Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 4.1886
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 33)
- Language
- German
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— 34 — die Worte, welche sonst fehlen, nach Bub. in Hdsch. Rom zu lesen sind. Toldot 12 wird zur Beantwortung der Frage eine zweite Stelle angesetzt, wni21 MW njji. Behaalotcha 12 mvv iW "j2, Teze 1 min'» "1 na»». In der alten Tanchuma-Ausgabe. Toldot N2 1 TOB* "p C*N2 Q'cbtW* HO fy, Tetzawe 13*21 fOCT "J2 VlDO HD3^ jCp. In Debarim Rabba ist fast immer DV22H "]2 zu lesen; (I)ebarim UWl MV p rüCPSlt* bjWö C"iN) gewöhnlich wird nach der angeführten Halaeha die Erklärung mit .. NDÜC .. OT1121 lineb weiter verfolgt. (Debarim IBD 21P2H&' MO ^N"1BM0 0"1N. Waetchanan B"p NlptP ... C"".N, Schoftim r.W ^NTw^ *f?D. Ki tabo mW2 N"!ip . .DIN. Wajelech btfö WOIF . . CIN w. habracha n2\"Vl M*b . . DIN). Die dort beliebte Form bN"1lTC Ol«, welche alle Sätze eröffnet, zeigt von der Jugend dieses Midraseh, in dessen Zeiten auch in Questiouen das I^SI lüD^ schon ausser Gebrauch gekommen sein wird. — Pesikta rabbati hat ^2"} lnoV» doch kommt auch bkOtTO CIN vor (1, 9). Die Antwort wird dort mit WW21 "J2 eingeführt, welches aber mit W121 UHöi (1, 3,40,43). WP121 UHO^ -ilcAn (8,12, 47), 1:^121 W (2,4,14) abwechselt. Manchmal fehlt jede Introduction (9,12,29,31.41). Eine zweite Ausführung folgt oft mit den Worten: nizb .. Ttöb pYlDl ... "px .... DJJE HCl . . ]2 nebl. — In Debarim Sutta e. B. (12,18) fehlt wohl das 1^21 allein die Antwort CT^"! findet sich ohne Zusatz, wie im Tanchnm. In Pesikta d. R. Kahana. e. B. S. 1941> findet sich in diesem zweiten Texte der Pes. CIN nzbn .cern m' *p .. btnvno ~$) Die mündlich oder schriftlich unter der Frageform *3,2"1 'CiC?'' im Talmud vorkommenden (Questiouen endigen mit 1HD, ohn« die beiden Seiten der möglichen Decision besonders zu berühren. Eben so sind alle im Jelamdenu-Tanchum. künstlich mit „Jelamdenu" formulirten Fragen gehalten. Eine Ausnahme macht Tanch. e. B. Xoa 22. S. das. 18. Die Fragen in dem Seheeltot, im Tone des talmudischcn TP^D ty'2. führen die Frage immer nach beiden-Seiten aus. *N . . jyHEN ^-(MQ) NO1?". Diese Form waltet auch in den den Oeonen vorgelegten Fragen. — wenn nicht etwa der Gegenstand, wie bei gewünschten Schrifterklärungen, das „Entweder-Oder" ausschliesst, fast immer vor. Bei dem alten Jehudai wechseln noch die beiden Formen. Unter den 42 Questionen, welche in Xo. 45 der R. G. A. e. Lyk Jehudai vorgelegt werden, kommen 10, da sie Erklärungen und Festsetzungen betreffen, ausser Vergleich (2(>, 33, 35—42). Von den übrigen 32 haben blos 8 das üb IN t fl, 4, (J, 13, 25, 28,29, 31), während 23 Questionen diese Doppelfrage nicht kennen. (32 erscheint in Horwitz> Toratan schel rischonim II. S. 8 richtiger üb "iENl C^T r6n£3 "pS Vii vb& b "VD21). Obwohl es ganz natürlich ist, dass man bei den öffentlichen Vorträgen, wo es nur auf die Belehrung des* Volkes abgesehen war, die kurze, einfache Form wählte, so werden wir doch aus dem Umstände, dass in den Jelamdenufragen niemals das in Questionen an die Geoncn, selbst an Jehudai und im Scheeltot vorkommende üb IN . . SD gebraucht wird, schliessen dürfen, der alte Jelamdenu-Midraseh gehöre einer älteren Zeit, etwa der saburäischen, an. S. Note 70. '•lf) Manche Formen der Agadaiiteratur bleiben durch weite Zeiten dieselben. Selbst die Feinfühligkeit Zunz* (G. V^ S. 235) hat nur eine gewisse Anzahl Redensarten herausgefunden, welche alte agadische Aufzeichnungen wie z. B. die Mechilta von späteren Midraschim unterscheiden. Daher liest man die halachische Frage auch in Schriften, welche 2 — 300 Jahre jünger als Jelamdenu sind. Das ^Niederschreiben der agadisehen Hauptgedanken in Compendien erfolgte in früheren und späteren Zeiten in einer gewissen Schriftsprache, wie sie die Meister der Mischna, der Tosifta und der pentateuchischen Midrasch-Comnieutaro Mechilta, Sifra und Sifrc ausgebildet hatten. Eine solche Gelehrtenspraehe, welche der lebendigen Rede, in deren Lauten man ja die öffentlichen Vorträge hielt, ferne steht, nimmt nur in grossen Intervallen Veränderungen und Umbildungen an, und auch die nur in beschränktem Masse. Die Bruchstücke der biblischen Midraschim, welche im babyl. Talmud vorkommen, tragen schon die Form des Mid. Rabba. Es linden sich in denselben die Redensarten -p bzi... cm2N bv mi2 mzur in- -bN-w^ mpn erb noN .. vac-y .. ^mcN ^:n .. oipo bz .. -üb® .. umso xybn p'cto zrmw cro... bx~wb üyz: erb -iok .. 2\n2T "»no .. ]N2e .. 'rxh 2T21 WH . . "lCN:if Cipe ta..- 1D1D im mSnnD . . "p . . CK'2 . . \mro 2TC1. S. Synhedrin 104 f. Chullin 91b. Die Agada behielt auch darum in umfassendcrem Masse ihren ursprünglichen Charakter, weil man sie früher und öfter niederschrieb. Das C,02H Wir "p kennt schon Jcruschaimi C'hagiga 2.1, es kommt in den Scheeltot vor (28. Vgl. G6 und oms^ d). Auch Jehudai ist es nicht