Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 4.1886
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 31)
- Language
- German
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Die einleitenden Worte, xr.^m« f? 2\TH n'3ipi •TCB' "p3 entsprechen ebenso dem frommen Sinne des Lehrers, wie sie auf das Gemüth des Hörers einwirken. Auch sonst in midrasehischen Reden finden wir Spuren solcher Redewendungen. So Pirkc dirabi Elieser 3, 'n nni22 bbw "»O; 15 0"r,n rx cvn y&b n*o ~i:n noi -q-id msas 'n nx 1:1x3 Yiycty -.eis -ny^x 1. s. Zunz, G. V. S. 235. Ob man das "WN mit Reifmann, B. Talmud III. 28, als eine korrupte Abbreviatur von 803"! ntMD """P bv oder mit Haassif II. 374 für lOW oder als einfaches „Ich spreche", welches auch sonst im Scheeltotbuche vorkommt, zu nehmen hat, bleibt dahingestellt. S. No. 183 E. und 165 XCN (Handschr. Halberstamm p IICX), Auf den frommen Spruch folgt entweder sofort Agada 163.165 (ebenso in der vielleicht den Sabburäeru angehörenden, bereits bezeichneten Rede Sabb. 30a) oder es geht derselben Halacha voran. 1. 66. 125. 165, was eine gewisse Annäherung an die Jelamdemutauchumaform zu sein scheint. In 121 glauben wir das pD">D"p fob'Ww&H KHAKIS' }yjVb\ welches Jes. Berlin an das Ende setzt, nach den Worten NIM* }0: b2 lOfOfc' lirac n zpn einzustellen. Die darauf folgenden Sätze /1D3 "NDN TtUn "Y'n können eine Derascha sein. Wenn in den Scheeltot oft die Agada fehlt, so ist zu bedenken, dass diese doch nur die Form der öffentlichen Vorträge haben. Erst nach der Beendigung der Ausführungen geht der Vortrag zur Lösung der Frage über. psAl ji?DTp joV»i«n »rh>m &f) Ueber die kürzeren und längeren Abhandlung;..1 im Talmud, welche den Sabburäern angehören, die ihre Meinungen sowohl in Bezug auf Erklärungen als Decisionen dem Talmud beifügten, ist in Rappoport, Kerem Ghemed 6.250, t'hajcs, Igeret bikoret. 35, Frankel, Monatsschrift 1861 S. 261 und ausführlich in N. Brüll, Jahrbuch 2 S. 44 verhandelt. In den R. G. A. der Geonen werden Lesarten als zweifelhaft hingestellt, welche wrir wahrscheinlich für sabburäisehe' Glossen anzusehen haben. S. R. G. A. der Geonen cd. ilarkawi No. 13 p2!Fnn3 pv snbn 2)^21) r»3 i'DDUn pari 13\X1 Vgl.. D^HjD *pbn 27 pv '22 ^n: ^2121. Die saburäischen Erklärungen, welche uns in Schaare Zedck 4. 8. 5, Sehee'Uot42 und 66E. cern ifc-PDl, Tanchuma Bereschit zu n KTl erhalten sind, haben eine gewundene, breite Sprache. Die decisorische Thätigkei der Sabburäer findet ihre Fortsetzung in den Scheeltot, wo das NDsbm stehende Formel bleibt, in den Halachot Ged. und in den R. G. A. der Geonen, wo es ebenfalls sehr oft erscheint. 6$) No. 145. Die Ilagadaerklärung beginnt mit der Anführung eines Verses uud eines jelamdenutaehumaartigen Vortrages . . *6x rv»JP3 bv npuy HC IjOT lnc^ rrePS Cr6 TO 3TC. Da man keinen eigentlichen Grund hat, dieses Stück als eingeschoben anzusehen, so wird man annehmen können, diese Form sei eine ältere. Das Gutachten in 42 dürfte nach der Form, in welcher die Erklärungen ausgeführt werden, ebenfalls den Sabburäern augehören. Sonst liest man im Scheeltot nach der Formel ,-pCtC -p3 das 80Vh «rpjruoa fcOCZn i;.n "J3, in No. 1 und 92 einfah "V'n. In eiuer Scheilta, welche das HW nicht aufweist, 26 b findet sich das midraschische Q"»02n Uli' "p. Vgl. 66 (Qme!? <0 D\^rn WtC mi und Reifmann B. Talra. S. 78. ^) Die populären. Agadavorträge waren schon früh das Mittel, .um die Kenntnis.«» gesetzlicher Vorschriften unter das Volk zu bringen. Wo in Betuud Lehrhäusern das fortlaufende Wort der. Schrift ausgelegt oder an festlichen Tagen der Festesabschnitt vorgenommen wurde, da wechselte Hagada und Halacha miteinander ab. Als später in formrichtigeren Reden ein bestimmtes Thema aus dem Wüchenabsehnitte oder aus der Haftaralcetion behandelt wurde, da Höcht man in die Deutungen sittlicher Tendenz auch belehrende Halachagrundsätze. Man wird wahrscheinlich mit der Halacha begonnen haben, um den noch nicht ermüdeten Geist der Hörer zu wecken. Ein Beweis hierfür lässt sich aus B. Synhedrin 38 b ^Dö ^rfrn njtun srfrn KPIW an^n an~ 'in tfp-®3 tkö "1 am mn *3 allerdings nicht erbringen, da dort von dem Vorangehen der einen Disciplin vor der andern nicht die Rede ist. Der in dem Agadabuche Rab's befindliche Halachasatz, das. 57b ist in Ber. Rabba neben' andern agadischen Erklärungen zu lesen. Sonst findet man in den Midraschiro. Ber. Rab. Chasita, Kohelet R., Echa R., welche fortlaufende Erklärungen des Schrifttextes enthalten, die halachischea Stücke meist an der Spitze der Erörterungen einer Parascha, (z. B. Ber. R. 17. 47; Chasita ■pn 0*310 "»3;n^3.]U3te T»K; Kohel. R. DJ3' bx W ^bn "WW; Echa R. *6 23BH ICK |JW pn ta"*» Wl oder als ersto Auslegung der vielfach angeführten anderen Erklärungen eines Verses. (Vgl. Ber. Rabb. 46. 49. 50. 80. 82. 92.) Sehr selten begegnet man einer Halacha in der Mitte der vielen