Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 5.1887
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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L Nachricht über das arabische Original des Miihtawi Josef al-ßasir's. Unseres Wissens existiren bloss zwei Fragmente des arabischen *nnnb, eiues . in der kaiserlichen Bibliothek zu St. Petersburg, das andere im Besitze des Professor Kaufmann in Budapest. Das Brit. Museum scheint — entgegen einer bezüglichen Mittheilung Shapira's in The Athenaeum No. 2855, des Besitzes eines solchen sich nicht zu erfreuen. Proben aus dem MS. Oriental 2529, in welchem das Mulit. vernmthet worden war, die Herr Dr. Hoerning mir mittheilte, konnten von mir nicht verificirt werden. Die mir vorliegende HS. Kaufmann enthält auf 167 Klein 4°-Pergament-Blättchen, die Seite in der Regel 17zeilig, in hebräischen2) Schriftzeichen den arabischen Grundtext des Mul.itawi ungleich vollständiger, als die noch nicht völlig geordneten Fragmente desselben Werkes in der zweiten Collection Firkowitsch'. Sie beginnt mit: nso n\xe moy ]S3 to, entsprechend den Worten: nao p piai ,t,t ca in der üebersetzung, d. i. fast gegen Ende der ersten Abtheilung des 3. Capitels. Der Text selbst schliesst mit den Worten: $by "]bl \y nbbx "«^syn -nS vb\ obü vi nü nfys p* ob xnb, entsprechend dem Schlüsse in der Uebersetzung: bn Nin >D ruo n2? 'yrn pWV xb) Den Wö3 \*x *3 ]Vüb .->m p^s bij? ]W Die Nachschrift lautet: :]väkj6k m nbb icnbw tinnob« 2^ba on :C"pbN2 ri'o yrwi frm nn« n:D rnvpbx H 'S PODi p asnobs* Diese Nachschrift trägt wenig zur Feststellung des Datums vorliegender Abschrift bei. Sie bedeutet nämlich: „Und es war die Vollendung dieser Abschrift im Dul-Kaada des Jahres 411 in Jerusalem." Würde man zu 411 fünf Tausend aera mundi hinzurechnen, so bekäme man 1650 als Datum, was entschieden viel zu spät ist, da — nacli dem Urtheile des H.. Dr. Steinschneider — das Papier, wie der Schriftductus spätestens auf das 15. Jahrhundert hinweisen. — Würde man aber nach der Aera der Hegra rechnen, so bekäme man 1021, was für diese Abschrift wiederum viel zu früh wäre. Es bleibt demnach nur die Annahme übrig, dass die Nachschrift mit dem Datum von unserem -Copisten seiner Vorlage ^.einschrieben worden sei. Diese Vorlage könnte wohl eine der ersten Abschriften des *»inno gewesen sein, da die Zeit der Abfassung dieses Werkes auch nicht allzuviel vor 1021 fallen dürfte. Sichtbar waren bei der Herstellung dieser Handschrift zwei Copisten thätig; auf den zweiten kommen jedoch nur ff. 21—30 und fol. 49. Neben der Verschiedenheit der Hände fällt auf, dass der zweit« Copist diakritische Punkte und arabische Vocale setzt, während der Hanptcopist in der Regel nur E und 2 von to und s differenzirt und im Ganzen höchst selten vocalisirt, Fol. 7i> Zeile 10 konnte ic]i einen vom Schreiber nicht angedeuteten und auch kaum geahnten