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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1888-01-01 · 6.1888 · p. Seite 8

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
6.1888
Date
1888-01-01
Page
Seite 8 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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— s — weil er zu seiner Zeit schon eine Autorität für die religiöse Praxis geworden war (wie er auch Bikanate anführt B. .1. 0. Oh. 32, Pelia das. «1, Midr. ha-Xeelam, das. 182 u. dgl.), freilieh nur, wenn er dem talmudischen Herkommen nicht widerspricht54), führt übrigens hei der Aufzählung der Quellen, die er benutzt hat, in der Einleitung den Sohar als letzte Autorität einfach als "irvn 'D an. Ein kabbalistischer Schwärmer hätte nicht, wie es Karo thut"), den P^?2 iT2 als P'utf' 2TC bezeichnet, wäre jedenfalls nicht — nach dem Vorgänge des Xachmanides und des Salome 1). Addeivt — für Abschaffung der abergläubischen und unjudischen Sitte gewesen; man weiss, was mau darüber von Isak I.oria erzählt, und Jesaia llorwitz und andere Mystiker davon hielten. Unter den mit Lobestiteln angefüllten Anreden, mit welchen die gefragte Autorität hergebrachter Weise hecomplimentirt wird, befindet sich Abkat Kochel No. 27 eine solche, in welcher die dem Karo beigelegten rühmlichen Eigenschaften fast zwei Quartseiten betragen; nicht eine darunter bezieht sich auf seine kabbalistischen Kenntnisse. Kein Autor des sechszehnten Jahrhunderts weiss von Karo „dem Kabbalisten." Die oben erwähnten Trauerreden des Albelda und des Katzenellenbogen — und ein T2CG sagt eher etwas zu viel als zu wenig — erwähnen nichts davon, geschweige, dass er einen Maggid gehabt; desgleichen Moscaio nichts in seiner Elegie. — Im Kore 3511 erzählt Oonforte von einem Gespräch, das er mit Jcdidja Karo, »lein Enkel Josefs, gehabt, wobei der Enkel sich über die Grösse seines Grossvaters auslässt, und z. ß. erwähnt, dass sein Grossvater es so weit gebracht, den ganzen Talmud dreimal durchzuarbeiten11); dass derselbe einen Maggid gehabt, weiss er nicht. — An einer anderen Stelle (35a) sagt Oonforte: „Josef Kam Wohnte Anfangs in Xikopulis, dann aber kam er auf den Gedanken, sich in Zefat niederzulassen; Einige sagen, dass, als er in Xikopolis war, der Maggid zu ihm kam, und ihm befahl, nach Zefat zu gehen." Wie konnte Oonforte, zu dessen Zeit der Maggid Mescharim schon gedruckt war, in welchem von jenem Befehl des Maggid (mit dessen Ausführung sich Karo gar nicht beeilte) erzählt wird (IIa), sich ausdrücken: „Einige sagen" etc.35)? — Gedalja Jachja zählt im Schalschelet (05a ed. Ven., (52a ed. Crae.) die Gelehrten des sechszehnten Jahrhunderts auf, z. ß. 2^n rbzpn rerre czn N-pmip nz'c n mn .... ro2p2 yra ein pipbs *r? no/»' *i; von Josef Karo sagt er einige Zeilen vorher: *pv rozn -cm rern ünv^n Tesni rTOP2 ^n: üzn rsp ^zt» '121 njJt'D ^CZl -jry ybv* — David Gans im Zemaeh David zum Jahre 5335: m22 rxp "\ ■ci iXä73 imi -jny %fb& «p* r*2 122 bran rrzn ~\zrw hror\ z^n nit, nach dem Worte nxn* schaltet Seder ha-Dorot ein: 'd TO n* nma cna#,0 T;2 v'22 ccbt«* nb n^."! p*72 — Im nfy'Z' (und im Chemdat ha-Jamim) 6) wird es als etwas Ausserordentliches berichtet, dass Josef Karo in Gemeinschaft mit Salomo Alkabiz in der Sehabuot-Xaeht eine himmlische Stimme vernahm, die eine lange Rede an sie hielt. Konnte das so ausserordentlich sein, da Kar» nach dem Maggid Mescharim sehr oft — es werden auch die Daten angegeben — solcher Offenbarungen gewürdigt wurde, oder hat der Verfasser des rrbz' von dem M. M. überhaupt nichts gewusst?") Die Untersuchung darüber, oh das M. M. von Josef Karo sei, wird freilich dadurch erschwert, dass der Verfasser des Buches mit den Familienverhältnissen Karos nicht unbekannt ist"); dass er von den Bemühungen wegen der Samicha weiss, von Karo's Commentar zu Misehne Tora (worüber der selige Maimonides sich freue)") spricht, u. dergl. mehr; ja dass sogar im Pardes Rimmonim des Oordovero sich eine Stelle aus dem M. M.40) findet. Das würde höchstens beweisen, dass das M. M. oder Stücke desselben schon existirten, ehe es durch den Druck veröffentlicht und dem Josef Karo beigelegt wurde.41) Anderseits giebt eben das Buch Veranlassung zu den gewichtigsten Bedenken, dass es von einem Manne, der so in Mitten des tahnudischen Judenthums stand, verfasst werden konnte. Der zu Karo redende Maggid ist nämlich die personificirte Mischna. Abgesehen von der Geschmacklosigkeit in diesem Auftreten eines höheren Wesens, ist eine solche Personification

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