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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1889-01-01 · 7.1889 · p. Seite 20

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
7.1889
Date
1889-01-01
Page
Seite 20 (sequence 19)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273559--0245-2274007
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— >0 — Halaehisten gölten lassen, dass die hebräische Sprache in ihrer jüngeren Form des Misehnaausdruckes dem Volke geläufig blieb und dessen Gemeingut wurde. Nicht nur die Gebete waren in dieser Redeweise abgefasst, sondern ca wurden auch weitaus die meisten Hauptsätze, der Halacha von den Lehrern aller talmudischen Jahrhundertc in derselben vorgetragen. S. Rappoport. Kroch inillin S. 22.1. und Weiss, Dur Dor ÄST». Wie die Sätze der Tosifta und der BoraUhot. so ertönen aus dem Munde nicht nur palästinensischer, .sondern auch früherer und späterer babylonischer Lehrer die Sprüche des festgestellten Religions- und Rechtsbrauches sehr oft in misehnischom Hebräisch, zumal wenn sie leitenden Gedanken und Axiomen Ausdruck geben oder die Grundlage einer weiteren Schulverhandlung bilden, und die Regel glatthin und nicht im Gewände eines Beispieles dargestellt wird. Vgl. Luzzato, Grammatik der babylonisch-talmudischen Sprache, übersetzt \<>u Lerner, Petersburg 1SS0. S. I. l>ie Lehrer bedienen sich wohl auch aramäischer lärmen, zumal des -j<rr und . . . - AHein eben der Umstand, dass sie neben den im gewöhnlichen Verkehre und in der Schuldiskussion üblichen Redeformen gerade co häutig, die aramäischen Sätze an Zahl weit überragend, und besonders bei grundlegenden Bcstinmiuügcn das Hebräische in Anwendung bringen, beweist, welche Bedeutung sie dieser l'cbung beilegen. Auel» dort, wo sie für die Begründung eines Satzes oder für dessen Weiterführung das Aramäische gebrauchen, lassen sie den Hauptsatz in hebräischen Worten vorangehen: mZF Kr2P Sie Tee Spe2 Tir* "Srs* S2* ZZl U'S'e 'S 2 }"t r,Y\ ~eS^ B. Kamma 2»'.ff.: 'IS'TC "TV? *SC'C Vt:.T: JH? "J'p "2:2 "re*a -es Aboda Sara 71a: c—;r nr.t TS *V2Ä~ -">X . . . pSl'tt'*" pS •".» TS ."!> pniJÜM fhullin .">la. Auch in vorgelegten Qucst innen ist oft diese doppelspraebige Construction zu bemerken. C1C SCC *>2 . . . SeV>'- . . . PV.'B S'in1? pe* S52 " "SS s>"S2 pCC'E *~e r*S*,.%S r>2ü* vVy Nedarim :U»;v. Selbst da. wo die Lehrer fast ausschliesslich den aramäischen Ausdruck anwenden, z. B. wenn viele Bestimmungen in Bezug auf einen S;;tz oder einen Gegenstand in fortlaufender Linie mitgctheilt werden, wechselt mnuchmal der Ton der Sprache in den Aussprüchen desselben Lehrers, snep^ «»vi s~ps -»s'.ec1 *sx s;re •*! -es .. pjn we sr2 pr~2e r*r pu» Vsreu» -:es nr.v -t -es bzrw i.T'by p:-.2e Beraehot iißa: p:s n -es*... *e- -zr '-"^es sc: «bwc s*-*.: ".2 sen ■-: -esi ".2 p2« " -es": r:'w*2 p:nS -jre s*-'.; -2 sen *i -es . .. r22'2 r^e'. jeir ~\cb -n*.e srry -2 sen rs r>v.r> ^2 'ei vcu* »<r2w'2 sp*.r 'c*cS S'-'i -2 sen -.-s ."2*." -2 Sabbat tu? ff.: S2- -es*... "rspe "utu' .