Mannheim
Compact Memory

Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1892-01-01 · 10.1892 · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
10.1892
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2273546-2273565--0335-2274100
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Antwort des Schillers durvh Fragen zu mit erbrechen, mir zweimal forscht er muh dem genaueren Verständnisse einzelner Artikel: einmal (fei. 4b) nach dem l*nterschi.«<le, der zwischen der Prophetie Moses und der der anderen obwaltet, worauf der Schüler die bekannten vier Vorzuge des IV.phetenvaters aufzählt1); sodann nach der Möglichkeit, auch vor der Ankunft des Messias durch treue Uebung der Keligion sich das ewige Seelenheil zu erwerben. Hiermit schlieft das erste Hau'ttstück über den Glauben. Das zweite Hauptstück beginnt mit der Definition der Hoffnung. Auch diese stimmt mit derjenigen des kl. K. fiberein, nur dass hier A. J. nach seiner Eigenart in der Frage einen Theil der Autwort schon vorwegnimmt, die Gegenüberstellung von Frage und Antwort bei beiden Verfassern wird dies ersichtlich machen: A. .1. fol. 6a.! Kl. K. S. 71. TO <h -rcx .-vryz-, r,;\CNn >vn nc n-CNtr ^r.N 1 Fr. Was ist Hoffnung? Sizb r« r^wv rvba r,'b:n yrrczn x*n j?N*in zbvjz T'wn bx VPiCSwI cp^sn rx" rv^rs rere x'-n;rü:n 'P A. Sie ist eine Tugenil, von Gott eingegossen, jor*r r*:» =:;-! E*r.*i:2 i;s r.r>*äCN2 ""^N dadurch wir der Güter unseres Heils und ewigen "C"i iyfy ^pbitn ~D~n "»insn Lebens mit gewisser Zuversicht gewärtig sind. Hierauf behandelt der kl. K. das Vater-Tiiser, zu dein es unvermittelt durch die Frage hinüberleitet:' „Woraus lernen wir recht hoffen und bitten?" Ahr. J. aber folgt, iiier scheinbar dem grossen Katechismus, der zuvor noch folgende Frage erledigt, die auch jener hier behandelt: A. J. fol. C>b. De summa doelrinae S. IG-). C^ZVi ri* SW*? '"'C nu,y'r *=:*> "pn-T "ST r.TW "\ .Qua ratione haue spem licet. eonse<|ui??*,2?'rc rVrxn < ' CZ2Z CN ^;r:x p .... vzxo }ZZ%- "^"NC ~\zyz n l'rimum huc pertinet ardens et frequens ad C^i bzz D,"pnt? ^X C*Z^"i C~Z';z ZX Deuin pret atio. Deinde nutrienda Spes est et C-"'!: CirpZl mS2 u~1 £""jpn C"*;~.n excitanda (juotidiana meditatione honitatis ac b*nz'b ~\Z ~nsi .r.s ^irrrr.Tf: r~'n bv beuelicionim Dei . . . . Dornum couseieutia pu- 12T^/?r rx ££1^ V'^e r.Srr"' '^"rz ~'Cp~£ . ritas ronjungendu venit. eatpic piis operibus .^TiV^'pz X/D" et invicta in adversis jiatieutia semper est comprobanda. Nun folgt b<*i A. J. eine sehrnic Auseinandersetzung über das au das Vorhergehende recht passend angereihte Thema, dass uemlich jede von Gott angewandte Hoffnung, wie die Hoffnung auf Keichthum, Weisheit und Körperkraft oder auf Verwandte und Freund«; zuletzt zu Schanden werden muss3). Endlich behandelt, er die Voraussetzungen, die zur Erlangung eines 0.Glaubensartikel nicht weggelassen habe, sondern nur der Ucbersetzung der Talmudausgabe gefolgt sei, die im Grunde genommen das.-eibe aussagt, wie das "r rzb'rz r:r,r. sS rr'rr, rsrs' der S. Tibborf sehen Uehersetzung. Ks wäre übrigens bei der tadellosen Keehtgläubigkeit de> Verfassers vollkommen unerfindlich, warum er .sich hier absichtlich zweideutig ausgedrückt haben sollte. Dass man aber die Fassung später dieses Artikels dennoch nicht prägnant genug fand, zeigt ein erl;uitcrnde*-Zusatz, der sieh hier in der Altonaer Ausgabe 17:58 findet, und den die Helmstädter Ausgabe 1704 - von den frühem zu sebweigen - noeh nicht hatte. In diesem Zusätze lesen wir deu Gedanken, den Mendelssohn in seinem »Jerusalem; (Ges. Sehr. III, Leipzig 1SW) S. V,:>(\ ausgesprochen, und den er vielleicht hieraus entlehnt hat: CS* '.p-KP TS U1? ,T:* 'IC Ith IV •Ä"W.irK"!tt» HCS nw 2?v, rS-. rT. ,.P.S s.,«.if,ö ,23.3.3 sr xSr T.j?ai Mb vb-jx x: xr n'"x *.:b rnb nsv «Cf r>rrJ^ c%'-b' nr*S "'ZZ'b Diese Ausgabe hat übrigens auch sonst noch Zusätze, einen hinter dem 2. und einen hindern 12. Artikel, in weich letzterein 18 Heilsereignisse aufgezählt werden, von denen die Zeit der Erlösung begleitet sein wird. Auch diese Zusätze fehlen noch in der Ilehastädter Ausgabe ') Vgl. Maimunis Misehna-Gmimentar Sanh. Abschnitt Chelek, Artikel 7; Jad, Jessode-Hatthora c. 7, § 6; Morc II, 35. «*. ' *) Wir eitleren nach der Editio tertia, Colouiac UM. . »r * ») Fol (5b ff Vergl. hierzu Bachja ihn l'aktfda's „Chobotu-halcbabof, Einleitung zur 4. Pforte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.