Mannheim
Compact Memory

Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1886-01-01 · 4.1886 · p. Seite 31

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
4.1886
Date
1886-01-01
Page
Seite 31 (sequence 30)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2273546-2273553--0162-2273921
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 31 — 6J) Von sammtlichcn 171 im Scheebtotbuche uns vorliegenden 171 ror&Ki&' haben 169 die einleitende Form "i (|«0 ibm . . *VD*n . . p«nci . . WttniK-p, Xo. 60 und 115 hatten dieselbe wohl auch ursprünglich. Man muss roVn oder mso vorausgesetzt denken. Will man die Form auf Hn^fiHS' beziehen, so niüsste man in diesem Worte „die Forschung" und nicht die mit Bezug auf die folgenden Questioncs hervorgehobene Frage sehen, und wäre sie dann eigentlich von der in dem Buche vorkommenden HS&m nicht verschieden. Allerdings scheint die Dcrascha nur einfache, gesetzbestimmeude Talmudstellen enthalten zu haben, während die in den einzelnen Scheeltot angeführten Stellen Begründung und Ausführung zeigen. Vgl. No. 80, wo gesetzbesimmende Stellen weggelassen und von dem Copisten ncbnblff N"iV1 3D3D gesetzt ist. In dem Halachot Gedolot hat sich die Form 1 zum Theile erhalten. Wo in diesem Buche die Gesetzesregcln nicht nach der Ordnung der mischnisch-talmudischen Masichta-Abschnitte auf einander folgen, begegnen wir unter verschiedenen Formen der initialen Sätze (TCiO ,p3»YIEl ,p3»riD .biCW "131) auch dieser Construction. S. Hai. Oed. cd. Wien 45b, 56a, 98a, 99c, 100a; ferner das. 28«1, 58c, 90b und Scheeltot No. 23, 24, 67 d und f, 154. ß$ Bloss No. 66. (für Purim d) hat keine "piS G"Q Frage. Eine solche dürfte vielleicht tlort ursprünglich vor ~1H\D r3"\2 N'"»3 nsopj nbiD D^n H! zu lesen gewesen sein. Finden wir doch eine ähnliche Frage als R. G. A. in Tanchuma Bereschit rfao pm «n *bxw Wenn wir auch mit Buber (B. Talmud III S. 210) finden, dass Acha's Scheeltot das Gepräge eines Verfassers aufweist, so ist doch nicht ausgeschlossen, dass Acha ihm bekannt gewordene Zweifel und Erledigungen früherer Zeiten benutzt und unigearbeitet habe. Es wäre noch zu bemerken: .26 Tna o~\2 dürfte zu streichen sein. Hier wird wohl eiue neue J\*rvA\B' mit den Worte HDW 'pl^ixb j^nDl begonnen haben. Das p'nON Np "tt^D "»N ist die Bemerkung des spätem Text-Redactors, der eine zweite Knb'Kff fand. Solche Notizen finden sich auch sonst in dem Buche. Das »hbaisn. «1te"»D TOI ■>«. scheint sich nicht auf den Anfang einer neuen Schei'Ita, sondern auf die Kette, auf den Fortgang und Fluss der halachischcn Ausführungen in der Schei'Ita zu beziehen. So No. 10 Hüfflä p"6nO Ol. Wirklich ist das p^nö-.Ol in 37 ebenfalls nur als Ausführung in die Schcilta eingefügt. Dass MllfO nicht den Anfang, sondern eine Lesart im iiinern Textverlaufe bezeichnet, sagt 142, wo es ganz bestimmt diese Bedeutung hat. Das bei Dcraschot 49 f. ist wie vor den "]HS 0T\2 gleich „Ferner", „Auch dies" zu nehmen. 6*>) Die Fragestellung in ~P"1S 072 geschieht in der Weise, dass die beiden Seiten der möglichen Entscheidung besprochen werden. .. NDb"! IN .. TO; üb IN.. ^IW TO. Oft schliesst sich auch die Begründung nach beiden Seiten an. 149. 165 KD1?! 1« pnöfct TO . . *6 \X 3"riD TO. Audi in der talmudischen Fragestellung-ist diese Form heimisch. Auch das „Zugegeben, dass . . so harrt noch eine Frage auf Erledigung" 101^> KHDH Dtf kommt vor 141. Wo die Natur der Frage einfach ist, wird kurz um die Bestimmung gefragt, 161. 169 f. E. — Die Beantwortung erfolgt, indem das „Komm und höre" yot? Nn einen Satz aus der talmudischen Literatur einführt. Die Folgerung schliesst sich mit pVüW NHö .VZWzb .. fPJTO yctC .. KPzVll an. Es kommen auch, allerdings selten, ausführlich begründete Antworten vor, 43. Man muss in der Beurtheilung der uns vorliegenden Antworten zu den "P"1S D13 vorsichtig sein, weil an diese Antwort oft ein TOJ nN gefügt ist, welches manchmal nicht eine zweite Frage in derselben ScheTlta, sondern einen neuen Gegenstand, wohl eine neue Schei'Ita zu eröffnen scheint. So in 88 ("piS Ü"Q a) WD tCH TO3 W joejn toe nws ivn -p^nsn; das. (-jnit d-isc) nwa: nw: n^> "Perron j«o to: \x; das. ins d-d d) htod -snisi «wo no -p^rron fax to: No. 95 (-jna ma a. e.)?n-w> ro wipi i3jn w toj *k ist eine andere Form oder Fortsetzung der Schei'Ita-IIalacha, auf welche das lb)\ "piS D")2 folgt. Ebenso 96. (in "p-tf D"13 a) N»n K'TO3 ffcatD '3 TOJ 'X ist gleichfalls eine Schei'lta-Forschung, der das rOTTC TO nnSBf "pS 012 angefügt ist. " *6) S. No. 1. 64. 66. 92. 121. 125. 145. 154. 163. 165. 166. 170. Diese Form gibt uns ein deutliches Bild der öffentlichen Vorträge in jenen Zeiten. Die Rede, welche B. Sabb. 30a eingesetzt ist, lässt die Frage noch von einem Schüler vorlegen. Iu Schellt, und in lelamdenu sehen wir die Form1 schon dahin ausgebildet, dass der Lehrer selbst die Frage ausspricht. Durch dieselbe wird eine gewisse Spannung des Geistes bewirkt und die Aufmerksamkeit wachgehalten. In der Schcilta wird nun der Hauptgegenstand, auf welchen sich die Frage bezieht, halachisch und agadisch beleuchtet.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.