-s*- s2- -es **T5 se"pns*- 'S" Chullin l<iff. Allerdings sprechen die talmudischen Lehrer da, wo von Naturprodukten. Gerätben, örtlichen Beschreibungen und Nandel.sverliälfnissen die Rede ist, aramäisch, da die betreffenden. Bezeichnungen allgemein im Gebrauche standen und für sie auch das Verständniss der Hörer gesichert war. ebenso erfolgt eine allerwärts zu verbreitende Verkündigung (z. B. mit dem voraus gebenden prr.l"*. S^y*? ppSul Snpb) auch in diesen Lauten. Allein anderseits zeigen die Lehrer jener Jahrhunderte, wenn sie ihren Folgerungen (z. B. mit r^e'S rs*)5 ihren endgültigen halachischen Feststellungen (z. B. mit ^Ep;) meist die hebräische Farbe geben, welche Wichtigkeit die Schule dem hehräiseli-inisclmischeti Ausdrucke zuerkennt. Wenn auch die Auslegung kühn ist, so liegt doch sachliche Wahrheit der Erklärung zu Grunde, welche die Lehrer Raschi's dein Satze 121 p.E'Sa -E'.S C~S 2**n dahin geben, dass man die Lehrsätze in hebräischer Sprache, in dem Idiome der nn>- saischon Rede vortragen müsse. S. Raschi, Sabbat l.Va 2**"U\ — I» der dunkeln Zeit der Saburäer wurden Ergänzungen und Krklärungen in einer Sprache ausgeführt, welche eine tiefere syrische Färbung trägt. So sehreibt auch AchaT. So respondiren die alten Gooneu. Allein die kurze Halacha, welche neben dem Kcsponsum emporblüht, hehVissigt sich, wenn sie Sätze und Aussprüche der Mischna und des Talmud registrirt oder in kurzer Redaction zusammenfasst, der Redeweise der alten Mischna. Schon Sesna hat in IL P. r*S*2e %2u">*w'* pS'W %2*TJ? P'-,C2 "3 TC2 p2 p2->,e. Zahlreiche Beispiele der hebräischen kurzen Halachot Jchudai's und späterer Geonen liest man in llorowitz T. s. R. I 14f., Kinleitung Dt. und II f>f., ebenso in Schorr, Hallachot Gedolot in der Zunz'schen Junelschrift S. 128f. Neben diesen mischnisch-hebräischen kurzen Halachot gehen allerdings auch aramäische, namentlich kommen sie. in Anwendung, wenn sie die Mitteilung von Einzelfällen, eine allgemeine l'eberschau, oder neue auftauchende Fragen zum Inhalte haben. Ebenso flössen die beiden Sprachformen in den talmudischen Jahrhunderten nebeneinander hin. Dieselbe Erscheinung liegt im Halachot Gedolot vor uns. Allein die Responsen der Geonen des Jahrhunderts, welches dem Walten der spanischen Lehrer voranging, namentlich die Briefe der Schulhäupter von Sun», sind grösstenteils im mischnischen Hebräisch geschrieben. Die aramäische Form erscheint seltener. Dies gilt von Sar Schalom, Zemach b. Chajim. S. vorig»' Note. Von Hilai (nach dem Scherirabriefe ed. Neubauer S. «'19 Sohn Natnmars, nach A. b. David dasiMbst S. (55 Sohn Mischaets) besitzen wir fast »iur Briefe in mischnisch-hebmischem Ausdrucke. Schreiben, wie S.Z. 4.2.41: das. 4. .">. 24; das. LS. 22 »ml G. 0. \V. 20, von denen das letzte vielleicht ursprünglich hebräisch abgefasst war, bilden, wenn sie demselben Hilai angehören, eine Ausnahme. Ein gleiches Gepräge, tragen die Gutachten Sadia's, soweit sie ursprünglich hebräisch abgefasst sind. Wahrend die uns erhaltenen Crtheilc des Gerichtshofes, dem dieser Gaon prüsidirte. den tieferen syrischen Ausdruck festhalten, lesen wir seine Antwortschreiben in einem reinen, freilich etwas harten inischnischen Hebräisch. G. 11. .Vw, .wf», .">.">8 und .V>9. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass R. Mose die Art und »He Formen der letztgenannten Lehrer nach Spanien bnu hte, und so gebrauchte er und sein Sohn das alte, reinere Wort. Vgl. Note <i. e) Die poetische Epistel erscheint in der ueuhehraischeu Literatur zuerst in der PoLmik, welche von Karäern gegen Sadia geführt wird. Die einfach versificirte Anrede lesen wir allerdings schon in den m:usoretischen (Hussen des Mos. b. Moeha: cays T-rct res2» .B^rc er» irjn ir«? -e5? ,t^» ,c%r,j» f:x» c::,r *w D'cViy iy* ':c7 nnji .Q'ern cnx es .oisnai rsss im

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