Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 7.1889
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 21)
- Language
- German
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22 — «?) Ahr. I». 1). schn-ibt: py-tr V.-S8» T'SO 3"2>X* W,^1! *""*3-3 p»"?3 TSC *Ä»:« S1? *?3S 13 pTT. pS*>-' pr*i? V.". Di»; Unwissenheit der >pani»cheii Juden, .selbst ihrer, welclie dem Studium des Gesetzes nicht fern« standen, ist durclt die Responscn «ler Gemren beurkundet, <i. O. W. 26. 83. Auch dio Anfragen au unsere Lehrer gehen hievon Zeuguiss; 21. 41. Ainad<«r «h» Ins rius, Historia social polit. y religiosa de los Judio,*. d'Ksjufi v, Madrid 187.">, I. 142, sagt von R. Natan, dem frülieren Richt«'r Cord«J>as, der in Gegenwart R. M«»se\s den" Satz aus dem Traetat Juina vortrug: Dandole intcrpretatiou distiuta a la ncihida en la Arademia de Sur» (?). — Einfach und klar sind die Erklärungen R. Mnse's in 9. U). IS. 14. h) Der Text A. h. Davids in d«*r Erzählung vmn Lehen l'liaiiuclfs hedarf der Prüfung. In demselben wird der Tod des Lehrers 13 Jahre n***.' vor dem Hinscheiden Hais angesetzt. Seite 71. Man muss 23, 2:» lesen, da Chanoch 1014 starb, Hai aber nach A. b. D. Seite (57 zwischen!>'J0 und 1<)00 ins Amt trat, in welchem er. 10 Jahre waltete. Jos. h. Zadik I. c. lässt in genauer Bcmhnung Chanoch n>UT ~ 1014, Hai aber rtÄ*."i *= 1ü:!7 .sterben. Vgl. Zaeut«», Jochn.sin. — Das Leben Chanoch's war sturmbewegt. Ks scheint, dass er schon bei Lebzeiten Chasdai's Gegner hatte; denn dieser nur war es, der die Feinde abhielt, verletzend hervorzutreten -nj* plSn1? b'Z* .TnC' CtS .Y.~ VS*3 ".ys^ . . "S'Cn "* fn'CC. Die beleidigende ßeurtheilung Josephs gegen Chanoch hat vielleicht auch schon damals stattgefunden. V2X SC3 *?>' 3*""~ "2 £>3 . . . ",pbv,2 'lECl. Erst der spätere Satz scheint von Tagen zu sprechen, die auf den Tod Chasdai's folgten. ~p%.*?rc *?nprt p*?n;*S . . VS'3 ".S'SU' S'^':."; *S"!Cn n PVJ2C "n« rhViZ. Jetzt konnte man R. Chauoch bekämpfen. Möglich ist es, dass schon R. Mose seinen Sohn als seinen Nachfolger im Amte bezeichnet hat. Nimmt man dies an, so wäre es verstäiidli.di, dass die Partei R. Chanoch's Parteigenossen des R. Mose genannt werden r.il'S b*Z* P3 .T3Ä* T]?. Doch wird man wohl besser "pjn n Stt* P3 lesen. Die Lesart "'in n 2*xZ'*n scheint eine Corruptele zu sein. Wollt«» man sie halten, so miisste man ganze Satzglieder einfügen. Erst als R. Chanoch's Genossen in der Gemeinde zum Siege gelangten, verhängte man über Joseph den Rann. Ei* wurde wohl von dem Rabbinate unter Zuziehung der Gemeinde, ausgesprochen. Wir lesen \T.2*"*n.Ti . ..Tu* . "TU* P3 ."H3X* ~>\ dennoch wird der Bann wiederholt als 3"\" "Vi*, bezeichnet. Nach einer Lesart blieb die Yerhäiigung des Bannes über Joseph auch auf den Chalifen nicht ohne Eindruck. „D***,1*r "S V"y* C,"in,.