Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 7.1889
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 24)
- Language
- German
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- 25 — und r«»in n«»uh«hräis«h. Die Form EIS TrS rT2 TS *~" hat «»im» alt»' Misclma Gittin i». :5. Vgl. das. 9. 1; i». G. rrr.Se r*-2 'r.Sc U"X und Babli «las. 2Ga Ss%.£t? 'S 'T..V ** X. Aber wliou Mischn. das. i». hat die aramäischen Können. Bei d«*r Ketuhn, Wiht rahhnuM-hen Einrichtung, findet man nur schwache Spuren, welche auf eine anfangs kürzere, Fassung des Aktenstückes schliesseii lasseu könnten, obwohl die Form sicherlich, wenigstens was das Idiom betrifft, ge>«-hwankt hat. S. Misch na Ketuhot "». 1 "CiT . . . 2»**;. das. f. 12 «Ii«; judäische Formel "pZ'TZ **"? *»"*S C'2**T~ **> »eben den aramäischen Ausführungen das. 4. 7 - 12. Vgl. £V")."S pjofy und j*:r*.r Vn S'-lICrSs %:Z TWifta Kef.ibot 4, B. M«;zia 101 a und Misclma Schebiit lti.-l Gcldwerthe hat man vielleicht, da Mi' intlcrBezeiehuuiig der gewöhnlichen Umgangssprache bekannt waren, immer in dieser augesetzt. Misclma B. Batra K».2. In Bezug aufzählen s. Xedariiu IKia, Tosifta Megilla I p^f* ZPZZ %:*Z* Vgl. .lerusch. Meg. 1.;,. - Die jn späten talmudischeii .lahrhuuderten vorkoiiunendeu Urkunden sind, obwohl ebenfalls kurz, aramäisch gehalten. So Kaiifiirkuiiden B. Batra 61 iL; das. GOfiv. Verptandungsbriefe B. Mezia 7Gff., Ketuba bei Leviratsehen, die Weigerung in der Minderjährigkeitsehe, .Ichaiuot 52a: H)7ff. Vor allein weisen die von dem (ierichtshofe als soleheu ausgehenden Schriftstücke eine tiefe aramäische Färbung auf. Zwar liest man wie in der Misclma B. Batra 10. G VCS* pn£; . . - ""Sc C'*S CVp V? pC'J?*. noch im Talmud das. KUSff. p'.n^ "JU' S'i'.n ---C, allein die eigentlich talmudisch festgestellte notarielle Beglaubigung ist wie ihr Name «xrrc'X) syrisch, Ketubot 21a |2> "**. sr.S"-. ebenso das Pfänduugsmamlat uud der Abschätzuugsbrief <und XfCnS). — Im geschäftlichen Verkehr«» des Volkes haben sich vielleicht die in talmiulischer Zeit üblich g«»w«»s«»n«»n kurzen Form«»n bis zu «len Tagen der Geoncn erhalt«»ii. Unt«»r «lies««» waivn si«» s«-ln»n «?rw«»it«»rt und ausführlich. S. (1. II. 180 und llarkavy das. Seite :;s:;. Wann die Formular«» «JV.'CS' %3*.pp> wehhe die kairwaner Fragesteller *58*i erwähnen, zu.smtmeng«»>tellt wurden, ist unbekannt. Sadia schrieb wohl ein Buch über die Urkunden r*"C2» *C. wir wissen aber nicht, «tb «'s nur die iM'züglh'heu G«»s«»tz«: od«»r au«h die F«»rmularien enthielt. S. Z.:».:». 11 uud G. II. 2.U. Siehe llarkavy das. S. *>G."». Die in ihm gfnnäischcu Kesponsen wörtlich angeführten Urkunden siud nicht zahlreich. Alle von einem G«»richtshofe erlassenen Stücktr sind sehr ausführlich und aramäisch. So «las Krneiinungsdeeret «ler Richter (I. 11. ISO, «Ii«» durch Baunautlrohuug eröffnete gewaltsam«» Kintreibuug der Schuld, das. 1S2, di<» gerichtliche Aufivchthaltung d«»r Urkunde, welche von des L«»s«»us unkundigen Zeugen g«»f«»rtigt ersch«>iiit. das. 2158 und S. Z. 4. 7. G; das Urth«*il G. II. Vi. ."i. Von den (iconeii sonst erwähnt«» Privalurkuudcn liest man theils in hebräischer Sprache, theils in aramäischer lle«b»forin. So ist S.Z. Natrunai 4. 7. 41: Nachs«h<in 4. :i. 4: Jacob 4.'A.X>. Vgl. das. 4. X l (nach M.W. von Hai); 4.3.2: 4. G. 11 und 4.7. 