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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1887-01-01 · 5.1887 · p. Seite 11

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
5.1887
Date
1887-01-01
Page
Seite 11 (sequence 10)
Language
German
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— Ildes Joseph Kirkissani, Sahl, Nissi b. Noacb, Jephet halewi, Lewi halewi, Joseph haroC-h, Jeschua's u. A.; iß quantitativer Hinsicht eine so gewaltige Leistung, dass wir uns nicht wundern dürfen, dass die Qualität derselben eine geringeie wurde. Die Karlier selbst haben die Inferiorität ihrer Uebersetzungen eingesehen und bekannt. So äussert sich Elija Baschjazi in der Einleitung zum Addereth hierüber: oiyi *6 Bnpn jwba cnpnyni -anyn jra6a onnss narw nnA .ruani tid ,l?a .owin vya cnncwo pb ,]wbn noana .jwson pvyon nsnT isip ^:sb ... n:ai nio> ^31 Und dieses Verdict findet nicht allein in der tatsächlichen Wahrnehmung dieses Mangels bei allen karäischen Uebersetzungen seine Begründung, sondern stützt sich auch zum Theile auf das eigene Eingeständniss des ersten karäischen Vertenten, Tobija's, welcher gegen Ende seines Commentars zum 3. Buche Moses, einer „Compilation karäischer Autoren, namentlich David han-Nassfs und Jepheth hal-LewiV schreibt: t&'izic «SD"» CK ^iown bx Yix OHM ... nay \wb b» ama bxyKur1 ywbc . rmw on "»a -p pspo ^a . nap:i -Di p jwba (Catalog Neubauer, M. S. No. 290). Erinnert man sich aber, dass Jehuda ibn-Tibbon fast über alle ihm bekannt gewordenen Übertragungen aus dem Arabischen ins Hebräische ähnlich urtheilt, und dass Tohija mindestens ein halbes Jahrhundert vor den Tibboniden als Uebersetzer thätig gewesen, dann wird man Tohija milder beurtheilen. Von den drei Gründen, warum nach ibn-Tibbon fast alle arabischen Originalien unter der Hand der ihm vorangegangenen hebräischen Vertenten gelitten: Ungenügende Kenntnis» des Arabischen oder des Hebräischen oder Missverstehen des Autors möchten wir in Beziehung auf Tobija eher die ungenügende Sprach-, als eine ungenügende Sachkenntniss gelten lassen. Seine verdeutlichenden Winke und Ergänzungen, meist durch ruyi [er meint] eingeleitet, sind zutreffend. Einem aus unzureichender Kenntniss der einschlägigen Literatur hervorgegangenen Missverständniss, wie z. B. die Uebersetzung des bekannten Sectennamens nnyt&'N^N durch Deinen bei Charizi (Moreh Neb. ed. Schlossberg I. p. 76) begegnet man bei Tobija nicht; dagegen sehr oft Flüchtigkeitsfehlern, Verkennungen der leichtesten Formen, irrthümlichen Deutungen der bekanntesten Worte, welche der Vertent unzählige Male richtig erkannt und wiedergegeben. Dahin gehört vornehmlich der in Anm. 2 erwähnte Fehler betreffs des Wortes psbiCD^. Wir merken noch an das sinnlose: ck frsai ^yb nvnw pn> *6 für: rw xb cd: "To ^«yn n:x VÜ unpb» n1 ]N, wo ]n yo etsi anstatt: dum genommen wurde (Anfang des 13. Cap.). Wir gehen nunmehr zur Darstellung jener Eigentümlichkeiten über, die Tobija entweder mit noch anderen hebräischen Uebersetzern theilt, oder die für ihn und seine Schule charakteristisch sind. Bei der Verwandtschaft der beiden Sprachen, aus welcher und in welche übersetzt wird, Heben es die Vertenten bekanntlich, womöglich dieselbe Wurzel beizubehalten. Ein drastisches Beispiel für das gleiche Verfahren Tobija's: das arabische tO^SOa xbl * „neque venit in mentem nobis" wird durch bl CB»: *Ai wiedergegeben und durch [oder vb IN] tibi i:nyna nby erklärt im 17. und im 18. Capitel. Dass dem Vertenten hier Daniel VI, 15 vorgeschwebt, ahnt der Schreiber des St. Petersburger Codex No. 687 nicht. Er emendirt einmal b2 in ab, ein ander Mal verballhornt er ik b2 in Höd. Wenn ein Wort in der Vorlage mehrere Bedeutungen hat, traut der Vertent sich bisweilen selbst nicht die genügende Sprachkenntniss zu, sich für eine bestimmte zu entscheiden. Er giebt dann mehrere wieder. So z. B. gegen Anfang des 40. Capitels, wo von einem un- 2#

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