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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1886-01-01 · 4.1886 · p. Seite 22

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
4.1886
Date
1886-01-01
Page
Seite 22 (sequence 21)
Language
German
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wurde, kann man nicht folgern, dass die Briefe, namentlich das Schreiben ins Ausland nicht vervielfältigt wurden. Wie hatte ein Bote in 6 Wochen alle Orte der Diaspora (Jerusch. hat ausser Babel, Medien auch die griechisch redenden Lander) erreichen können? Man kann aus Jerusch. R. hasch. Li schliessen, dass sonst, wo es um kalendarische Bekanntmachungen zu thun war, Boten nach allen Seiten ausgesendet wurden . . plD^ pblXI \b^b 2ny . . Es scheint, dass man auch bei ander-! weitigen Bekanntmachungen vielen Boten Briefe übergab. Misch. Synhedr. 11.4 pnbl&'l P2D1J1 niDipon. Vgl. B. Sota 48 a. n*?n: nenn s6» pi^n^c jw nani bansr» bz2 rbw ^b?2 prm DD1? VMiO 1^12 ^32 Üi"6 1D«V 4) Zacuto Juchnsin liest pr« in tvb nbtif. Jerusch. Synh. 1.2 hat "3 '»Dl rv6 rhw. Eä mag ursprünglich pTPN n vorgelegen haben, daher die Coruptele. S. Jerusch. Nedarim 6.8. In der sagenhaften Umbildung B. Berachot 63a mnx nat&» Auch diese Schilderung stimmt mit der Ilauptcmelle darin überein, dass die Missionare nicht sofort den Zweck ihrer Sendung bekannt gaben. Um, den Charakter des einen Briefes, der freundliche Mittheilungen enthielt, zu kennzeichnen, werden die initialen Worte iTOJD TWHpb angeführt. Das zweite Schreibon galt der Empfehlung der Sendboten. Der letzte Brief forderte Chananja in eigentümlichen Worten, welche vielleicht auf persisch-babylonische Sitten Bezug haben, auf, die Festsetzung der kalendarischen Ordnung im Auslande zu unterlassen, p-m aojra isrw xnni -lesn -12m1? "\b yby bzpn nns ps es. Siehe B. Berachot ibp v6 und Ab. Krochmal, Scholien S. 8. Chananja, der die Sendboten mit Ehren aufgenommen hatte, musste in seinem Benehmen gegen sie verharren. Der eine derselben erklärte öffentlich die Toralection und trug für „Dies sind die Feste Gottes", „Dies sind die Feste Chananja's" vor. (So Jer. Nedarim, TOn nyiO rhu NfY»niN2 2VO anpl pr& 'l Dp für Jer. Sy. NrPniX2 *npi). Der zweite Lehrer, der die Haftara las oder über dieselbe predigte, änderte den Vers „Von Zion geht die Tora aus" ebenfalls, und sagten dem Volke damit, dass die von Chananja geübten Functionen dem Haupte der Schule im Mutterlandc zukämen. Was die Erzählung nun hinzufügt, glauben wir als eine Controvcrse auffasseüt zu dürfen. Chananja beklagt sich und verweist auf einen alten Satz, der dahin lautet, man müsse dem bedeutenden Lehrer folgen, wohin er .auch immer gehe, selbst in das Ausland. Dieser Satz lautet freilich in Sifrc Schottin nur "llpb^ '"1 bw T2 VW1 ran b\P T'2 "IHN n&W T2 VN "\bn piX p"lX und scheint ursprünglich nur die Mahnung enthalten zu haben, dass man sich dem Tüchtigsten anschliesse, wenn er auch eine neue Stätte der Lehre gründe. Man nahm jedoch die Bedeutung des Spruches bald so, dass man dem Lehrer auch folge, wenn er in ein fremdes Land gehe. So liest B. Synhedrin 32b ]^lb »"WO ]2 miiT n VIS« (das r\bnb S?WFP VJX ist wohl zu streichen, es scheint in demselben nur das piPpob yiE'irp '1 verschrieben s. das.). Diesen Spruch führt Chananja an. n-pre 12 miiT» '1 ^p" jirt^y bzp b}X. (So ist das )™}ttb gerechtfertigt. Der Satz der Boraitha pa^Si^ 2"2 min1 wird angeführt; für VN ist ''Op gesetzt). Er folgert daraus, dass er auch in Babel in Folge seiner Gelehrsamkeit das Recht beanspruchen könne, derartige Functionen vorzunehmen. Vielleicht beklagt er sich über das schroffe Auftreten der Boten aus Tiberias; Die Antwort bleibt nicht aus. Man sagt ihm, jener Satz bestimme nur, man müsse dem Lehrer folgen, wenn er der wüdige Führer ist, wenn er alle, die ihm folgen, überragt Qnnnx .cnnnsi V'N. Chananja zweifelt noch, ob die Palästinenser die kalendarischen Berechnungen po gut wie er verstehen. jCD no W w6 TYIDl P2W1O pö2H firsn "6 yno HD. Der Bericht führt aus: Aus dieser Aeusserung Chananja's sei zu ersehen, er beuge sich der Autorität des Patriarchen. Er sagt: „Wenn sie in Palästina die Berechnungen nicht so gut wie ich verstehen, mögen sie meine Ordnungen anerkennen." In diesem Worte liegt aber schon das Zugeständniss, dass er sich unterordnen wolle, wenn sie ihm an Kenntniss gleich kamen. pa^Tiö CPD2r. pjW jV2E1 nfo piflött« iVrmOl TOBTia UTP übl (zu erklären I^DNl) jVDD . )°b fVHTm. Die weitere Ausführung meldet, wie man die kalendarischen Bestimmungen zur Kenntniss der Gemeinden brachte. Vgl. Heilprin T'HO und Brüll Einleit. I. 223. 3i) B. Pesachin 3b. Schon unter Archelaus, mehr noch in den Zeiten der Landpfleger gab die Passafeier zu Reibungen und Kämpfen mit den Samaritanern und Römern Veranlassung S. J09. Antiqu. 17.11, 3; I8.3. 2 und 5. 3, 20.5. 3. Da man sich immer auf Kämpfe gefasst machen und za denselben vorbereitet sein musste, so wollte man nicht gerne, dass die Opferung des Passalamraes an einem Sabbat stattfinde. Als Hille! hervorhob, es sei Gesetz, das Passa am 14. Nissan darzubringen,

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