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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1892-01-01 · 10.1892 · page 5

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
10.1892
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273565--0334-2274099
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luge seines Buches verdankte und nur in den Punkten von ihr abwich, wo sie so wesentlich christlich.* Einrichtungen behandelte, dass er für sie keine Analoga im Judenthum aufzufinden vermochte. Hieraus wird endlich die Erklärung folgen, warum dieses Buch trotz seiner Feinheit und Yortreftlichkeit seinen Zweck verfehlte, warum es /.war viele Auflagen erlebte, niemals aber zum Unterricht»? der Jugend benutzt wurde. Der kleine wie der grosse Katechismus des 1\ Canisius behandeln in fünf Hauptstüeken den gesummten Lehrinhalt der römisch-katholischen Religion. Den Eintheilungsgnmd bilden hier die drei sogenannten virtutes theulogicae. und so wird im ersten Hauptstück, „von dem Glauben und apostolischer Olaubensverfassung^'); im zweiten „von der Hoffnung und (lebet des Herrn oder Vater-l'nser**: im dritten „von der Lieb«' und zehn Geboten", abgehandelt. Hieran reiht sich das vierte Uauptstüek, welches „von den Sakramenten" reitet, und den Sehluss bildet das fünfte, welches die Lehre von Pflicht und Schuldigkeit christlicher Gerechtigkeit" enthält. Wer nach diesem Schema einen jüdischen Katechismus schreiben wollte, der inusste von vornherein das vierte Hauptstück „von den Sakramenten"* ausscheiden. In der That enthält der Lekach-tob A. J.'s nur vier Hauptstücke, die von dem Glauben, der Hoffnung, der Liebe und der Rechtfertigung handeln und damit den gesanunten Lehrinhalt der jüdischen Religimi systematisch entwickeln. Seine Darstellung beruht gleichfalls auf der Annahme, dass Glaube. Hoftnunij und Liebe keine „moralischen" sondern „theologischen" Tugenden sind, denn er führt sie nicht auf unter den Tugenden des vierten llauptstückcs-) und er erklärt sie ausdrücklich für Voraussetzung und Grundlage der Religion.') Dennoch weicht er im Eingänge seiner Darstellung, getreu den Aufstellungen jüdischen Religionsphilosophen, von seiner Vorlage darin ab. dass er die t.''»ratio ex nihilo. an welche sich die Einsetzung des Sabbath knüpft, als die Voraussetzung aller Voraussetzungen voranstellt.1) Sodann erst geht er an die Behandlung seines ersten llauptstückes und siebt auf die Frage: (Fol. :ia tT.) „?-yy nz'T rz^zz' r.:v:sn n-v \m Wesentlichen dieselbe Autwort wie Canisius auf die Frage: „Was ist der Glaube?'* nemlich: A. J. fol. 3h. Kl. K. S. iw. -•stf favir-e:-: &pbx Tnn N*n n;v:vxn Eine Gabe Gottes und Licht, wodurch der *-* b]! C*™n bz CTC*«: *:n nr^CJC Mensch erleuchtet festiglich allein dem beifällt, C%-N,::*.n! was Gott hat offenbaret und durch die Kirche , uns zu Glauben vorgetragen, es sei gleich in der , Bibel geschrieben oder nicht. Während aber hierauf im kleinen Katechismus die zwölf Stücke des apostolischen Glaubensbekenntnisses aufgezählt und der Reihe nach erklart werden, knüpft A. J. an diese Definition die Aufzählung der dreizehn von Mninmnides formulierten Glaubensartikel, die von dem Schüler in so klarer und gemeinverständlicher Weise vorgetragen werden '), als es der philosophische Jargon jener Zeit überhaupt zuliess. Darum hat es der Lehrer nicht nötig. «He ') Die Citate sind der Gemeinverständlichkeit wegen in deut-eherSprache nach Dr. Karl Buchrueker's rüic Xormalkatcchismen tler christlichen Kirchen- S. i».')tV. wiedergegeben. -) Vergl. npS fol. I Ia ff. Wir eitleren nach der editio prineeps. "•) Fol. 3a: ^r.T cS^*- ''."iz.^s —) S^r•:,, *o: "sS "u1*: cu* -!•:•**■ \~\- S*> -S:"3r *:*r-2r \"*:**;s2 tt» ferner fol. 15a:?(Religion =0 rr/Exn zr.'Z* r':r_ ■*u,*:":\-"; z---r Antwort: c;-*:;T-ns ^2:u' **:*\s7~'\--:^Vr *) Fol. 3a:?.t.t" ce^ rzvzsr* tr-r kvt Antwort: zh:?r> rs" psVV; **•»•*:.•; rt'2 nSxrr'r r*2"B *s vpSn SS:: es tws'Ss *: **,'•»••;* »a px*. ».rs^ ft.ruev f,,». -..2S ^,.7- >»~--c» ^xx^y pn-ssr?%r, iSsn p»tcvw u-trS rzz* sS*. rr.^r, -pyt Antwort: tc* Sh: u-*^ s\-r zb^;r, uv-rrir'*^ *■: jv.*nc\t ^sii» S:i oTcn r\*-r% pvS: piapi etcät: »•vr\s*l- S:* r-rex .*-s*::r: *r.**:n rsr.T rr*:« nrjn ir2:n rrw nr. j: *c*xrt ~ Sy cS*y,-* srnS*. s-:S rt-an n-ne» *•*:: *: zsrt »x .-Er rxb Ss'VS^yVtPcS-*» 12*. .*Ss S: TS n'.ryS. Vgl. hierzu Mahn. More II, c 25, 27 11. 31. 5) .l>i-" Fassung ist hier kürzer als die des Maimunisehen Commentar» zur Mischna, im Wesentlichsten aber stimmt sie mit derselben überein. Vgl. auch Mann. Jad. Jessode-Hatthora c. 9. § 1. D. Oppenheim ist dämm wohl im Rechte, wenn er a. a. 0. gegen Steinschneider;H. B. VI, St, vgl. Cut. Rodt. t::>4*- bemerkt, dass A. J. den

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