~ "*2 *S>2 ~w*X3" sprach dieser. Auch nachdem Joseph Cordnba verliess, hatte Chanoch zu dulden. Jakob ihn Gau wurde von Almauzor die Oberhoheit über die Juden des Chalifates verliehen. Die Gemeinde der Hauptstadt drückte ihm ihre Anerkennung in einer besonderen Adresse aus. (Die Lesart r'S'U'33 n^3C.T *S *3P3* das. Seite 70, .scheint uns gesichert, es >chliesst sich diesem { Satze passend .. ,-*riX OJ! *J3 Su'S "3 3*P3* :«»). Er verbot Chanoch, fürder des liiehteramtes zu walten*. Alle frülieren Gegner Jakobs fielen nun von Chanoch ab und beriefen Joseph zurück, indem sie ihm das Rahhiuat in Cordnba anboten. Chanoch stand allein. Doch Joseph lehnte ab, und zollte nun seinem ehemaligen Gegner volle Anerkennung. Nach der Lesart ,**2,t!,* **.'X"1 1PV.YJ, das. Note I I, könnt«» man glauben, Chanoch habe gcratle durch seine inzwischen entfaltete Lehrtätigkeit seinem einstigen Rivalen die Hochachtung abgenöthigt. Der Grossinuth Josephs dankte es Chanoch, dass er im Amte blieb "pjn '"! *C*n . . . . 2P3 il'X'b*!» pSC» **.£?*;*.. Wenn er 1 aber auch richtete und lehrte, war er doch . nicht immer Von Freunden unigeben. Noch beim Tode Ihu-Gau's wird dieser als Feind des Rabbi bezeichnet -*«*,»:• PS 3.T.X HPS* "2**X P*23 "'Ü'S5? TX3- Kein Wunder, dass R. Chanoch im Gemüjthe gt'bcugt und getrübt blieb. Wir höivn auch nicht, dass d«-r Baun gegen Joseph zurückgenommen wurde. In Beg-Auna wie in Pundpadita wird er noch beachtet. — Vergleichen wir die Schriftstücke, di« uns von Chanoch erhalten blieben, mit den Arbeiten, welche den Namen R. Josephs tragen, so müssen wir zugeben, dass der letzte als syuagogaler Dichter, als Bihclerklärer hervorgeragt haben mag. Allein in den Responsen zeigt sich Chauoch erschöpfend, umschauend und im Besitze eines sicher prüfeu<l«*n Auges. Joseph i>t in den 9 Responsen, die von ihm auf uns gekommen sind, kühn in seinen Crtheüen, begründet aber nicht immer genau und erschöpft nicht immer den Gegenstand und «lie Quellen. S. 52. 5-1. 55. 5l*>. >) Sicher und bestimmt sind die Ausführungen in 25, 27, '50, 35. Alle Seiten der Frage und die möglichen Eventualitäten werden erwogen in 19, 3G. Klarheit in Erklärung und Beweisführung tritt besonders hervor in 22, 23, 24, 2S und 46. W) A. b. David sagt pm^S lES'U* bn$2Z" ~hzb *3-*>* ]'.vb2 T-sSpn S: PS U*V2 pr»2f» 13 rc.* n Joseph mag eine Zeit bei dem Chalifen beliebt gewesen, sein. Die Redewendung, durch welche Alhakim tU-u Li'hrer bestimmte, Cordoba zu verlassen, ,Würden mich meine Muselmanen so hassen, wie Dich die Jtnläer, so wollt«; ich flüchteir, scheint zu bestätigen, dass der Lehrer früher «lern Herr.scher nah«* gestamlen habe. D«;r Uebersetzer «les maimonidischeu Mischnacommeutares zu Nesikin berichtet: *?3 U'TS n *33 "J"n p23 'iiy \\vb2 ^wSpn. W«>llte man annehmen, die letzte N«>tiz spreche von einem «'lläuternden Commentare, in der eisten sei von einem für den Chalifen bestimmten Inhaltsauszug«» die Rede, so könnt«' man dies durch nichts beweisen. U'TC kann für beide Begriffe gebraucht.werden. Jener Uebersetzer «les Mischnac«»mmeutars sagt das. *3i> 'bs nir.S'P.T cir.vei p'irSra c.TT.3«n v^-j? . .. c*i33;i C3"» *i*n st**,*:* und ... c^s:a Tj? "Zm%; p.^3 BJ?-2Ä» nTP». .TIPH V^-.CI ... Wir" 'ti'Sr,. Abrah. b. D. w.'ndet «ks Wort U»T2 durchweg in dem Sinne des. Erklärens an. S. das. Seite GS, 75, S4. >) Selbststamlige halachische Sätze sind zu lesen 7, 12, 27, 31, 08. Ueber eine Halache verhandelt wird in 14. Talmudische Halachot erscheinen, manchmal wiederholt angeführt, in 20, 2:>, o5, ö7, 43, 58. Eine geonäische Halacha als Beweis ist erbracht 29. 2?sy-h «'in«>r Lesart in Ab. h. D., ed. Neubauer, haben die Talmudbellissenen in Cordoba schou bei «1er ersten Begegnung mit R. Mose an dh'sen auch in Bezug auf Halachot Fragen gerichtet, jttpCCl r.'3^n