Mannheim
Compact Memory

Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1887-01-01 · 5.1887 · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
5.1887
Date
1887-01-01
Page
Seite 7 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2273546-2273555--0182-2273942
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 7 — allgemeinerem Interesse. Während der Verteilt bis zum genannten Capitel seine Vorlage intact lässt und nur im Interesse der Deutlichkeit erklärende Andeutungen und Ergänzungen sich gestattet, schaltet er in den letzten Capiteln mit einer eigenmächtigen Freiheit, die man fast als üngebundenheit bezeichnen könnte. Er erlaubt sich hier Eingriffe, welche Form und Inhalt wesentlich ändern. Die Aenderungen geschahen im Interesse der Kürzung. Von den nicht ganz 32 Blättern, welche diese Capitel in der HS. Kaufmann füllen (von fol. 135» bis fol. Iß71>), sind an 8 Stellen zusammen last 20 Blätter in der Uebersetzung ausgefallen. Darunter sind Ausfälle von fast 8, von 5 und 3V2 Blättern zu constatiren, die entweder Philosophisches oder Exegetisches betreffen. Einmal verwischt der Verteilt jede Spur eines nenen Capitels, ein ander Mal kürzt er die Ueberschrift beträchtlich. Das erste Mal setzt der Verteilt an Stelle der weggelassenen Abhandlung: inai n rm. Dreimal verweist er bei den Weglassungen auf das W5ü nawo -isd, u. z. mit den Worten: rwan ,D jj/'D5?; aitsa ws: naw 'Da ni -raa« ^xi -)M2ü tcoj rc»iC'o C2 Nson -kmo Ton D»ipo «in w ni by iann yeipo bw und 'Da -wao m ascro ico: na^ö- Einmal, wo der Autor unbestimmt sagt: NJ^a "ipi und offenbar eine frühere Stelle des anritt im Auge hat, sagt der Vertent: fc'DJ na'WDa irwrai. Einmal, wo der Autor sein CHyöbtf r6«pD, d.i. den auf die Festzeiten, hier speciell auf den Versöhnungstag bezüglichen Theil seines mscn 1SD anführt, sagt der Vertent: nenyi isin IDDa vnsa "oan Wo der Vertent kein eigenes Werk anführen konnte, Hess er das in der Vorlage genannte Werk stehen, setzt aber an Stelle der ersten Person im Originale die dritte; so für:;'S iiö. «onaj ip) micnvi \»SS2 W rcv jpin ro by \»pn naai - rimv^N rfrapD -\b\ v.-Ia er auch mitten im Texte der letzten Capitel zweimal jpin hat, wobei er an den Basir denkt. In den beim Vertenten fehlenden Stücken werden angeführt als Schriften des Autors: ^npnD*6*5 ^ndö und cnbbx rfcspo. Von fremden Autoren wird angeführt: lono ia« ^xpbx [nbisx ">D] lxabb«. Zu diesem Ka<Ji Abu-Muhammad Al-Labbäd stand unser Autor in näherer Beziehung. Er schrieb einen Commentar zu dessen Buch: Die Wurzeln [der Religion].8) Für die » Bibliographie ergiebt sich nunmehr, dass auch die letzten drei Capitel des mi^ltt 1BD dem Autor al-Basir angehören, ja dass deren statt 3, 4 zu zählen sind. Die in der mehr gekürzten, als interpolirten Uebersetzung genannten beiden Werke ipbj na^O und Terun sind dem Vertenten, d. i. Tobija zuzuschreiben. Dem Autor al-Basir können sie nicht angehören, da sie im Original nicht angeführt werden, und zum Theile dafür andere Werke des Autors genannt sind. Einem Dritten, wie etwa Jeschua b. .Tehuda, ebenfalls nicht, weil der Vertent dann unfraglich sich bemüssigt gesehen hätte, dies irgendwie anzudeuten. Während er bisweilen vom Autor als jpin spricht, hätte er — im Falle einer Ergänzung seitens eines Dritten — von beiden cupl sprechen und sie unterscheiden müssen. Eine Rechtfertigung des für unsere Begriffe unverzeihlichen Schaltens des Vertenten mit seiner Vorlage wird später bei der Charakteristik Tobija's unternommen werden. Zwar besitzen wir kein ausdrückliches Zeugniss, dass Tobija gerade das iinno — mwyi übersetzt habe; aber die Identität des Uebersetzers des rooiya und des Tis nö'ano ist ganz offenbar, uud dafür, dass Tobija das T-D nD^ano übersetzt, giebt es Zeugnisse in Fülle. Doch wichtiger und bedeutsamer, als diese neuen Aufschlüsse über die ursprüngliche Form und äussere Beschaffenheit des Muhtawi erscheint uns die Aufklärung, welche wir aus dem Original über den Autor selbst gewinnen. Zwar die Stellung al-Basfr's zu und innerhalb der Mutazila ist von uns in der mehrfach erwähnten Abhandlung über den Kaläm9) schon genau bestimmt worden. Er ist ein Anhänger der Schule Abu-Häsims und steht zur Bahsamija so innig und fest, wie nur immer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.