstens dreimal taglich Gott anzurufen, nichts zu gemessen ohne vorher und nachher Gott zu danken, im Leide wie in der Freiide zu Gott aufzublicken und die überlieferte Form und Ordnung der Gebete in keiner Weis«? zu ändern1). Das dritte Hauptstück beginnt mit der Delinition der Liebe, die mich hier mit ihrem Vorbilde übereinstimmt, wie die folgende Vergleichung ergiebt: A. .!. toi. 8a. Kl. K. S. 75. > "iü'K C'p^NH PN*. n:ir: n:rc N*n rerwn Eine Tugend, von Gott eingegossen, daduich -]zb *n pnc,::Pi,{* nnysEx: Gott wegen seiner, der Nächste aber wegen Gott reu« n\Vmi vby *~zn irbya cm rbn: pn?£ geliebt wird. by cbzp^ *;x rwn renxn nz-rn r.xi'i rwbrzr . -■"n5? c':nä i;n n*n:ii:LB c;i msem m\nn rm w psirc "=:r ^-p ^yc nv":" px .^>p "pzrb *;tr -pyi r-ipz V-j ihz Der Kl. Katechismus behandelt hierauf die zehn Gebote der Schrift und die fünf Gebote der Kirche, ersten* mit der Begründung: „Obsehon zwei Gebote der Liebe sind, in welchen die Vollkommenheit des Gesetzes besteht, werden doch die zehn Gebote darum hinzugethan, damit alle desto klarer verstehen, was zur Liebe theils gegen Gott, theils gegen die Xebenmenschen gehörig *)•" A. J. weicht aber hier von seiner Vorlage ab, indem er die besondere Behandlung der zehn Gebote unterlässt, und zwar, wie bereits D.'Oppenheim a. a. OL angemerkt hat, aus dem im Talmud Benuhot 1*2 und in der Parallelstelle im Jeruschalmi (vgl. Aruch s. v. pv^jpp) angegebenen Grunde, nemlich um nicht der irrigen Meinung Vorschub zu leisten, als wäre man etwa zur Beobachtung der zehn Gebote allein 'verpflichtet: p "^y px väjo xSr CT^n piciinp ^SSC i;p: "O v?vx \x c^nn rwtfy j6n mipn. Dagegen behandelt er hier den scheinbaren Gegensatz zwischen der Gottesliebe und der Gottesfurcht, den er bereits in seiner Delinition der Gottesliche angedeutet. Seine ausgleichende Erklärung ist hier wörtlich entlehnt aus Mainionides Jad, Jessode-Hatthora e. *2, §2, nur dass er noch hinzufügt, dass die aus Liebe und Furcht gemischte Anhänglichkeit an Gott den Trieb in uns weckt, Gott ähnlich zu werden durch die Nachfolge in den Wegen desselben '). ') Fol. 7a ff. Vgl. hierzu die ähnliche Ausführung bei Baehja a. a. 0. Pforte4, e. .->: -ig'X r*2*?."7rr ~j{ •in cen ,\i'cviS« p.nc2.i c-sf? ehr fn.T^ pnaa. * * " r" ,% 0 Fol. 7 b: »sct r'jn ts» b%; nrac» 'sr irhm nrart *2 *rbvz xSi 7:2 w"ö2 -,r-r ■iep cs'i ctx2 ne2» "ürst rzxi nrx 2t:~ issr im rsfrr, rxr» cc,; W2 - ^3? w \t p iynr. 3) nr-a nw*. wbz sen« \z r.yvi cern ^:as* yzzzz s6\ Mit diesem Ausspruche stellt sich auch A- J. m die Reihe jener Autoritäten, welche sich seit Ahr. ihn Kzra (vgl. seinen Comm. z. Koh."\ i) für die Abschaffung der Piutim ausgesprochen haben. * *) A. a. 0. S. 7(5. Fol. sb: pjn r:^2 myxs»2»T pr:.T T'esrr re^rr .v.v .wrc rsw ~ "i2r \zxn ncr cvn.

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