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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1887-01-01 · 5.1887 · p. Seite 12

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
5.1887
Date
1887-01-01
Page
Seite 12 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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wegsamen Wege die Rede ist, übersetzt der Verteilt NJ?2D0 nytö durch: it'1 ix niip 8«n '3 |yob nmN )2 zweimal im selben Satze. Er zweifelte also, ob er 8*!QBö als Accusativ von ^LJ „neglectus et non bene curatus" nehmen, oder an wLL^ „feras rapaces alens terra* denken solle. Desgleichen, wenn der Verteilt in selavischer Nachahmung des Originals ein hebräisches Wort gebildet hat, dessen ünform oder Seltsamkeit er selber ahnt, fugt er etwas Erklärendes hinzu. Meist begnügt er sich dann auch mit dem einmaligen Gebrauche des selbstgeprägten Wortes. So z. B. überträgt er mibit „noxa et mala rei conditio* durch: nsoimi "pn, weil er mit Recht voraussetzte, dass Niemand Tpn erkennen und verstehen werde. Hierher gehört auch im 36. Capitel nwsn nwab ro ünb irw t^TP " nnam, wo nro^ (gebildet von r?b nach nnanj'in Esther II, IS), eine sclavische Nachbildung des arabischen: ponD „aber das Verleihen von Kraft" dem Uebersetzer selbst so aussergewöhnlich schien, dass er no.. jrm erklärend hinzufügen zu müssen glaubte.20) Auch OVO in der Verbindung OW3 Qr6 für?«» , "W N/, wie geläufig die Bildungen aus dieser Wurzel auch nachmals dem Aron b. Eljia geworden (SS. 13, Iß, 17, 32 und 113 des \>V ed. Delitzsch), erschien dem Vertenten zu nngeläufig, so dass er es nur einmal*-1) gebraucht, und nicht, ohne das griechische: pipis'öfsfi* p5p.ti« =~ oiVfyoj» ihrorvmomv vorangeschickt zu haben, um fortan sich lediglich auf die Wiedergabe durchs Griechische zu beschränken.22) Andere sprachliche Erscheinungen, die entweder schon von Steinschneider, Pinsker2*) und Gottlober24) erklärt worden sind oder welche erst aus einer Gegenüberstellung zusammenhängender grösserer Stellen in beiden Sprachen ersichtlich gemacht werden könnten, wollen wir übergehen, um auf die kleineren oder grösseren fremdsprachlichen Gruppen einzugehen, welche den auch sonst nicht gerade Iiiessenden hebräischen Ausdruck der Version ins Stocken bringen. Macht des Vertenten [n:] y oder ein Zeichen des Copisten den Leser auf die Fremdheit der Worte aufmerksam, dann ist er gewarnt und sieht sich genöthigt, seinen Scharfsinn walten zu lassen. Bisweilen aber lassen uns Vertent und Copist im Stiche* oder hat dieser gar noch ein Uehriges gethan, um den räthselhaften Wortformen ein bekannteres, wo nicht gar ein hebräisches Gepräge zu geben, und vergeblich müht sich sodann aller Scharfsinn ah. den Sinn der Vorlage zu enträthseln. Hier kann allein ein Einblick ins Original die Lösung finden helfen. Als das auffallendste Beispiel dieser Art erscheint uns folgende Stelle im 16. Capitel: .. mp xhw üb# bv 0W3:n qtux"»:^ urtoio -»3Hn oy U3 ysn *3 Die Vergleichung mit dem Original: pbiDl1?« 3C*c-i ^pio1?« DV aoxio ]n 25*ö:&5a «nsp ip ruxb . ♦ mp ]H D^ü'p^ ^DH^by führt uns darauf, dass für das sinnlose nba bv gelesen werden müsse B^D^tf 'bv, und dass die ganze Stelle bedeute: „weil Gott auf uns allein und nicht auf Andere ausser uns [am Tage der sinaitischen Offenbarung] mit seiner Anrede hinzielte und [ähnlich auch] sein Wort an die beiden Gesa» *'?n [Mose und Aaron], auf ihnen sei Friede, richtete und nicht an Korah." Wollte man sich der Mühe unterziehen, im roWJ 150 die fremdsprachlichen Brocken, die inmitten ihrer hebräischen Umgebung wie erratische Blöcke in ebener Landschaft sich ausnehmen, zu zählen, es würde die Zahl Hundert weit überschritten werden. Diese Ercheimmg, der Aehnliches aus rabbanitischem Literaturkreise nur etwa Ibn-Zaddik's Mikrokosmos noch darbietet; bedarf der Erklärung. Dass der Verteilt, ein Byzantiner von Geburt, zunächst seine Landsleute im Auge

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