14. — Der von «lYn letzten Geonen aufführte Wortlaut privater Bechtsurkuiulen ist mischnisch-rabbinis«h. Siehe (i. II. 1S1. die Vollmacht. Selbst die Anführung d«»r geiichtlieh uotariell<>u Bestätigung am lind«» di«»ses Respuiisum* n«»igt sich «lern Hebräischen zu. Uo«h kommt aurh die aramäis«ln» Beglaubigungsfonnel das. 1 vor. H«»bräis«-h schri«»b mau in Kairwau «lie Schenkung und die Vollmacht, «las. l!»i», «»beiiso du». Verwahrung vor der Ausfertigung ein«»s Aktes «las. 3:>f>. In d«»n arabisch g«'schrieb«'n«»n B«»spons«'n erscheinen di«? F<umulari«»n sehr weitläufig. S. Z. 4. 8. >2 uud G. 0. W. 90. — Unser«? spanischen Uesjninsen halten di«? h«*bräis<;he Färb«; fest und h«»wahrcn «Ii«» angeführten Aktenstück«? im umfangreichen, k!ar«'u und «b'utlich«*ii Ausdrucke. 22. 24.4.). Wir könu«'n au dieser Stelle nur hinzufügen, dass «Ii«? R«:chtsf«>rmulari«»u ein«»s jüng«»n»u Zeitgenossen unseivr Rcspondeiiten, des Rabeuu Gersoiu in Metz, welche R. .lerucham b. Meschullain in Adam Wt-chawa und Mcschariin mittheilt, denselben Charakt«»r tragen. «") Si-Iten w«;rd«»n in den ll«:sp. der (leoneu ilie Gemeinden genannf, n«»cli stdteuer sind ihnen B«"fugnisse zuerkannt. Das Bannformular Paltois S. Z. 4. *». 4 kennt r"C3r *ü;"C .'\""2 ,C"pt ,r**C:r der (ierichtshof der Celehi t«»n ist «»s aber, w«»lch«»r ihnen «Ii«? Kuudma« lmng zusendet, nach d«»r sie sich zu halten haben. Aktiven Autheil b«»i <h-r Verhandlung eines Falles .scheinen si«» ni« ht zu nehmen, lu gleich«»m Sinne spri« ht Sar Schalom «las. 4. 1. ö. jö *tt,M*C"b*. In <i. L. 41 wird die Frage behand«»lt, oh_eiu «»ine von demselben zu üben ülicnionnnt'ue fi-oiitm«» Vi'ri'flichtung «ider eiu«?u Bann aufheben kann. Bei d«?u Kesponsen Natrunai*«. in denen wir wied«»rh«dt dt;r Genn-ind«» begegm-n, muss nlau fragen, ob dies«: ltesp. nicht zu d«'ii«»n g«'hören, welche N. nach Spanien g«»semlet hat. Solch«», lesen wir auch in Sidur Aiuram Auf. «las. 42a, G.O. W.2G. Vgl. Warnheim, Kehuzat Chachamiiu S. 110. I)«»r s«.-haife Spru«1i gegen di«? Häretiker, Sidur Amr. 37ff. soll allerdings die G<;iiu;iude b«- 'stimiutfu, die Sund«?r zu bannen und v«»u der Theiluahni«? au r«»Iigiöseu Akb»u fertizuhalt«?ii. Iu gleichem Silin« ist ^np in S. Z. 4.7.38 erwähnt. In dem Uesp. S.Z. 4.7. IG wird der Kunde, w«»l«-he die Gemeinde von der Streit- Mi« ht «»in«»* Manii«?s hat, keine b«'sonders namhafte Bed«'iitung b«»3g«-le»t, der (Sei ichtshof wird vhdim hr aufgefordert, neue Uiitersmhung«!!! darüber anzusTctb-n. Vgl. G. H. ÖV.) iS "ClS*. ','ZZ vb'J Vripn1? ".ST **: {6h. wo die V«»rsanimlung als Zuhör«;r;us.-istirt. Dass die G«*m<'ind«'u ihre Lehr«»r und Richter ernannten, ist selbstverständlich. S. Z. 4. 7. :•»:•. Iu Kuropa tritt die G«»m«?inde neben d«»n L«»hr«-rn und dem rabbiuiscln'ii G«-ri« htshof«? in voller Bed«:utuug auf. An di«; Gemeinden Spaniens s«hn»ibt, wie Natruiiai, spät«-r auch Sadia Ab. b. Dav. S. 74, während noch Sxherira uml Hai ihr«? reichhaltigen Bri<;fs«;ndungeii nach Afrika an die dortigen S\'hulhäus«:r adressieren.. (J. II.'Seite 27. :>2 n. a. a. 0. — Auch di«? Kxordien «ler poetauischen (iebete geben Zeugniss dafür, dass in europäischen Landen di«? Gemeinde auch für die Fortbildung uud Kntwickelung des Judeuthums grosse, eru«iute Wichtigkeit erlangt hatte. Wahrend die alt«? Formel *ß nnr-CX C'riS r>l C'r.33*. L'ZZVl VCG nur Lehrer und Kuudige berücksichtigt, hat schon Kalir im R«»genpiut .2**y". m%?2X ffm ,2-pS C"C S'CS '%V$T> Z"i WV 2"! bzpz p*i* und .Ios««p!i ibu Abitur sagt iu d«»r Kinh-itung zur Aboda ^."p p'C"-- /SVira {"finj riX^3K. K«)b«;z. m. j. Geun. S. IS. Si«'he Sachs, relig. Poe«. S. 251. Wir können hier nur kurz darauf hinweisen, dass die Bedeutung" d«»r Geim'iiid«»n in den Po«*si«»n und in deu Schriften «l«»r Lehrer auch in den anderen europäischen Läud«?rn hervortritt. Simon b. Isa«: aus Mainz, am Anfange des II. Jahrhuuderts, singt in